Im Bereich des Haupteingangs wurde ein Windfang integriert, einer der Gruppenräume wurde vergrößert und ein zusätzlicher Abstellraum für Kinderwägen geschaffen. Außerdem wurde das Gebäude energetisch saniert: die Fassade und das Dach wurden gedämmt und die Fenster und Türen ausgetauscht. Zwei neue Fluchttreppen verbessern den Brandschutz. Auch die Außenanlagen wurden modernisiert. Unter anderem wurden die Wege neu gepflastert sowie eine Rampe für Kinderwägen und eine Terrasse für die Gruppe der unter Dreijährigen angelegt.
Für die Sanierung des städtischen Gebäudes hat die Verwaltung Fördergelder aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm des Bundes – dem so genannten Konjunkturpaket II – sowie dem Lärmschutzprogramms der Bahn erhalten. Insgesamt kostete die energetische Sanierung 550.000 Euro, dazu kamen 80.000 Euro für Brandschutzmaßnahmen. 375.000 Euro erhielt die Stadt aus dem Konjunkturpaket II, 45.000 Euro aus dem Lärmschutzprogramm.
Die Kindertagesheimat nimmt seit 2008 am Projekt der Evangelischen Landeskirche „Tageseinrichtungen entwickeln sich weiter zu Familienzentren“ und seit 2009 am Projekt Kinder- und Familienzentren der Stadt Ludwigsburg teil. Ziel ist es, am Ort der Kindertageseinrichtung niederschwellige, familienunterstützende Begegnungs-, Beratungs- und Bildungsangebote zu schaffen. Zum Standardprogramm der Kindertagesheimat gehören mittlerweise unter anderem Elternkurse, Themenabende, gemeinsame Fortbildungen für Eltern und Fachkräfte, eine Erziehungs- und Lebensberatung, ein Elterncafé und Eltern-Kind-Angebote. Im Zuge der Sanierungsmaßnahmen konnte auch ein neuer Beratungsraum eingerichtet werden.
Das Projekt Kinder- und Familienzentrum bei der Stadt läuft seit dem Jahr 2008. Inzwischen gibt es zehn Kinder- und Familienzentren in Ludwigsburg, zwölf sollen es werden. Zwei weitere kommen noch auf der Hartenecker Höhe und in Poppenweiler hinzu, so dass letztendlich jeder Stadtteil sein eigenes Kinder- und Familienzentrum hat. Langfristiges Ziel ist es, dass sich die Kinder- und Familienzentren in den Stadtteil öffnen und für die Familien im Stadtteil Netzwerkstrukturen mit unterschiedlichsten Kooperationspartnern schaffen.
Die Stadt Ludwigsburg fördert das Projekt mit finanziellen Mitteln aus dem Fonds Jugend, Bildung, Zukunft. Während der Projektphase erhalten die Einrichtungen über einen Zeitraum von drei Jahren 2.500 Euro pro Jahr und Gruppe. Beim Evangelischen Kinder- und Familienzentrum Kindertagesheimat mit seinen fünf Gruppen – eine Krippengruppe, eine altersgemischte Gruppe, zwei Kindergartengruppen und eine Hortgruppe ¬– sind dies 12.500 Euro pro Jahr.
Im Herbst vergangenen Jahres hat der Ausschuss für Bildung, Sport und Soziales beschlossen, das Projekt dauerhaft fortzuführen. Nach Ablauf der drei Jahre erhalten die Kinder- und Familienzentren eine Basisförderung von 3.000 Euro pro Jahr und über eine so genannte Matching-Förderung weitere 3.000 Euro (für Einrichtungen mit bis zu drei Gruppen) beziehungsweise 5.000 Euro pro Jahr (für Einrichtungen mit vier und mehr Gruppen). Matching-Förderung heißt, die Stadt verdoppelt den von Seiten des Trägers durch Spenden oder Eigenmittel eingebrachten Betrag bis zum Maximal-Betrag von 3.000 beziehungsweise 5.000 Euro.
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