Geschichte von Poppenweiler

Dorfmuseum

Erstmals schriftlich erwähnt ist das ehemalige Bauerndorf als Bobbenwilare in einer Urkunde aus dem Jahr 1122. Seinen Namen hat es vermutlich einem Adelsgeschlecht zu verdanken. Um das Jahr 1000 erschienen in der Gegend die "Grafen von Laufen". Viele männliche Familienmitglieder hießen Boppo (Poppo) mit Vornamen. Sie hatten in der Umgebung und auf der Gemarkung des heutigen Poppenweiler Grundbesitz. Der Name könnte auch auf einen alemannischen Sippenführer namens Boppo zurückgehen.

Im Dreißigjährigen Krieg durch Franzoseneinfälle 1688 und 1698 und im Spanischen Erbfolgekrieg 1707 wurde Poppenweiler mehrmals zerstört. Auf dem alten Grundriss wurde der Ort im 18. Jahrhundert wieder aufgebaut. Bis heute zeigt Poppenweiler die Merkmale eines typischen Haufendorfs mit einem dichten Netz unregelmäßig und strahlenförmig zusammenlaufender Straßen und Gassen. Sie treffen zum Beispiel am Rathaus und am Kelterplatz, dem höchsten Punkt des Orts, zusammen.

Die Poppenweiler Bauern betrieben von je her Obst- und Ackerbau. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Dank der guten Lage am Neckar spielte auch Wein schon immer eine große Rolle. Wengerter, wie die Weinbauern hier zu Lande genannt werden, gibt es auch heute noch zahlreiche im Ort. Viele betreiben den Weinbau nur noch als Nebenerwerb oder für den Eigenbedarf. Für die Vermarktung ihrer Weine sind die meisten Wengerter in der Erzeugergenossenschaft Marbach organisiert.

Mit Berühmtheiten ist Poppenweiler nicht reich gesegnet. Von einem jedoch haben alle schon gehört: von Paul Scholpp (1914 - 1954). Dass der über den Ort hinaus bekannte Kunstmaler auch heute noch ein Begriff ist, dafür hat Scholpp selbst gesorgt. Schon zu Lebzeiten organisierte er jährlich Feste für Kinder im Ort. Nach seinem Tod, so verfügte er, sollte ein Teil seines Nachlasses eben dafür verwendet werden. Heute kümmert sich eine Stiftung um das Erbe. Das Kinderfest findet alle zwei Jahre statt.

Poppenweiler ist nach Eglosheim, Oßweil und Pflugfelden der viert älteste Stadtteil Ludwigsburgs. Lange kämpften die Bürgerinnen und Bürger um ihre Unabhängigkeit. Schließlich zwang die Gemeindereform auch die hartnäckigsten Gegner zu einer Entscheidung. Ein Zusammenschluss mit Marbach wurde bald verworfen. Schweren Herzens entschloss sich der Gemeinderat für Ludwigsburg. Poppenweiler wurde, als letzter der Ludwigsburger Stadtteile, am 5. Juni 1974 eingemeindet.

 

 

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