Urban Gardening

Was ist Urban Gardening?

Im Jahr 2050 werden fast 80 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben.

Und alle wollen auch weiterhin Früchte und Gemüse essen. Aber bis das auf dem Teller landet, müssen weite Wege zurückgelegt werden – was immer teurer wird und zunehmend der Umwelt schadet. Zudem verschlechtern sich Arbeitsbedingungen in anderen Ländern und Kontinenten, wodurch Arbeiterinnen und Arbeiter in der Lebensmittelindustrie ausgebeutet werden. Mehr Essen, größere Vielfalt und immer billigere Produkte sind eine Rechnung, die nicht ganz aufgehen kann. Städte können dem Klimawandel entgegenwirken, wenn sie der Natur und dem natürlichen Anbau von Lebensmitteln wieder mehr Raum bieten.

Einer der Ursprünge des Urban Gardening ist Detroit, wo durch den wirtschaftlichen Abbau mehr als eine Millionen Menschen die Stadt verlassen haben. Übrig geblieben sind leerstehende Häuser und große freie Flächen, welche seitdem von Bürgerinnen und Bürgern als Gartenfläche genutzt werden. In Detroit werden so jährlich an die 17 Tonnen Lebensmittel produziert. Seit einigen Jahren gibt es erfolgreiche Urban-Gardening-Projekte auf öffentlichen Grün- oder Brachflächen, auch in deutschen Städten. Es reicht natürlich nicht für eine vollständige Versorgung aus, aber es ist ein wichtiger Anfang. Denn Nahrung dort herzustellen, wo sie verwertet wird, stellt eine gesunde und nachhaltige Balance von Produktion und Konsum dar.

Initiativen

StattGarten

Urban Gardening im StattGarten in Ludwigsburg - Eglosheim Seit März 2013 gibt es den StattGarten Ludwigsburg auf dem städtischen Gelände des Bauspielplatz „Kinderplatz Baui“ im Stadtteil Eglosheim.

Wir sind eine motivierte Gruppe ambitionierter (Fast-)Hobbygärtner, angetan von der Idee und der Wirkung eines Gemeinschaftsgartens, da so der öffentliche Raum durch uns Bürger sinnvoll mitgestaltet wird.
Neue Gesichter sind immer herzlich willkommen, wir freuen uns auf Euch!
 
Mehr Infos auch unter : https://stattgarten-lb.de.tl/

Unser Stadtbeet

Das Agenda-Projekt „Unser Stadtbeet“ wurde von Studierenden der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg initiiert und mit der Pestalozzi Schule umgesetzt. Die Idee hinter den bunten Hochbeeten vor der Kreissparkasse Ludwigsburg ist es, einen Treffpunkt für gemeinschaftlichen und solidarischen Gartenbau zu schaffen. Wer in der Nähe wohnt und keine Möglichkeit hat, selbst Gemüse anzupflanzen, kann die nahe Anbaufläche bestens nutzen. Alle sind eingeladen mitzumachen! Es zeigt eine Alternative zur heutigen Konsumgesellschaft mit ihren Supermärkten und Massenproduktionen auf. Ein Bewusstsein und eine Wertschätzung dafür schaffen, wieviel Zeit und Arbeit in dem Essen steckt, das wir sonst gedankenlos einkaufen. Ohne Pestizide und unnötig lange Transportwege bietet Urban Gardening regionale Selbstversorgung mitten in der Stadt und wertet ganz nebenbei auch noch das Stadtbild auf.
Sie wollen mitmachen?

Es ist ganz einfach:
Das gemeinschaftliche Gärtnern zeichnet sich durch jeden Beitrag aus, so klein er auch erscheinen mag. Das Wichtigste ist das Gießen der Pflanzen. Allerdings muss natürlich darauf geachtet werden, wie viel Wasser die Pflanzen benötigen und ob der Boden nass oder trocken ist. Wenn Platz ist, dürfen gerne neue Setzlinge gepflanzt oder Samen gesät werden. Reife Pflanzen und Kräuter dürfen geerntet werden. Aber: Daran denken, dass für andere auch noch etwas übrig bleibt.

Gartengeräte und Gießkannen gibt es an den Hochbeeten. Wer Werkzeug für die Gartenarbeit übrig hat und spenden will, kann sich gerne bei uns melden. Also, anpacken, mitmachen, weitererzählen! Je mehr Leute dabei sind, desto besser!

Viel Spaß wünschen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 4a der Pestalozzi Schule mit Simon und Leonie

 

Kontakte

StattGarten
in der Hirschbergstr. 22
in Ludwigsburg-Eglosheim
gemeinschaftsgartenlb@gmail.com

StattBeet
am Schillerplatz Ludwigsburg vor der KSK
stadtbeete-LB@web.de

Agendabüro
agenda@ludwigsburg.de

Ihr Agenda-Projekt