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Vorlesungen 2011

Donnerstag, 12. Mai,
14.00 - 15.00 Uhr und 16.00 - 17.00 Uhr
Anmeldung ab 14. April

Veranstaltungsort:
Filmakademie Baden-Württemberg,
Kino Caligari, Seestraße, 71638 Ludwigsburg











Anfahrtsbeschreibung und Gebäudeplan

"Ein Held geht auf Reise - Warum gibt es im Film eine Hauptrolle?"

Dozent: Sebastian Weimann und Elisabeth Rautenberg (Filmakademie Baden-Württemberg)

Schon die alten Griechen wussten, dass eine gute Geschichte einen Helden braucht. Oder wimmelte es damals nur so von Abenteurern, die gegen Monster, Drachen, Schurken und Naturkatastrophen kämpften?

Die Vorlesung will zeigen, warum eine Heldengeschichte so spannend ist und warum man heute bei einem Film gern auf die griechische Mythologie zurückgreift. Mit viel Anschauungsmaterial und ein wenig Action soll den Teilnehmern in 60 Minuten beigebracht werden, wie wichtig die Hauptrolle ist, was es da für Unterschiede gibt und warum die Bösen (fast) immer verlieren.

Weimann_SebastianSebastian Weimann ist Absolvent der Filmakademie Baden-Württemberg, an der er sein Studium zum Diplom-Produzenten mit den Schwerpunkten „interaktive Medien“ und „Werbe- und Animationsfilm“ abschloss. Zusätzlich arbeitet er als freier Medienpädagoge an Schulen und im Kinderfilmhaus Ludwigsburg.




Donnerstag, 9. Juni,
16.00 - 17.00 Uhr
Anmeldung ab 12. Mai


Veranstaltungsort:
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, Hörsaal 1.101
Reutteallee 46, 71634 Ludwigsburg

Anfahrtsbeschreibung

"Warum schreibt man Englisch so anders, als man es spricht?"

Dozent: Prof. Dr. Jan Hollm (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg)

Auch wenn die englische Sprache allgegenwärtig ist und man in Deutschland sogar englisch klingende Wörter wie „Handy“ oder „Twen Tours“ erfunden hat, die kein Muttersprachler verwendet, bleibt das Verhältnis von Schreibung des Englischen und der angemessenen Aussprache doch eine stetig sprudelnde Quelle für Überraschungen. Übrigens auch für Muttersprachler des Englischen. Wie ist z. B. die Aussprache des englischen Wortes für „Ritter“, also „knight“, zu erklären, das sprachlich mit dem deutschen Wort „Knecht“ verwandt ist? Oder woher kommt die Schreibung von „Tomb Raider“ und wie wird dieser Filmtitel eigentlich richtig ausgesprochen?

Prof. Dr. Jan Hollm hat in Berlin, Wales und den USA Englisch und Geschichte studiert und an Schulen und Hochschulen in den USA und Berlin, Beeskow, Essen und Landau gelehrt. Seit 2003 ist er in der Abteilung Englisch der PH Ludwigsburg Professor für Englische und Amerikanische Literatur- und Kulturwissenschaft und deren Didaktik. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Literatur- und Sprachgeschichte, Literaturdidaktik, bilingualer Sachfachunterricht und Ecocriticism.

Aktuelle Veröffentlichungen:
Jan Hollm (Hg.). Literaturdidaktik und Literaturvermittlung im Englischunterricht der Sekundarstufe I. Trier: Wissenschaftlicher Verlag Trier, 2009.
Jan Hollm et al. „BiliReal 2012: Bilinguale Züge für Englisch und Französisch in der Realschule. Erste Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung zum Schulversuch in Baden-Württemberg.“ Beiträge zur Fremdsprachenvermittlung, Heft 49, 2010. (online abrufbar)

Hollm_jan

Donnerstag, 21. Juli,
16.30 - 18.00 Uhr
Anmeldung ab 22. Juni


Veranstaltungsort:
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, Hörsaal 1.101
Reutteallee 46, 71634 Ludwigsburg


Lernfestival_Logo




Anfahrtsbeschreibung

 

 

"Warum wird in Deutschland geturnt? 200 Jahre Turnen“ - Die Kinderuni beim Lernfestival

Dozentin: Prof. Dr. Annette Hofmann (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg)

Jeder hat schon vom Eltern-Kind-Turnen oder dem Kinderturnen gehört oder sogar selbst mitgemacht. Doch wie hat es sich oder auch das Gerätturnen eigentlich entwickelt? Prof. Dr. Annette R. Hofmann zeigt in Ihrer Vorlesung, dass Turnen schon immer mehr war als nur Sport. Das Turnen ist nicht nur in seinen Wurzeln eine spezifisch deutsche Körperkultur, sondern auch ein Stück deutsche Kulturgeschichte.

1811 errichtete der sogenannte Turnvater Friedrich Ludwig Jahn in der Berliner Hasenheide einen ersten öffentlichen Turnplatz mit verschiedenen Turngeräten und Klettergerüsten zur „körperlichen Ertüchtigung“ der männlichen Jugend. Er versammelte dort an schulfreien Nachmittagen Schüler aus den Gymnasien Berlins, später auch Männer aus überwiegend bürgerlichen Kreisen. Das Besondere war, dass erstmals im Freien, in aller Öffentlichkeit und für jeden zugänglich Leibesübungen ermöglicht wurden. Zur Finanzierung der Geräte wurden freiwillige Beiträge verlangt. Turner, die nicht so viel Geld hatten, konnten umsonst turnen. Die Turnkleidung war aus billigem Leinen und für alle gleich. Die Ansprache auf dem Turnplatz erfolgte mit dem brüderlichen „Du“.

Das Turnen hat sich zu einer überregionalen und nationalen „Körperkultur“ entwickelt und wurde auch von politischen Zusammenhängen beeinflusst. So entstand nach und nach unser bis heute bestehendes Sportsystem, bei dem jeder, ob arm oder reich, freiwillig mitmachen kann. Heute turnen rund 5 Millionen Mitglieder unter dem Dach des Deutschen Turner-Bundes in über 20.000 Turnvereinen und Turnabteilungen.

Als Verband für Turnen und Gymnastik vereint der DTB neben dem Gerätturnen eine breite Palette von Sportarten, die gemäß des turnerischen Grundprinzips der Vielseitigkeit sowohl als Wettkampf- und Breitensport als auch als Fitness- und Gesundheitssport für Frauen und Männer jeden Alters angeboten werden. Zudem gehört zu einem der wichtigsten Kernstücke der heutigen Turnbewegung das vielseitige Kinderturnen.

Annette Hofmann ist die Vizepräsidentin des Deutschen Turner-Bundes (DTB) und Präsidentin der Internationalen Vereinigung für die Geschichte der Leibeserziehung und des Sports (ISHPES).
Ihre Forschungsschwerpunkte sind Sport mit chronisch kranken Menschen, Interkulturelle Aspekte des Sporttreibens in Schule und Verein und verschiedene Themen der Sportgeschichte.

Hofmann_Annette

Donnerstag, 11. August,
16.00 - 17.00 Uhr
Anmeldung ab 14. Juli

Veranstaltungsort:
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, Hörsaal 1.101
Reutteallee 46, 71634 Ludwigsburg

Anfahrtsbeschreibung

"Vom Lolly bis zum Handy - was darf ich von meinem Taschengeld kaufen?" - Die Kinderuni beim Ferienspaß

Dozentinnen: Christina Harth, Margareth Kloster, Christina Peters, Carolin Ridinger, Lisa Schäfer
(Studierende an der Hochschule für Öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg)

Die Vorlesung befasst sich mit dem Thema Rechts- und Geschäftsfähigkeit Minderjähriger. Hauptsächlich werden hierbei der Taschengeldparagraph (§110 BGB) behandelt. Dieser wirft einige Fragen auf:

  • Ab wann dürfen Minderjährige etwas von ihrem Taschengeld kaufen?
  • Was dürfen sie kaufen, was nicht?
  • Welche Arten von Rechtsgeschäften spielen dabei eine Rolle?
  • Inwieweit bedarf es einer Einwilligung bzw. Genehmigung der Eltern?

Spielerisch wollen Christina Harth, Margaret Kloster, Christina Peters, Carolin Ridinger und Lisa Schäfer auf diese Fragen eingehen und die jungen Zuhörer über ihre Rechte und Pflichten bei Abschluss eines Geschäfts aufklären.

Christina Harth, Margaret Kloster, Christina Peters, Carolin Ridinger und Lisa Schäfer studieren an der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg (HVF) Steuerrecht. Dieser duale Studiengang beinhaltet auch mehrere Praxisphasen, welche sie im Finanzamt Heidelberg absolvieren. Als Studenten der HVF halten sie ihm Rahmen ihres Studiums eine Projektarbeit, bei der in kleinen Gruppen selbst bestimmte Themen erarbeitet werden sollen. Diese Arbeit erstreckt sich über einen Zeitraum von circa einem Jahr und dient der Förderung von sozialen Kompetenzen wie zum Beispiel Team- und Kommunikationsfähigkeit. Den Abschluss bildet eine Präsentation vor der Hochschulleitung und einigen Dozenten. Im Zuge dessen haben sich Christina Harth, Margaret Kloster, Christina Peters, Carolin Ridinger und Lisa Schäfer für einen Vortrag im Rahmen der Kinderuni entschieden, um zu erfahren, ob und wie man Kinder für ein juristisches Thema begeistern kann.

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Donnerstag, 13. Oktober,
16.00 - 17.00 Uhr
Anmeldung ab 15. September

Veranstaltungsort:
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, Hörsaal 1.101
Reutteallee 46, 71634 Ludwigsburg

Anfahrtsbeschreibung

"Spinnen die Römer? Asterix und die Welt des Römischen Reichs"

Dozent: Prof. Dr. Tobias Arand (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg)

Das Bild, das sich Kinder und Jugendliche von den Römern machen, ist in der Regel durch die Medien der modernen Unterhaltungskultur geprägt: Filme, Computerspiele oder Comics. Unter den Comics mit historischem Hintergrund dürfte die Serie der Asterix-Hefte wohl noch immer zu den populärsten zählen.

Der Vortrag wird gemeinsam mit den Protagonisten Asterix, Obelix und Idefix durch die Comics streifen und einzelne Episoden sowie Bilder auf ihre historische Trifftigkeit hin untersuchen. Was entspricht in den Heften tatsächlich der römischen Antike und was entspringt der Phantasie der Autoren? Um sich diesen Fragen aber widmen zu können, muss auch ein zentrales Problem jeder historischen Forschung in diesem Zusammenhang angesprochen werden: Woher wissen wir überhaupt etwas über die Vergangenheit?
Insgesamt wird der Vortrag versuchen, nah an den Comicstellen zu bleiben und ausgewählte Bild- und Textquellen mit den Kindern gemeinsam zu deuten.

Arand_Tobias



Donnerstag, 10. November,
16.00 - 17.00 Uhr
Anmeldung ab 13. Oktober

Veranstaltungsort:
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, Hörsaal 1.101
Reutteallee 46, 71634 Ludwigsburg

Anfahrtsbeschreibung

"Da liegt der Hase im Pfeffer. - Redensarten: Was sie bedeuten und wo sie herkommen"
Dozentinnen: Kerstin Alber und Nicole Neumeister (beide Pädagogische Hochschule Ludwigsburg)

Susi hat wieder einmal keine Lust ihr Zimmer aufzuräumen; auch wenn Oma zu Besuch bekommt. Eine Stunde vor Omas Ankunft kommt Susis Mutter ins Zimmer. Vor lauter Schreck über die Unordnung ruft sie laut: „Da wird ja der Hund in der Pfanne verrückt. Willst du, dass Oma Gundula die Haare zu Berge stehen, wenn sie dein Zimmer sieht?“ Susi versteht kein Wort „Warum ist der Hund in der Pfanne und warum wird er verrückt und wieso stehen Omas Haare auf einem Berg?“, fragt sie verwundert.
Bestimmt hast du erkannt, wo Susis Problem liegt: Sie kennt die Bedeutung der beiden Redensarten „Da wird der Hund in der Pfanne verrückt“ und „Jemanden stehen die Haare zu Berge“ nicht. Denn um Redensarten zu verstehen, darf man die Bedeutung der einzelnen Wörter nicht wörtlich nehmen, sondern man muss die Bedeutung der Redensart insgesamt kennen. Das ist dann so, als ob man ein neues, langes Wort kennen lernt.

Aber wer kam auf die komische Idee, dass man, wenn man sich sehr aufregt, sagt, dass einem die Haare zu Berge stehen? Wenn man frisch gewaschene Haare hat, kann es schon einmal passieren, dass die Haare sich aufladen und dann vom Kopf abstehen. Hat das also etwas mit Elektrizität zu tun? Dass man also „unter Strom steht“ (schon wieder eine Redensart!).

Wenn du wissen willst, woher die beiden Redensarten kommen und noch viele neue Redensarten und deren Ursprung kennen lernen willst, dann bist du bei uns genau richtig. Wir sind schon „Feuer und Flamme“!

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Donnerstag, 8. Dezember,
16.00 - 17.00 Uhr
Anmeldung ab 9. November

Veranstaltungsort:
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, Hörsaal 1.101
Reutteallee 46, 71634 Ludwigsburg

Anfahrtsbeschreibung

"Machen Fernsehen und Internet dick und dumm?"
Auswirkungen von Bildschirmmedienkonsum auf die Gesundheit von Kindern

Dozentin: Prof. Dr. Heike Stammer
(Evangelische Hochschule Ludwigsburg)

Die Presse berichtet zunehmend über Gesundheitsprobleme und seelische Probleme von Kindern: Kinder leiden immer häufiger an Übergewicht und entwickeln schon früh ernährungsbedingte Krankheitsbilder, die durch Bewegungsarmut oft noch verstärkt werden. Auch werden immer mehr Kinder von ihren Ärztinnen und Ärzten als depressiv eingeschätzt oder leiden an einer Aufmerksamkeits-Defizit-Störung, beides Beeinträchtigungen, die sie am Lernen hindern können. Mobbing und Gewalt an Schulen scheinen Alltag zu sein.
Die Forschung versucht Ursachen für diese Probleme aufzudecken:
Untersuchungen zeigen, dass der Fernseh- und Internetkonsum schon in sehr frühen Jahren immer weiter zunimmt, bereits Grundschülerinnen und Grundschüler besitzen häufig schon Handys. Bei älteren Kindern gibt es nur wenige, die über keinen eigenen Computer und über ein eigenes Handy verfügen.
Nun stellt sich vielen Erwachsenen die Frage, ob die Probleme von Kindern mit ihrem Bildschirmmedienkonsum etwas zu tun haben könnten.
Viele Eltern versuchen den Medienkonsum ihrer Kinder einzuschränken, um sie vor möglichen negativen Folgen zu schützen. Anderen Eltern fällt es häufig schwer, sich von den Konsumwünschen ihrer Kinder, was elektronische Bildschirmmedien und immer leistungsfähigeren Mobiltelefonen angeht, abzugrenzen. Viele Eltern glauben auch, dass die neuen Medien die Kinder in ihrer Entwicklung unterstützen.

Die Vorlesung beschäftigt sich mit den Ergebnissen der wissenschaftlichen Forschung dazu und soll helfen mitzudiskutieren und für sich selbst eine eigene Meinung zu diesen Fragen zu bilden.

Links

www.BZgA.de

www.mpfs.de

www.flimmo-fachportal.de

www.bundespruefstelle.de

www.chatten-ohne-risiko.de

Literaturtipp

Spitzer, Manfred: Vorsicht Bildschirm! Elektronische Medien, Gehirnentwicklung, Gesundheit und Gesellschaft. 7. Auflage, 2011

Heike Stammer, Jg.1962, Prof. Dr. sc. hum, Diplompsychologin, Psychologische Psychotherapeutin, Systemische Familientherapeutin und Supervisorin, ist seit September 2007 an der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg als Professorin für Psychologie. Sie bietet Lehrveranstaltungen zu Entwicklungspsychologie, Entwicklungsbeeinträchtigungen und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen, sowie Kommunikationstheorien und psychosozialer Beratung an. Praxisschwerpunkte: Einzel-, Paar- und Familientherapie v.a. bei körperlichen Störungen; Supervision in Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, Beratungseinrichtungen und in Kliniken.
Die Publikationsliste findet sich auf der Homepage der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg.



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