Bus auf Beinen

Zu Fuß zur Schule - zur Kita

Zu Fuß gehen ist gesund für Körper und Geist, umweltfreundlich, gemeinsam unterwegs zu sein macht Spaß. Tatsächlich werden viele Kinder zur Kita/Schule gefahren, vor den Schulen kommt es zu schwierigen Verkehrssituationen. Motivation und Denkanstoß bietet das Sammeln von zu Fuß (bzw. autofrei) zurückgelegten Wegen in der Klasse oder der Kindergartengruppe. Hilfe für Eltern kann der "Bus auf Beinen (BaB)" sein - organisierte Gehgemeinschaften von Kindern, zunächst begleitet von einem Erwachsenen.

Kindermeilenkampagne des Klimabündnisses


Zu Fuß zur Schule, mit Roller, Dreirad, Fahrrad, Füßen unterwegs zur Kita, zur Schule und im Alltag - ohne Auto - das will dieses Projekt fördern. Kinder sammeln gemeinsam auf dem Weg in die Schule, in organisierten Gehgemeinschaften - dem sogenannten "Bus auf Beinen" - oder in der Kindergartengruppe symbolische "Kindermeilen". Mit dem Sammeln der „Kindermeilen“ wird der eigene Beitrag zu einer nachhaltigeren Mobilitätsgestaltung ''fassbar'' und ein umweltfreundliches Mobilitätsverhalten honoriert. Jeder Weg, der zu Fuß, mit dem Fahrrad, den Inlinern, Bus und Bahn etc. zurückgelegt wird, zählt eine "Kindermeile".

Die Gesamtzahl aller europaweit gesammelten Meilen wird am Jahresende den Teilnehmern der nächsten UN-Klimakonferenz übergeben, um "den Großen" zu zeigen wie aktiv "die Kleinen" sich bereits für den Schutz des Weltklimas einsetzen! Die Stadt Ludwigsburg ist Mitglied beim Klimabündnis e.V. und die Lokale Agenda unterstützt deren europaweite "Kindermeilen-Kampagne." Bei allen Aktionen in Ludwigsburg wurden zusammen über 100.000 km zurückgelegt!

Haben Sie Interesse an einer Mitarbeit? Melden Sie sich beim Agendabüro!

Bus auf Beinen

Oft ist es nur eine Frage der Organisation: Kinder mit ähnlichem Schul- oder Kindergartenweg können in überschaubaren Gruppen zusammen in einem von Eltern organisierten "Bus auf Beinen" zu Fuß in die Schule gehen. An vereinbarten „BaB-Haltestellen“ (s. Bild) im Wohngebiet sammeln sich die Kinder und werden abwechselnd von einzelnen Eltern so lange wie nötig auf ihrem Weg begleitet. Je nach Weglänge und Verkehrssituationen kann dies unterschiedlich lange dauern.

Je mehr Kinder und Eltern mitmachen, desto größer ist der Nutzen für alle!
Es soll erreicht werden, die Kinder schnell an die Selbständigkeit heranzuführen, die Eltern zu entlasten und Kindern auch wieder weitere Gehstrecken zuzutrauen. Oftmals sehen gerade berufstätige Eltern nur den schnellsten Weg mit dem Auto als einzige Lösung. Wer sein Kind beim BaB anmeldet, muss nicht zwingend auch als Begleiter/in aktiv werden. Gerade für Berufstätige oder Mütter mit kleinen Kindern ist eine Begleitung in den ersten Schulwochen eine große organisatorische Herausforderung.

Die Projektgruppe unterstützt Elterninitiativen beim Aufbau der Organisation von "BaB-Linien".
Einen Bus auf Beinen gibt es an der Schlösslesfeldschule , an der Grundschule Hoheneck, an der Friedensschule und ab dem Schuljahr 2015/16 auch an der Lembergschule in Poppenweiler. Die BaB-Initiativen werden von den Eltern vor Ort organisiert und von der Polizei und der Lokalen Agenda unterstützt.

2015 hat die Stadtverwaltung an der Hohenecker Grundschule zusätzlich Haltezonen für Elterneingerichtet. In diesen sogenannten "Kiss'n Drop"-Zonen können Mütter und Väter zwischen 7.00 und 8.30 Uhr ihre Kinder sicher aussteigen lassen.

Nach der Auswertung der Anmeldungen der Schulanfängerinnen und -anfänger werden in den Orgateams geeignete BaB-Linien ausgewählt und Haltestellen festgelegt. Die BaB-Buslinienpläne werden entsprechend den Stundenplänen in den ersten Schulwochen im neuen Schuljahr vom Orga-Team erstellt und stehen danach als Download zur Verfügung. Nachträgliche Anmeldungen sind jederzeit bei den Ansprechpartnerinnen der BaB-Linien (s. BaB-Pläne) möglich.

Ich GEHE gern zur Schule

... zu Fuß und nicht mit dem Auto!

„Ich GEHE gern zur Schule“ wurde seit 2001 alle zwei Jahre vom VCD (Verkehrsclub Deutschland) Kreisverband Ludwigsburg, der Lokalen Agenda Ludwigsburg und den Ludwigsburger Grundschulen durchgeführt. Angeregt wurde die Initiative von einer gemeinsamen Aktion des VCD-Bundesverbands und dem Klimabündnis e.V.. Durch die spielerische Auseinandersetzung mit den Themen Klima, Orientierung im Stadtteil sowie Verkehr soll das Bewusstsein der Kindergarten- und Grundschulkinder (und deren Eltern) für eine klimaschonendere und gesundheitsfördernde Mobilität geschärft und im Ergebnis ein Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit vor den Einrichtungen und der Luftqualität in Ludwigsburg geleistet werden.

Urkundenübergabe an der Oststadtschule

Kleine Klimaschützer unterwegs

Seit 2008 wird die Aktion unter dem europaweiten Motto "Kleine Klimaschützer unterwegs" auch in den Ludwigsburger Kindergärten und Tageseinrichtungen für Kinder angeboten. Das Projekt richtet sich an Erzieherinnen und Erzieher, Kinder und Eltern. Unter dem Motto „Kleine Klimaschützer unterwegs“ sammeln die Kinder über einen von der Einrichtung/Familie selbst festgelegten Zeitraum „Kindermeilen“. Um alle Kinder zu integrieren, wird empfohlen, die Meilen in der Gesamtgruppe gemeinsam zu sammeln. Auch der Weg zum Kinderspielplatz bringt pro Kind eine weitere Kindermeile, so dass jedem Kind persönliche Erfolge und Wertschätzung sicher sind.

Für eine begleitende Projektwoche eignen sich viele Themen, z.B.: 
- Ich und meine Stadt (Orientierung, Alltagswege)
- "Eisbär, Dr. Ping und die Freunde der Erde" (Projektvorschlag im Aktionskoffer)
- Eine Welt, Verkehrsmittel früher oder in anderen Ländern
- Clever Mobil: Welche Verkehrsmittel haben wir zur Auswahl?
- Verkehrssicherheitstraining
- Bewegung hält fit

Eisbär, Dr. Ping und die Freunde der Erde

Aktionskoffer

Ein Aktionskoffer für die Gestaltung einer begleitenden Projektwoche kann von den Einrichtungen beim Agendabüro ausgeliehen werden. Im Aktionskoffer sind u.a. eine Anleitung zum Kindermeilen-Sammeln, vielfältigen Materialien und Anregungen für die praktische Umsetzung mit konkreten Vorschlägen. Ludwigsburger Kindergärten können sich direkt beim Agendabüro anmelden.

Wozu das Ganze

  1. Für das Zu-Fuß-Gehen sprechen viele Gründe:Für die Gesundheit:
    Keine Medizin kann so viel zu einer stabilen Gesundheit beitragen wie regelmäßige Bewegung. Bewegung stärkt die Abwehrkraft und beugt vor allem Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Übergewicht und Krebs vor. Die meisten Deutschen bewegen sich zu wenig, um von den gesundheitlichen Vorteilen der körperlichen Fitness zu profitieren. Wenn Kinder frühzeitig lernen, sich täglich zu bewegen, besteht eine gute Chance, diesen Prozentsatz dauerhaft zu senken.
  2. Über die Hälfte der Deutschen hat Übergewicht - viele davon bereits in der Kindheit. Übergewichtige Kinder leiden unter Gelenk- und Haltungsproblemen und werden von anderen gehänselt. Jede Art von Bewegung verbrennt Kalorien. Eine halbe Stunde toben und eine Stunde zu Fuß gehen, Rad fahren oder skaten täglich reichen aus, um Kalorien zu verbrennen.
    Für Konzentration und Leistungsfähigkeit:
  3. Viele Eltern beobachten, dass Rennen, Rad fahren, Toben und Klettern das Wachstum und die Entwicklung ihrer Kinder unterstützt, ihnen Selbstvertrauen gibt, die Konzentrationsfähigkeit stärkt und das Sozialverhalten entwickelt. Dies wird von zahlreichen wissenschaftlichen Studien bestätigt.
  4. Kinder, die zur Schule laufen, schnappen bereits frische Luft zum wach werden, haben schon auf dem Weg Gelegenheit, das Neueste auszutauschen und sich etwas zu bewegen und müssen dazu nicht die erste Schulstunde verwenden.
  5. Für Umwelt und Klima:
    Rad fahren und zu Fuß gehen sind die saubersten, leisesten und energiesparendsten Formen der Fortbewegung. Jeder Kilometer Autofahrt, der durch Rad fahren oder zu Fuß gehen ersetzt wird, erspart der Atmosphäre etwa 200 Gramm Kohlendioxid. Bei einem Schulweg von 1 Kilometer und 200 Schultagen pro Jahr kommt jedes Schulkind jährlich auf ein Kohlendioxid-Sparpotential von 80 Kilogramm.
  6. Autofahren verursacht Schadstoffe wie Benzol und Dieselruß. Vor allem während der Sommermonate entsteht aus den Autoabgasen außerdem das gesundheitsschädliche Ozon. Studien haben gezeigt, dass die Lungenfunktion bei Kindern zurückgeht, wenn sie dauerhaft hohen Konzentrationen von Abgasen und Ozon ausgesetzt sind.
  7. Knapp 30 Prozent der in Deutschland verbrauchten Energie wird für Verkehr aufgewandt, davon wiederum weit über die Hälfte für den Transport von Personen.
  8. Für die Sicherheit:
    Verkehrsunfälle sind die Hauptursache für tödliche und schwere Verletzungen bei Schulkindern und Jugendlichen. Fast die Hälfte aller im Verkehr getöteten Kinder sitzen im Auto der Eltern.
  9. Vor Kindergärten und Schulen sind es vor allem die autofahrenden Eltern, die zur Gefahr für andere Kinder werden. Wer das Auto zu Hause lässt, leistet einen erheblichen Beitrag zur Verkehrssicherheit.
  10. Für das Leben in der Stadt:
    Wer zu Fuß geht, nimmt seine Umgebung intensiv wahr und kommt leicht mit anderen Menschen in Kontakt. Daher stärkt diese Fortbewegungsart das gesellschaftliche Leben einer Gemeinde und fördert die Identifikation der Menschen mit ihrer Umgebung.
  11. Kinder lernen frühzeitig, sich im öffentlichen Verkehrsraum selbstständig und sicher zu bewegen. Sie lernen sich in ihrem Ort zu orientieren und das zu Fuß gehen wird zur selbstverständlichen Fortbewegungsart.
 

Ansprechpartnerin

Verkehrsclub Deutschland (VCD)
Ortsgruppe Ludwigsburg
Anne Hauger
Telefon: 07141 36984
astwerk@t-online.de

Ansprechpartnerin

Susanne Schreiner
Telefon 07141 910-2027
Fax 07141 910-2791
Gebäude: Obere Marktstraße 1
Raum: 212
Aufgaben: Agendabüro und Umweltprojekte

Friedrich-von-Keller-Schule

Schlösslesfeldschule:

Grundschule Hoheneck:

Elternhalt (5,665 MiB)

Links

 Aktueller Stand der europaweit gesammelten "Kindermeilen":