Termine 2009
Donnerstag, 14. Mai
Wie die Bilder laufen lernen - von der Idee zum fertigen Film
Vorlesungen um 14.00 Uhr und um 16.00 Uhr (Dauer ca. 1,5 Stunden)
(je eine Vorlesung mit max. 80 Kindern)
Inhalt:
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Filmteam zeigt wie ein Film entsteht
Von einem Off‐Sprecher werden die einzelnen Crew‐Mitglieder (Kameramann, Regisseur, Schauspielerin, Beleuchter, Szenenbildnerin, Kameraassistent, Drehbuchautor) vorgestellt. Sie treten nacheinander auf und spielen ihre Rolle in einem kurzen, improvisierten Stück -
Filmgeschichte
Einführung in die Filmgeschichte durch den Sprecher: Entstehung von Film; Bilder & Szenen von vergangenen Filmen; Unterschied zwischen Kino und Fernsehen -
Spezialeffekte
Geschichte der Entwicklung von Filmtricks / Vorführung von Filmtricks mit der Filmcrew (Bluebox, Filmblut, 90°‐Zimmer, Schiff, Einschüsse) / Kurzfilm mit Effekten
Vorstellung des Kinderfilmhauses -
Was ist Realfilm? Was ist Trickfilm? / Was kann man alles im Kinderfilmhaus erleben / Kontaktdaten
Veranstaltungsort:
Filmakademie Baden-Württemberg, Studio 2, Gebäude LU
Gebäudeplan (www.filmakademie.de)
Dozenten:
Studierende (Filmakademie)
Donnerstag, 18. Juni, 16 Uhr
Diese große Frage stellen sich Menschen seit Jahrtausenden:
Warum gibt es die Erde? Warum gibt es Luft und Wasser, Pflanzen und Steine, Wut und Liebe, dich und mich?
„Am Anfang gab es einen Knall und Gott erschuf das Weltenall.
Die Erde schwebte als Planet und Gott war stolz, dass sie sich dreht.“
Dieser Vers zur Schöpfung (Natus/Geisler, 2007) verknüpft schlicht und genial zwei verschiedene Antwortversuche, die Urknalltheorie und die erste biblische Schöpfungserzählung. Darf man das?
Die Naturwissenschaften antworten auf die Frage nach dem „Warum des Seins“ mit Theorien, allen voran der Urknalltheorie und die Evolutionstheorie. Nach allen uns bekannten biologischen und physikalischen Fakten beschreiben die Urknall- und die Evolutionstheorie so gut wie uns heute möglich aus ihrem Blickwinkel die Entstehung des Universums und der verschiedenen Arten von Lebewesen auf der Erde. Doch bleibt die Frage: Warum gab es den Urknall? Warum entstand auf der Erde überhaupt Leben? Ist dies alles gewollt? Ist mein Leben gewollt? Hat es einen Sinn und ein Ziel?
Die Religionen antworten auf diese Fragen auf ihre Weise, nämlich mit verschiedenen Ursprungserzählungen. Allein die Bibel kennt hierzu zwei ganz unterschiedliche.
Wer hat aber Recht? Die Religionen (und wenn ja, dann welche), die Naturwissenschaften, beide? Was behaupten sie genau? Warum also gibt es nun überhaupt etwas und nicht nichts?
Auf diese Fragen will die Kinderuni Vorlesung Antworten suchen.
Anmeldung
Veranstaltungsort:
Pädadogische Hochschule Ludwigsburg
Katholische Theologie/Religionspädagogik - Warum gibt es überhaupt etwas und nicht nichts?
Dozentin:
Dr. Katrin Bederna (Juniorprofessorin PH)
Donnerstag, 9. Juli, 16 Uhr
Warum ist das Geld erfunden worden?
Am Anfang der Geschichte des Menschen hatte dieser kein Geld. Wie kam es zur Erfindung des Geldes? Habt Ihr Euch darüber schon mal Gedanken gemacht? Wozu braucht man Geld? Um etwas zu kaufen. Wie haben die Menschen etwas gekauft, ehe sie Geld hatten? Sie haben getauscht.
Tauschen, das kennt Ihr. Manchmal tauscht Ihr selber, Bücher, CDs, Spiele. Aber was passiert, wenn Ihr von Eurem Freund ein Buch haben wollt und eine CD dafür anbietet, die Euer Freund nicht haben will? Der Tausch kommt nicht zustande. Dann seid ihr traurig und versucht jemanden anderen zu finden, der Euer Buch haben will und Euch dafür etwas gibt, wofür Euer Freund sein Buch hergeben würde. Darauf lauft Ihr zurück zu Eurem Freund und tauscht damit das Buch ein, was Ihr haben wolltet. Das ist ziemlich umständlich, nicht wahr? Es wäre doch viel besser, wenn es etwas gäbe, was fast alle Menschen haben wollen und mit dem man also alles tauschen könnte. Das Tauschen ist also der Grund dafür, dass das Geld erfunden wurde.
Was könnte das sein, dass alle Menschen haben wollen? Hier haben die Menschen ausprobiert. Ganz zu Anfang stand das Warengeld. Eine Ware, was ist das? Das Wort hört man heute kaum mehr. Es bezeichnet die verschiedenen Sachen, die man in einem Geschäft kaufen kann. Zum Beispiel kann man in einem Supermarkt Lebensmittel kaufen, z. B. Salz. Das Salz ist eine Ware. Alle Dinge, die gehandelt werden, sind letztlich Waren. Warengeld sind also Dinge, die jeder für einen Tausch angenommen hat und selber auch wieder zum Tauschen einsetzen konnte. Als Geld wurden unterschiedliche Dinge eingesetzt. Salz, Zucker, Reis, Pfeffer, getrocknete Fische, Muscheln usw. Als die Menschen Metall bearbeiten konnten, traten dann Metalle oder Metallmischungen an die Stelle und wie es später zu Münzen, Banknoten (eine ganz spannende Geschichte), Girokonten, Plastikkarten usw. kam, das erzähle ich Euch in der Kinderuni.
Veranstaltungsort:
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Dozentin:
Professorin Dr. Loos (FH)
Donnerstag, 23. Juli, 16.30 - 18.00 Uhr
Biologie - Gefräßige Ungeheuer oder fliegenden Edelsteine?
Das abteuerliche Leben unserer Libellen.

Libellen scheinen eine von Gegensätzlichkeiten geprägte Tiergruppe zu sein: Einerseits werden sie beschrieben als fliegende Edelsteine mit Flügeln aus Tautropfen und Sonnenschein gewebt, andererseits sind sie im Aberglauben als Augenstecher und Teufelsnadeln verschrien. Was ist die wahre Natur der Libellen – edle Steine oder mordende Ungeheuer? Sind Libellen für uns gefährlich – können sie uns stechen? Wie lange dauert ein Libellen-Leben? Wie schnell fliegen diese Tiere? Was und wie fressen sie? Die Vorlesung für Kinder gibt einen Einblick in das Spannendste aus dem Leben unserer heimischen Libellen. Dazu zeigt Prof. Dr. Armin Lude Bilder mit Musik, liest Libellengeschichten aus alten Büchern vor und bringt lebende Tiere mit.
Bei dieser Kinderuni-Vorlesung erhaltet ihr einen Sticker für euren Agenda-Pass.
Veranstaltungsort:
Pädadogische Hochschule Ludwigsburg, Hörsaal 1.201
(Kinderuni Ludwigsburg auf dem Lernfestival an der PH)
Lernfestival 2009
Anreise/Lageplan
Dozent:
Prof. Dr. Armin Lude
Donnerstag, 27. August, 16.00 Uhr (Kinderuni Ludwigsburg beim Ferienspaß 2009)
Warum und wie man im Internet - nicht (?) - lernen kann
Heute ist das Internet aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Kinder und Jugendliche benützen das Internet zum Spielen oder als Mittel für Kontakte in die ganze Welt. Nicht immer ist das ungefährlich.
Jedes Kind kennt Computerspiele. Um erfolgreich zu spielen, muss man erst lernen, wie das Spiel funktioniert. Wenn man das Spiel verstanden hat, wird man mit einem guten Platz auf der Scoreliste belohnt. Üben kann man ohne Zuschauer. Deshalb blamiert man sich auch nicht, solang man ungeschickt im Spiel ist.
Warum und wie man mit Hilfe des Internets lernen kann, wird noch viel zu wenig diskutiert. Es wird noch ein paar Jahre – hoffentlich nicht Jahrzehnte - dauern, bis Lernen im Internet das Lernen in der Schule besser ergänzt. Dann steht auch für die Lerninhalte der Schule jedem frei, so lange ohne Zuschauer zu üben, bis er oder sie mit dem Ergebnis zufrieden ist.
Wir probieren beides aus: Das Spielen und das Lernen. Dazu gehört auch Information über entsprechende Programme.
Unter dem nachfolgenden link könnt Ihr Euch nochmals die in der Vorlesung besprochenen Themen und dafür gefertigten ppt-Folien ansehen. Die Seite wurde von Herrn Professor Nestle erstellt und ist bis zum 31.12.2009 aktiv.
http://www.kinderuni-lb.de/
Veranstaltungsort:
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, Hörsaal 1.101
Dozent:
Professor a. D. Fritz Nestle
Donnerstag, 8. Oktober, 16.00 Uhr
Ethik und Gesellschaftskunde - 1 + 1 = 1 – Was war eigentlich die DDR?
Im Märchen von Dornröschen sticht sich die Prinzessin an der verzauberten Spindel und das ganze Königreich fällt in einen tiefen tiefen Schlaf, gut geschützt durch den unüberwindbaren Dornenbusch. Nach langer Zeit kommt ein Prinz, kämpft sich durch das Gestrüpp und küsst die Prinzessin aus ihrem nun bald vierzigjährigen Schlaf.
Was die DDR mit Dornröschen zutun hat. Wer hier eigentlich die Prinzessin mimt und warum der Prinz ganz friedlich kämpfte. Wie die Spindel vergiftet wurde und dass es alles Andere als märchenhaft war, in dem verschwundenen Land zu leben, werdet ihr nach einer kleinen Zeitreise in die Welt hinter dicken Mauern verstehen können. Wenn ihr besonders wachsam seid, wisst ihr am Ende sogar, warum auch Kohl eine Rolle spielte.
Literatur:
Der "DDR-Führer: Alltag eines vergangenen Staates in 22 Kapiteln" von Robert Rückel ist im Zusammenhang des Berliner DDR-Museums entstanden. Er ist die perfekte Ergänzung zur Führung durch das Museum - gibt aber auch ohne Besuch einen interesanten und optisch toll gemachten Eindruck des Lebens in der DDR.
Das Buch "Ein Land genannt die DDR" ist im S.Fischer Verlag erschienen und herausgegeben von Ulrich Plenzdorf und Rüdiger Dammann. Es gleicht einem moderenen Lehrbuch und ist für Kinder ab 10 Jahren.
Dann gibt es noch den Kinderroman von Viola Türk "Der Vorhang fällt - Ein Mädchen erlebt den Sommer 1968 in Leipzig", erschienen im Altberliner Verlag. Der Roman schildert die Auseinandersetzung eines 12-jährigen Mädchens zwischen ihrem kindlichem Verständnis und eines erwachsenen politischen Systems.
Links:
http://www1.bpb.de/themen/68PQ10,0,0,Geschichte_der_DDR.html
Der Beitrag der Bundeszentrale für politische Bildung zur DDR Geschichte mit Videos von Zeitzeugen.
http://www.welt.de/politik/article1196915/DDR_Test.html
Der Link führt zu einem DDR Quiz das ihr vielleicht alleine machen könnt aber besser noch mit euren Eltern zusammen.
http://www.youtube.com/watch?v=zawd0N2nj-o
Hier noch ein kleines Video von anderen Jugendlichen und ihr Wissen über die DDR.
Info für alle, die an der Vorlesung teilgenommen haben und noch mehr über die ehemalige DDR wissen möchten:
Im Ortsmuseum Schwieberdingen findet derzeit eine Sonderausstellung mit Alltagsspuren der DDR unter dem Titel "Pfeffischnaps und Zettiflocken" statt.
Die Ausstellung dauert noch bis zum 21. März und ist sonntags von 14.30 - 17.00 Uhr geöffnet.
Veranstaltungsort:
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, Hörsaal 1.101
Dozent/in:
Anton Kurt Krause (Studierender an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg)
Donnerstag, 12. November, 16 Uhr
Kulturmanagement - Das ABC beginnt mit Ochsenkopf. Als die Menschen schreiben lernten. Ein Rückblick in die Kulturgeschichte.
Wer Keilschrift-Tafeln oder Hierogyphen-Texte lesen will, braucht viele Jahre Studium und Übung. Denn die alten Bilderschriften Mesopotamiens und Ägyptens hatten Tausende von Zeichen, und manche von ihnen konnten mehrfache Bedeutungen haben. Dagegen liegt der Vorteil unseres Alphabets mit 26 Buchstaben auf der Hand: Es ist relativ leicht erlernbar. Unsere Schriftzeichen lassen sich in festgelegter Reihenfolge „durchbuchstabieren“ (A-B-C), und jedem Zeichen liegt ein ganz bestimmter Lautwert zugrunde.
Diese Rationalität unseres „ABC“ macht jedoch vergessen, dass die meisten unserer Buchstaben auch einmal Bildzeichen waren. Mit der Suche nach den ursprünglichen Bildern beginnt diese Vorlesung. Wir werden sehen: Einige unserer Buchstaben lassen sich sogar zurückführen bis zu den ägyptischen Hieroglyphen. Deshalb beschäftigen wir uns mit diesen „heiligen Zeichen“ ganz besonders. Dabei lüften wir auch das Geheimnis des Marken-Logos aller Bahlsen-Kekse. Und zum Abschluss kann jeder Teilnehmer seinen Namen schreiben wie ein ägyptischer Pharao.
Literaturtipps:
Von den vorliegenden Kinderbüchern, die die „Entdeckung der Buchstaben“ versprechen, ist keines zu empfehlen: Denn der spannendste Teil dieser Entdeckung – die Bilder, die den Buchstaben zu Grunde liegen – bleibt in ihnen ausgeblendet!
Bei den Jugendbüchern stehen die altägyptischen Hieroglyphen im Mittelpunkt. Hier sind zwei Autorinnen aus England zu empfehlen, deren Titel in deutscher Übersetzung und mit ausgezeichneter Illustration vorliegen:
- McDermott, Bridget (2006): Hieroglyphen entschlüsseln. Die Geheimsprache der Pharaonen lesen und verstehen, Erftstadt. (Englische Originalausgabe London 2001)
- McDonald, Angela (2008): Hieroglyphen schreiben leicht gemacht. Grüße – Redensarten – Namen – Flüche, Stuttgart. (Englische Originalausgabe London 2007)
Eine historische Gesamtdarstellung aller unserer Buchstaben lässt noch auf sich warten. Wer sich dennoch dafür – d.h. für die Herkunft der meisten Zeichen aus dem nahöstlichen Raum – interessiert, ist auf ein sehr gutes, aber älteres Büchlein angewiesen, das nur noch in Bibliotheken oder im Antiquariat zu finden ist:
- Naveh, Joseph (1979): Die Entstehung des Alphabets, Zürich u. Köln. (Englische Originalausgabe Jerusalem 1975)
Eine komplette Übersicht über die Entwicklung des Schreibens liegt in Kompaktform (auf 128 Seiten!) vor, ist jedoch in der Darstellung eher für Erwachsene als für Jugendliche gedacht:
- Haarmann, Harald (2004): Geschichte der Schrift, 2. Auflage, München.
Links:
www.kidsweb.de/abc_special/abc_reise.html
www.weiskopf.de/index.php?/article_id=92
www.de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Schrift
Veranstaltungsort:
Pädadogische Hochschule Ludwigsburg, Hörsaal 1.101
Anreise/Lageplan
Dozent: Ekkehard Jürgens M.A.
Donnerstag, 10. Dezember, 16 Uhr (max. 15 Kinder)
Kunstworkshop - Farbe + Form = Kunst?
Was ist Kunst? Darauf gibt es unzählige Antworten. DIE Antwort wird die Kinderuni nicht finden können, aber mit allen Teilnehmenden werden viele Ideen entwickelt werden und in Form und Farbe umgesetzt. Der Workshop spricht nicht nur den Kopf an, sondern bietet die Gelegenheit, ganzheitlich aktiv zu werden: Phantasie, Kreativität, Spaß, Wahrnehmung, Arbeit mit allen Sinnen ist gefragt!
Kreative Prozesse leben von ihrer Eigendynamik und sind daher unbeschreiblich spannend. Kinder gehen so auf künstlerische Entdeckungsreise.
Das Programm:
1. Eintauchen in die Malerwelt (Anziehen des mitgebrachten Malerkittels, -schürze)
2. Kennenlernen des Werkraums und der Materialien
3. Quiz rund um den Begriff „Kunst“
4. Arbeiten im Mal-Atelier
5. Gemeinsame Würdigung der entstandenen Werke
Literaturtipps:
Jürgen Trabant (Hrsg.): Die Fundgrube für den Kunst-Unterricht, Berlin 1997
Jakobine Wierz: Ich kann doch gar nicht malen! Mühlheim an der Ruhr, 2000
Konstanze Kirchner: Kinder + Kunst, Seelze-Velber, 2008
Hinweis: Der Workshop ist belegt. Es besteht bereits eine Warteliste. Weitere Anmeldungen können nicht mehr angenommen werden.
Veranstaltungsort:
Evangelische Hochschule Ludwigsburg
Anreise
Dozentin: Gabi Weiß mit Unterstützung von Studierenden der Evangelischen Hochschule
