Nutzer stellen der Stadtbibliothek ein gutes Zeugnis aus

Bei einer Kundenbefragung konnten die Nutzerinnen und Nutzer der Stadtbibliothek vom 22. Dezember bis zum 31. Januar detailliert ihre Meinung zur Bibliothek und deren Angeboten äußern. Nun liegt das Ergebnis vor – und das kann sich sehen lassen. In allen Bereichen überwiegt die Zufriedenheit deutlich. Ganz vorne in der Gunst der Bürger liegt das Personal der Stadtbibliothek.

Die Bibliothekskundinnen und -kunden machten von der Möglichkeit, ihre Meinung in Wertungsskalen sowie in frei formulierten Texten zu äußern, regen Gebrauch. 729 Fragebögen wurden ausgewertet. „Mit dem Ergebnis der Umfrage erhält die Bibliothek die erwünschte Rückmeldung über die Zufriedenheit mit den seit Herbst 2015 neuen Räumlichkeiten, die Qualität der Dienstleistungen sowie wichtige Anregungen für künftige Verbesserungen und Weiterentwicklungen“, äußert sich Thomas Stierle, der Leiter der Stadtbibliothek, erfreut.
Fast ausschließlich Lob gab es für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtbibliothek. 96 Prozent schätzten die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit des Personals als sehr gut beziehungsweise gut ein – der Spitzenwert in der gesamten Befragung. Das habe das Team sehr gefreut, erzählt der Leiter der Bibliothek.

Knapp dahinter, an zweiter Stelle, wurden die intelligenten Rückgaberegale – das sind Regale, die die Medien elektronisch erkennen – mit einem Zufriedenheitswert von 95 Prozent bewertet. Die Stadtbibliothek war eine der ersten Bibliotheken, die auf die neue Technik setzte – diese Entscheidung hat sich offensichtlich als die richtige erwiesen. Solch Innovationsfreude blieb auch bei den Besuchern der Bibliothek nicht unentdeckt: „Ein so munteres sich Fortentwickeln in Richtung neue Medien, Innovation im Kundenverkehr habe ich bei einer Stadtbibliothek noch nicht gesehen!“, schreibt etwa ein Nutzer in einem Kommentar lobend.

Die Kundenbefragung zeigte auch, dass die Benutzerinnen und Benutzer in vielen Lebensbereichen von den Angeboten der Stadtbibliothek profitieren: der Lebensbereich Unterhaltung und Entspannung wird mit 61 Prozent am häufigsten genannt. Jeder zweite nutzt die Einrichtung für die  persönliche Weiterbildung, für Freizeitinteressen und Reiseplanungen. Kinder und Familie sowie kulturelle und kreative Interessen folgen mit je rund 45 Prozent. 38 Prozent gaben an, von der Stadtbibliothek in Sachen Gesundheitsbildung profitiert zu haben, 37 Prozent sagen das über ihre berufliche Bildung. Jede zwölfte Nennung unterstreicht, dass die Stadtbibliothek das ehrenamtliche Engagement unterstützt habe.

„Das sind bemerkenswerte Zahlen, die zeigen, dass die Stadtbibliothek gesellschaftlich und im Leben vieler Personen eine wichtige Rolle einnimmt“, so Stierle. Auf der Suche nach neuen Sichtweisen und Ideen wurden beträchtliche 37 Prozent aller Befragten in der Stadtbibliothek fündig. Im Durchschnitt nennt jede befragte Person mehr als fünf Lebensbereiche, in denen sie von der Stadtbibliothek profitiert. „Danke für die vielen Bücher und Zeitschriften, die ich in der Bibliothek ausleihen durfte. Sie haben mein Leben bereichert. Seit über 50 Jahren bin ich Leser ihrer Bücherei und freue mich über die großartige und gelungene Wandlung“ schreibt eine Nutzerin.

Für welche Zwecke wird die Stadtbibliothek genutzt? Aus den Antworten lässt sich die veränderte Rolle von öffentlichen Bibliotheken sehr deutlich ablesen. Dass 88 Prozent der Befragten Medien ausleihen, überrascht wenig. Beim Blick auf die anderen Nutzungsgründe wird aber auch deutlich, dass die Bibliothek als Aufenthalts- und Arbeitsort immer wichtiger wird: 41 Prozent der Befragten nutzen Medien direkt vor Ort, 24 Prozent lernen und arbeiten in den Räumlichkeiten der Bibliothek, 19 Prozent besuchen Veranstaltungen, 10 Prozent kommen, um die Computerarbeitsplätze zu nutzen und 9 Prozent treffen Freunde oder Bekannte. Ein Ergebnis, das sich auch mit den Beobachtungen von Stierle deckt: „Die Gruppenarbeitsplätze, Lese- und Lernplätze sind fast durchgehend belegt und erfreuen sich großer Beliebtheit.“ Durch die Erweiterung wurden zwar deutlich mehr Sitzmöglichkeiten geschaffen, die Lernplätze werden trotzdem knapp, weil sich die Besucherzahl erhöht hat. 16 Prozent der Befragten bemängeln, dass sie oft keinen freien Platz in der Bibliothek finden.

Aus den Antworten auf die Frage nach der Besuchshäufigkeit geht hervor, dass die Stadtbibliothek auf viele treue Nutzer setzen kann. 40 Prozent gaben an, mehrmals im Monat die Bibliothek zu besuchen, 21 Prozent der Befragten kommen gar mindestens einmal in der Woche in die Bibliothek. Dazu passen auch die hohen Zufriedenheitswerte in den Bereichen Medienqualität und der allgemeinen Aufenthaltsqualität. Letztere bewerteten 89 Prozent mit sehr gut oder gut. Die Räumlichkeiten werden als sehr hell und freundlich beschrieben und die Atmosphäre als sehr angenehm empfunden. Auch der neu gestaltete Kinderbereich und der Lesegarten werden sehr lobend erwähnt. 11 Prozent kritisierten die Aufenthaltsqualität als weniger gut oder schlecht. Ihnen missfiel vor allem die gelbe Farbe des Bodens, die Luftqualität und die Beleuchtung. Letztere wurde im neuen Bereich teilweise als zu grell, im älteren Teil als zu schwach empfunden wird. Auch Störungen durch andere Besucher wurden genannt.

Im Verhältnis zu anderen Themen wurden die Orientierung und das Leitsystem der Stadtbibliothek etwas schlechter bewertet. Etwa jeder Dritte fand die Raumaufteilung eher verwirrend. Ganz überraschend kommt das für Thomas Stierle nicht: „Durch die recht verwinkelte Gebäudestruktur hat die Stadtbibliothek in diesem Bereich nicht die besten Voraussetzungen, für eine einfache Übersichtlichkeit zu sorgen.“ Dennoch ist das Bibliotheksteam an diesem Thema dran, zum Beispiel mit einer besseren Wegweisung. Ebenfalls etwas kritischer wurde der Online-Katalog bewertet. Den sieht auch die Belegschaft der Stadtbibliothek als nicht mehr zeitgemäß an und ist auf der Suche nach besseren Lösungen. Im Laufe dieses Jahres soll es erste Verbesserungen geben.

Immer umfangreicher werden die digitalen Angebote der Stadtbibliothek. Hier sollte durch die Kundenbefragung ermittelt werden, wie deren Bekanntheitsgrad und das Interessenspotential bei den Bibliotheksbesuchern ausfällt. Den am längsten etablierten Dienst, die Onlinebibliothek-LB, das Portal zum Download von E-Medien, kennen 76 Prozent. Bei den anderen Angeboten gibt es noch erhebliches Potential, die Bekanntheit zu steigern.

Die E-Learning-Plattform ist immerhin bei 37 Prozent bekannt, über das Press-Reader- Portal mit über 5000 Zeitungen und Zeitschriften weltweit wissen erst 18 Prozent Bescheid. Interesse dafür haben 28 Prozent der Befragten bekundet. „Die digitalen Angebote sind bequem von zuhause aus nutzbar, es wird aber noch einige Zeit dauern, bis sie breit bekannt sind. Der Markt ist in diesem Bereich sehr in Bewegung, es gibt ständig neue Angebote, die wir uns nicht alle werden leisten können und von denen noch nicht klar ist, ob sie sich dauerhaft etablieren“, sagt Stierle.

Mit ihrer Umfrage erreichte die Stadtbibliothek alle Altersgruppen. Am zahlreichsten war die Gruppe der 50- bis 69-Jährigen mit 37 Prozent vertreten, gefolgt von den 30- bis 49-Jährigen. Aber auch die Ansichten der jüngeren Bibliotheksnutzer im Alter von 14 bis 17 Jahren wurden mit 11 Prozent gut abgebildet.

Über die Bewertungsskalen und Auswahlmöglichkeiten der online und vor Ort durchgeführten Befragung hinaus wurden mehr als 800 Einzelhinweise und Kommentare abgegeben. Das Team der Stadtbibliothek dankt für die intensive Beteiligung und wertet alle Hinweise sorgfältig aus. Als Fazit kann auch ein schwäbischer Kommentar dienen: „I ben arg zfrieda ond han gar koin Grond zum Beklaga.“

Das ausführliche Ergebnis der Kundenbefragung kann auf der Homepage der Stadtbibliothek unter www.stabi-ludwigsburg.de abgerufen werden.

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