August-Lämmle-Schule wird fit für die Zukunft

Stadt investiert 15 Millionen Euro in Komplettsanierung und Neubau

Zwischen dem alten Schulhaus (links) und dem Fünfzigerjahre-Bau (rechts) entsteht ein Neubau. (Illustration: Freivogel Mayer Architekten)

Die Schülerzahlen steigen, die Nachfrage nach Ganztagesbetreuung wächst. Die August-Lämmle-Schule wird deshalb um einen Neubau erweitert. Bestehende Gebäude werden saniert.

Die Stadt nimmt für die Erweiterung und Sanierung der Oßweiler Grundschule 15,3 Millionen Euro in die Hand. Im Gemeinderat stieß das Konzept auf große Zustimmung: Einstimmig beschloss das Gremium die Vorlage der Verwaltung. Stadtverwaltung und Gemeinderat haben dem Bauprojekt große Priorität eingeräumt, weil umfangreiche Brandschutzmaßnahmen an den Altgebäuden nötig sind.

Ein zweistöckiger Neubau wird die beiden alten Schulgebäude – das alte Schulhaus von 1909 sowie einen Bau von 1953 – verbinden. Mit seinen großen Fensterfronten wird das 55 Meter lange Gebäude besonders leicht wirken und einen Kontrast zu den massiveren Altbauten bilden. „Es war uns wichtig, die alten Gebäude zu erhalten, weil sie prägend für den Ortsteil sind“, so Gabriele Barnert, stellvertretende Leiterin des städtischen Fachbereichs Hochbau und Gebäudewirtschaft.

„Im Herzen des Neubaus befindet sich die Mensa“, erklärt Gabriele Barnert. Das Besondere: die Mensa kann nicht nur als Speisesaal genutzt werden, sondern lässt sich schnell in einen Veranstaltungsraum verwandeln – mit Platz für 300 Stühle und eine mobile Bühne. Diesen sollen vor allem Oßweiler Vereine nutzen können, denn bislang gibt es im Stadtteil keinen vergleichbaren Raum. Die Mehrzweckhalle ist deutlich größer und eignet sich deshalb nicht für alle Veranstaltungen.  

Von vier Betreuungsräumen und einem Klassenzimmer des Neubaus bietet sich ein Blick ins Grüne – die Außenanlagen werden ebenfalls neu angelegt. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach deckt den Eigenstrombedarf ab. Die beiden älteren Gebäude werden komplett saniert, inklusive einer energetischen und brandschutztechnischen Aufrüstung.

Im Moment werden 331 Schülerinnen und Schüler an der August-Lämmle-Schule unterrichtet. Nach Erweiterung und Sanierung werden es 392 Jungen und Mädchen sein – in drei oder vier Klassen je Klassenstufe. „An den Grundschulen steigen die Schülerzahlen deutlich, insbesondere im Osten der Stadt“, so Erster Bürgermeister Konrad Seigfried. „Wir müssen unbedingt auf diese Entwicklung reagieren.“ Neben der August-Lämmle-Schule wird die Stadt deshalb die Eichendorffschule, die Schlösslesfeldschule und die Friedensschule erweitern. Außerdem plant sie eine neue Grundschule mit Sporthalle im Osten der Stadt. (Ludwigsburg kompakt berichtete.)

Zu den steigenden Schülerzahlen kommt, dass immer mehr Eltern ihre Kinder ganztägig betreuen lassen möchten. In der August-Lämmle-Schule bietet die Stadt von 7 bis 17 Uhr eine Schulkindbetreuung an – diese wird immer stärker nachgefragt. Auch der Weg der Grundschule in Richtung Ganztag wurde in den Planungen bedacht. Um einen Wechsel von Lern- und Erholungsphasen zu ermöglichen, sind die Klassenräume multifunktional, das heißt sowohl für Klassenunterricht, AGs  und Betreuung geeignet.

Im Frühjahr 2017 soll mit dem Bau begonnen werden. Zu Beginn des Schuljahres 2020/2021 kann die komplettsanierte und erweiterte Schule dann in Betrieb gehen. Während der Bauphase werden die Schülerinnen und Schüler teilweise in Modulbauten untergebracht. (Meike Wätjen)

Mitteilung vom 07. Oktober 2016

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