Besuch in Montbéliard zum Élysée-Vertrag

Ludwigsburger Delegation feiert das Jubiläum gemeinsam mit der Partnerstadt

Am Wochenende feierten die Gäste aus Ludwigsburg das Jubiläum des Élysée-Vertrags mit den Freunden und Freundinnen in Frankreich. (Foto: Stadt Ludwigsburg)

Der 60. Jahrestag des deutsch-französischen Freundschaftsvertrags, den Präsident Charles de Gaulle für Frankreich und Bundeskanzler Konrad Adenauer für Deutschland am 22. Januar 1963 im Pariser Élysée-Palast unterzeichneten, ist am Wochenende gefeiert worden. Aus Ludwigsburg war eine Delegation um Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht dafür zu Besuch in der französischen Partnerstadt Montbéliard.

Ludwigsburg und seine älteste Partnerstadt hatten bereits 1950 die erste deutsch-französische Städtepartnerschaft geschlossen. „Unser Austausch funktioniert auch heute hervorragend auf ganz vielen Themengebieten“, erklärte OB Knecht im Vorfeld. „Das haben etwa die Feierlichkeiten zum Jubiläum von Charles de Gaulles ‚Rede an die deutsche Jugend‘ im vergangenen Jahr gezeigt, wo insbesondere Kultur, Sport und natürlich die Jugend im Vordergrund standen.“ Die Themen der Städtepartner reichen aber darüber hinaus und entwickeln sich stetig weiter: „Wir tauschen uns zum Beispiel auch über Klimaschutz, Mobilität und Digitalisierung aus. Vor den aktuellen Herausforderungen stehen wir ja alle gleichermaßen. Da hilft es, wenn wir uns gegenseitig mit Rat und Tat zur Seite stehen – dafür sind Freunde da!“

Schülerinnen und Vereine mitgereist

Am Wochenende feierten die Gäste aus Ludwigsburg das Jubiläum des Élysée-Vertrags mit den Freunden und Freundinnen in Frankreich. Montbéliards Bürgermeisterin Marie-Noëlle Biguinet begrüßte die Mitglieder der Delegation: Vom Gemeinderat waren es Elfriede Steinwand-Hebenstreit, Dr. Edith Klünder und Prof. Dr. Michael Vierling. Außerdem mitgereist waren Béatrice Ensinger vom Cercle francophile de Ludwigsburg mit Ehemann und Lena Hörter vom Referat Stadtentwicklung, Klima und Internationales der Stadt sowie als Vertreterin des Vereins ‚Ludwigsburg International‘ Katharina Küßner. Diese ist zudem Lehrerin am Goethe-Gymnasium und wurde von drei Schülerinnen begleitet, die gemeinsam mit drei französischen Schülerinnen bei den Jubiläumsfeierlichkeiten auftraten.

Um der deutsch-französischen Freundschaft ein lebendiges Zeichen zu verleihen, pflanzte man gemeinsam einen „Friedens- und Freundschaftsbaum“ auf dem Platz der Menschenrechte von Montbéliard. Nach dem Empfang im Rathaus versammelten sich die Vertreterinnen und Vertreter beider Städte mit vielen Gästen im Theater zur offiziellen Jubiläumsfeier. Zum Festprogramm zählten neben musikalischen Darbietungen besonders Vorträge, Beiträge und Filme von Jugendlichen und Fachleuten zu Geschichte und Gegenwart der Beziehungen beider Nationen. Zum Abschluss richtete Prof. Dr. Frank Baasner vom Deutsch-Französischen Institut in Ludwigsburg mit seiner Rede den Blick nach vorne und auf die Frage: ‚Wie kann das bürgerschaftliche Engagement gestärkt und erneuert werden?‘

Gelebte Freundschaft und lebendige Partnerschaft

Zum festlichen Anlass hob Ludwigsburgs Oberbürgermeister Knecht die besondere Bedeutung der Städtepartnerschaft mit Montbéliard nach dem Zweiten Weltkrieg hervor. „Es ist unsere intensivste Städtepartnerschaft, die wir gemeinsam mit mehreren Treffen jährlich pflegen“, erklärte er. Die Partnerschaft mit der französischen Stadt bezeichnete er als vorbildlich gelebte Freundschaft, die auch in Krisenzeiten wie der Corona-Pandemie funktioniere: „Wir haben zum Beispiel Masken nach Frankreich geschickt und Menschen aus Notsituationen im Elsass hierher ins Krankenhaus verlegt“, so Knecht. Der Schüleraustausch sei nach wie vor sehr lebendig, darüber hinaus wäre aber auch etwa eine Zusammenarbeit im Ausbildungsbereich vorteilhaft.

Der OB bekräftigte: „Auch in diesem Jahr treffen wir uns wieder zu Fachgesprächen unserer beiden Stadtverwaltungen in Montbéliard und Ludwigsburg. Außerdem wird der Lucien-Tharradin-Preis weiterhin einmal jährlich verliehen, und spätestens zum Ende des Jahres soll wieder ein Austausch anlässlich der wunderschönen Weihnachtsmärkte in unseren Städten stattfinden.“

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