Radverkehr in Ludwigsburg

Aktuelle Hinweise

Radroute über Marbacher Straße ist eröffnet

Der neue Radweg Marbacher Straße verbindet den Stadtteil Neckarweihingen mit der Innenstadt. (Foto: Benjamin Stollenberg)

Gemeinsam mit Oberbürgermeister Werner Spec und Bürgermeister Michael Ilk hat der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann am Samstag, 6. April 2019, den neuen Radweg Marbacher Straße offiziell eröffnet. Der 2,2 Kilometer lange Radweg führt vom Stadtteil Neckarweihingen zum Heilbronner Torhaus in der Schlossstraße. Er ist ein wichtiger Bestandteil des Radroutenkonzepts für Ludwigsburg.

Für den Bau des Radwegs lagen die Gesamtkosten bei rund 980.000 Euro. Das Land Baden-Württemberg förderte das Bauvorhaben mit 451.000 Euro, was dem Förderhöchstsatz entspricht. Um Platz für Radfahrende zu schaffen, wurden die bisherigen vierspurigen Abschnitte in der Marbacher Straße zum Teil auf zwei überbreite Fahrstreifen reduziert. Damit bietet der neue Radweg insbesondere für Pendlerinnen und Pendler aus Neckarweihingen eine attraktive Alternative, um in die Ludwigsburger Innenstadt zu gelangen.

Fahrradfreundliche Kommune

„Die Fertigstellung des Radwegs ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer noch fahrradfreundlicheren Kommune“, betont Bürgermeister Michael Ilk. „Die Stadt Ludwigsburg will Radfahren als selbstverständliche, umweltfreundliche und günstige Art der Fortbewegung fördern und eine fahrradfreundliche Mobilitätskultur etablieren.“

Die Marbacher Straße ist die erste von insgesamt zehn Hauptrouten des Radverkehrs im Ludwigsburger Radroutenkonzept. Diese Hauptradrouten sollen die Stadtteile miteinander verbinden und Schritt für Schritt realisiert werden. Geplant sind möglichst umwegfreie und steigungsarme Verbindungen, die attraktiv und sicher zugleich gestaltet sind.

Teil des Green City Masterplans

Der Ausbau der Radinfrastruktur ist außerdem ein wesentlicher Baustein im Green City Masterplan, mit dem die Stadt Schadstoffe reduzieren und Fahrverbote vermeiden möchte. Die weiteren drei Bausteine sind eine schnelle Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), die Elektromobilität sowie die Digitalisierung der Verkehrsleittechnik.

Gemeinderatsbeschluss zur Marbacher Strasse

Der Gemeinderat hat am 27. Juli 2016 die überarbeitete Planung zur durchgehenden Führung des Radverkehrs über Rad- und Schutzstreifen längs der Marbacher Straße als Hauptradroute im Entwurf beschlossen. Mehr Informationen dazu im Bürgerinfosystem unter dem folgenden Link:

In dieser Plandarstellung finden sich einige der wichtigsten Details zu der geplanten Radroute:

Fortschreibung des Radroutenkonzepts 2025

Der Ludwigsburger Gemeinderat hat als Basis der zukünftigen infrastrukturellen Förderung des Radverkehrs das "Radroutenkonzept 2025" der Planungsgruppe Kölz für weitergehende Untersuchungen und Planungen mit dem Ziel beschlossen, Ressourcen vor allem auf die wesentlichen Routen und lange bestehenden Netzlücken zu konzentrieren. Bei der schrittweisen Umsetzung des Konzeptes bestimmen die Anforderungen des Schulradverkehrs die Priorität von Maßnahmen entscheidend mit.

Dieses Projekt wurde im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative gefördert (siehe Projektdaten). Neben der Fortentwicklung des Radroutenkonzepts waren auch der Runde Tisch zur Schillerstraße und die Mobilitätserhebung an den weiterführenden Schulen in Ludwigsburg Bestandteil des Projekts.

Projektdaten: Erhöhung der Wegeanteile des nicht-motorisierten Verkehrs

Titel: KSI: Erhöhung der Wegeanteile des nicht-motorisierten Verkehrs durch ein Konzept baulicher, verkehrsregelnder und administrativer Maßnahmen in Verbindung mit intensivierter Beteiligung und Öffentlichkeitsarbeit.

Laufzeit des Vorhabens: Oktober 2011 bis Dezember 2013.

Förderkennzeichen: 03KS2740

Gefördert im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: www.bmu-klimaschutzinitiative.de Projektträger Jülich www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen

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Fahrradfreundliche Kommune

Die Stadtverwaltung Ludwigsburg will den Radverkehr nachhaltig voranbringen. Deshalb sind wir auch Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK-BW).

Gemeinsames Ziel des Landes Baden-Württemberg und der AGFK-BW: Radfahren als selbstverständliche, umweltfreundliche und günstige Art der Fortbewegung fördern und eine fahrradfreundliche Mobilitätskultur etablieren.

Das geht am besten im Team. Als Mitglied des kommunalen Netzwerks profitieren wir vom Erfahrungsaustausch, zum Beispiel auf Fachseminaren oder bei Arbeitskreistreffen, und von der Arbeit der Geschäftsstelle, die das als Verein organisierte Netzwerk koordiniert.

Weitere Informationen, Kommunen, die auch bereits fest im Sattel sitzen, und aktuelle Projekte finden Sie auf den Internetseiten des Vereins: www.agfk-bw.de

Mit diesem Video aus der Kampagne "Tu's aus Liebe" ruft die AGFK-BW zu mehr Rücksicht im Straßenverkehr auf:

RAT zum Rad gefragt

Land erstellt einen Radverkehrsplan

Aktuell erstellt das baden-württembergische Verkehrsministerium einen Radverkehrsplan des Landes und bietet den Bürgerinnen und Bürgern erstmalig die Möglichkeit daran mitzuwirken. Der Plan wird die konzeptionelle und strategische Grundlage für die Radverkehrsentwicklung und -förderung in Baden-Württemberg für die nächsten Jahre.

Für den Plan werden Antworten auf viele Fragen rund ums Rad gesucht.Gefragt ist die Alltagserfahrung als Radfahrerin und Radfahrer. Mit der Unterstützung und dem Mitwirken wird dieser Plan die "Radkultur" und die Infrastruktur fürs Rad im Land verbessern. Alle sind eingeladen, ob jung oder alt, ob Renn- oder Genussradler, bei Befragungen und Workshops mitzumachen. Mehr dazu auf www.radkultur-bw.de oder im Flyer zur Landesradverkehrsbefragung (446,9 KiB).

Runder Tisch zum Radverkehr

Zur Förderung des Radverkehrs haben die Stadtverwaltung und die Radwegeinitiative Ludwigsburg 2009 einen Runden Tisch gebildet. Bei den Sitzungen des Runden Tischs wird über Maßnahmen und Prioritäten diskutiert, die das Radwegenetz verbessern sollen. Hier finden Sie zum Beispiel den aktuellen Flyer über Radrouten und Radwege in Ludwigsburg. (1,922 MiB)

Ein besonderes Anliegen der Initiative sind sichere und gut befahrbare Verbindungen aus allen Stadtteilen in die Innenstadt und zu den Schulzentren. Generell möchte die Initiative den Belangen des Radverkehrs als gesunde, energiesparende und umweltschonende Fortbewegungsart mehr Gewicht in Entscheidungsprozessen verschaffen. Aktuelle Informationen zur Verbesserung der Verbindungen finden Sie zum Beispiel hier auf der Seite mit dem Thema Radschulwege.

Die Organisatoren des Runden Tischs freuen sich auf eine rege Beteiligung der Bürgerschaft an den Diskussionsrunden.

Ergebnisse/Arbeitsmaterial:

Die Arbeitsgruppe Radverkehr bei der Stadtverwaltung besteht aus:
Gerhard Ressler (Fachbereich Stadtplanung und Vermessung) - Konzept / Planung
Oskar Frühwirth (Fachbereich Tiefbau und Grünflächen) - Radwegebau / Mängelbeseitigung
Jutta Kernstock (Stabstelle DIII) - Koordination / Kommunikation

Runder Tisch Schillerstraße

Die Schillerstraße ist als Verbindung zwischen der West- und der Innenstadt mit dem zentralen Schulcampus eine der wichtigsten Radachsen in Ludwigsburg. Auf einem Radstreifen kann man dort schon seit langem stadteinwärts relativ sicher fahren.

Auch auf dem Rückweg aus der Stadtmitte sollte man sicher mit dem Rad unterwegs sein - Problem dabei nur: der Straßenraum für einen zweiten Radstreifen war bisher nicht vorhanden.

Abwägung der Interessen

Bei einem Runden Tisch am 16. März 2012 wurde kontrovers diskutiert: Was sollte mit den vorhandenen Stellplätzen und Lieferzonen an der Schillerstraße geschehen, konnte man hier verzichten? Es ging um die Abwägung der Interessen mit dem Autoverkehr und den Einzelhändlern.

Vor allem die anliegenden Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe befürchteten Umsatzeinbußen und Kundenverlust bei einem Verzicht auf die Parkplätze.

Nun hat der Gemeinderats-Ausschuss für Bauen, Technik, Umwelt am 26. April 2012 beschlossen, in einer Testphase vor dem in einigen Jahren vorgesehenen Umbau beidseitig sogenannte Radschutzstreifen zu markieren und dafür auf die Parkplätze zu verzichten. Lediglich zwei Lieferzonen bleiben bestehen.

Neue Richtlinien

Vorangegangen waren diesem Beschluss Planungsüberlegungen der Verwaltung nach dem Erscheinen neuer Richtlinien für den Radverkehr sowie der öffentliche Runder Tisch mit verschiedenen Interessenvertretern (Anliegern, Schulen, Gemeinderäten, Radwegeinitiative, IHK usw.).

Das Protokoll des Runden Tisches, die dort gezeigte Präsentation sowie den Plan der Radwegführung während des Testlaufs finden Sie unter beigefügten Links:

Schulradwege in Ludwigsburg

Der Runde Tisch der Radweginitiative setzt sich dafür ein, die Schulwege in Ludwigsburg sicherer zu gestalten. Beispiel dafür ist die Schillerstraße, wo jetzt Schutzstreifen für Radfahrer angelegt wurden.

Da fast die Hälfte der Schüler mit dem Fahrrad zur Schule fährt, werden beim Campus in der Innenstadt circa 750 Fahrräder abgestellt. Damit diese nicht ungesichert abgestellt werden müssen, wurden dort 160 Fahrradbügel aufgestellt. Durch diesen Anreiz hat sich der Anteil der radfahrenden Schüler nochmal erhöht.

Aktion sicherer Schulweg

Zudem gibt es die „Aktion sicherer Schulweg“, bei der bis zum Ende des nächsten Schuljahres Schulradwegpläne aufgestellt werden. Die Planung wird vom Innenministerium unterstützt und seit März durch ein landeseinheitliches Softwareverfahren begleitet.

Zudem werden im Radwegekonzept 2025 der Stadt die Ansprüche an ein sicheres und lückenloses Radschulwegenetz berücksichtigt.

Fahrradabstellanlagen

In Ludwigsburg gibt es mittlerweile mehrere Möglichkeiten, sein Fahrrad sicher abzustellen. Die Radweginitiative setzt sich dafür ein, dass es in der Innenstadt mehr Fahrradbügel gibt. Erst 2011 wurden davon 400 neue installiert. Im Flyer „Radrouten“ sind alle Standorte mit mehr als zehn solcher Abstellmöglichkeiten eingezeichnet. An den metallenen, etwa 1,20 Meter langen Bügeln in Kniehöhe kann man sein Fahrrad jeweils anketten.

Wer sein Fahrrad lieber im Trockenen weiß, ist mit den Fahrradboxen des ADFC gut bedient. Diese findet man am Bahnhof Ludwigsburg, an der Haltestelle Favoritepark und in Hoheneck am Neckartalradweg. Insgesamt gibt es 96 solcher abschließbarer Boxen die nicht nur Platz für das Fahrrad bieten, sondern auch Helm und Regenkleidung sicher verstauen.

Parkhaus und Mietservice für Drahtesel

Seit Anfang 2010 gibt es beim Westausgang des Bahnhofs ein Parkhaus für Fahrräder. Die vom ADFC zertifizierte Radstation bietet Platz für 320 Fahrräder. Mehr dazu auf der Seite der Radstation