Gesamtenergiekonzept

Das Themenfeld Energie ist ein wichtiger Bereich des Stadtentwicklungskonzepts. Als ein strategisches Ziel innerhalb des Themenfeldes Energie wird deshalb ein Energiekonzept erstellt und umgesetzt.

Vor dem Hintergrund des Klimawandels - sowie der Notwendigkeit einer bezahlbaren Energieversorgung und einer nachhaltigen Energienutzung - beauftragte die Stadt Ludwigsburg nach Beschluss des Ausschusses für Wirtschaft, Kultur und Verwaltung im Juli 2009 das Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung der Universität Stuttgart, bis Ende 2010 ein integriertes Energie- und Klimaschutzkonzept zu verfassen.

Das Konzept beinhaltet auch das Ziel, die lokale Wirtschaft dabei zu unterstützen sich umzustrukturieren und neue zukunftssichere Arbeitsplätze im Bereich Energie zu schaffen. Das Konzept wird gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern wie den Stadtwerken Ludwigsburg-Kornwestheim, der Ludwigsburger Energieagentur und dem Energetikom erarbeitet.

Im Gesamtenergiekonzept werden Grundlagen und Voraussetzungen für mögliche Energieeinsparungen, den Einsatz von regenerativen Energien und zur CO2-Reduktion zusammengetragen.

Mit einer breiten Einbindung von Bürgerschaft und Interessensvertretern im Rahmen des Runden Tisches und der Zukunftskonferenz Energie wurden Maßnahmen für deren effiziente Umsetzung erarbeitet. Einbezogen wurden dabei auch Gemeinderat, Wirtschaft, Schulen und Verbände. Die Maßnahmen umfassen die Bereiche Strom, Wärme, Mobilität, regenerative Energien sowie übergreifende Maßnahmen wie zum Beispiel die Öffentlichkeitsarbeit.

Auf der Basis dieser Maßnahmen wurden Szenarien zur CO2-Bilanz in Ludwigsburg in den Jahren bis 2050 entwickelt. Erster Schritt, der mit einer Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen erreicht werden kann, ist eine Reduktion auf eine Emission von 5 Tonnen pro Kopf und Jahr bis 2020.

Dies bedeutet eine Reduktion gegenüber dem Jahr 1990 um circa 25%. Zum Vergleich: die EU möchte die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um 20% gegenüber 1990 reduzieren. Sollten sich auch andere Industriestaaten zu einem Klimaschutzziel verpflichten, wird die EU ihr Minderungsziel für 2020 auf 30% erhöhen.

Als letzten Teil des Gesamtenergiekonzepts hat das Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER) aus den gemeinsam mit Experten, Gemeinderat sowie Bürgerinnen und Bürgern erarbeiteten Maßnahmen 25 Handlungsempfehlungen vorgeschlagen.

Die Auswahl erfolgte auf der Basis des Leitsatzes und der Ziele des Themenfelds Energie des Stadtentwicklungskonzepts, der Kosteneffizienz, des CO2-Einsparpotentials und des Beitrags zur Wertschöpfung. Mit diesen Maßnahmen könnte ein Großteil der angestrebten CO2-Reduzierung erreicht werden. Über konkrete Maßnahmen zur Umsetzung dieser Handlungsempfehlungen entscheidet der Ludwigsburger Gemeinderat.

Das Gesamtenergiekonzept wird somit zum Fahrplan und zur Umsetzungsrichtlinie für die Energiestrategie der Stadt Ludwigsburg in den nächsten Jahren.

Projektdaten

Titel: Erstellung Gesamtenergiekonzept zu den Bereichen Wärme, Strom, Verkehr gemeinsam mit der Universität Stuttgart, IER

Laufzeit des Vorhabens: Juli 2009 bis Juli 2010

Beteiligte Partner: Universität Stuttgart, Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung, www.ier.uni-stuttgart.de
Ludwigsburger Energieagentur LEA, www.lea-lb.de
Stadtwerke Ludwigsburg, www.swlb.de
Universität Stuttgart, Abteilung Sozialwissenschaften

Förderkennzeichen: 03KS0142

Gefördert im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative durch das Bundesministerium für Umwelt: www.bmu.de
Projektträger Jülich www.fz-juelich.de/ptj

Klimaschutzmanager

Der Klimaschutzmanager arbeitet eng mit den bisherigen Akteuren des Gesamtenergiekonzepts zusammen. Er spielt eine wichtige Rolle bei der verwaltungsinternen und externen Information über das Gesamtenergiekonzept und begleitet  Prozesse für die übergreifende Zusammenarbeit und Vernetzung wichtiger Akteure. Durch Information, Moderation und Management unterstützt er die Umsetzung des Gesamtenergiekonzepts und einzelner Klimaschutzmaßnahmen. Ziel ist es, verstärkt Klimaschutzaspekte und die weiteren Zielsetzungen des Themenfelds Energie in die Verwaltungsabläufe zu integrieren.

Sowohl im Rahmen des GEK als auch bei der Zertifizierung mit dem eea hat sich beim kommunalen Gebäudebestand ein erheblicher Handlungsbedarf herauskristallisiert. Hier ist ein umfangreiches Potenzial an energetischen und finanziellen Einsparungen gegeben. Dies ist auch auf die – im Vergleich zu anderen Städten – eher unterdurchschnittlichen personellen Ressourcen zurückzuführen, so dass hier ein Schwerpunkt der Tätigkeiten des Klimaschutzmanagers liegen wird. Ziel in diesem Bereich ist somit die Steigerung der Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden, die Erhöhung des Einsatzes Erneuerbarer Energien. Ein Anstoß hierfür ist das Projekt „Klimaschutz in den Liegenschaften der Stadt Ludwigsburg“ (Klimaschutzinitiative BMU), welches vom Klimaschutzmanager geleitet und in die Verwaltung implementiert wird.

Projektdaten Klimaschutzmanager:

Titel: KSI: Klimaschutzmanager/-in für Ludwigsburg
Laufzeit des Vorhabens: November 2011 bis Oktober 2014
Förderkennzeichen: 03KS2535
Gefördert im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative durch das Bundesministerium für Umwelt: www.bmu-klimaschutzinitiative.de
Projektträger Jülich www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen

Teilkonzept Liegenschaften

Das integrierte Klimaschutz- und Energiekonzept, im Folgenden Gesamtenergiekonzept (GEK) Ludwigsburg genannt, hat die Grundlagen und Voraussetzungen für zu definierende Ziele und für effiziente Maßnahmen zur Erreichung von Energieeinsparung, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien (drei E´s) erarbeitet.

Als wichtiger Schritt wird im Gesamtenergiekonzept die Verbesserung der energetischen Situation der eigenen Liegenschaften angesehen. Die Vorreiterrolle der Stadt soll sich damit auch positiv auf Industrie und Bürger übertragen. Teil des Projektes ist die Analyse der bisherigen Energieverbrauchserfassung und die Prüfung einer Erweiterung der Erfassung sowie der Auswertung. Ziel ist es, ein Organisationskonzept zu entwickeln, mit dem Verbrauchsanalysen zügig in Entscheidungsprozesse der Verwaltung implementiert werden können. (Baustein 1). Darüber hinaus sollen in Baustein 2 ca. 60 Gebäude umfassend bewertet und analysiert werden. Hierzu finden Vor-Ort-Begehungen statt, bei denen der Ist-Zustand der thermischen Hülle und der Anlagentechnik aufgenommen wird. Daraufhin werden die Gebäude berechnet und Sanierungsmaßnahmen vorgeschlagen. Neben Energieeinsparung und Kosteneinsparung spielen hier auch die vermiedenen CO2-Emissionen eine entscheidende Rolle. Im abschließenden Baustein 3 sollen, aufbauend auf den Ergebnissen des 2. Bausteins, 10 Gebäude im Rahmen einer Feinanalyse detailliert betrachtet und optimiert werden. Die Ergebnisse werden in die Sanierungsplanung der städtischen Gebäude integriert, um die kurz-, mittel- und langfristige Umsetzung durchzuführen. Die Vorgehensweise und die Ergebnisse des Vorhabens werden im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit auch interessierten Bürgern zur Verfügung gestellt.

Projektdaten Teilkonzept Liegenschaften:

Titel: KSI: Klimaschutz in den Liegenschaften der Stadt Ludwigsburg
Laufzeit des Vorhabens: September 2011 bis Juli 2013
Beteiligte Partner: Universität Stuttgart, Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung, www.ier.uni-stuttgart.de
Ludwigsburger Energieagentur LEA, www.lea-lb.de
Förderkennzeichen: 03KS2544
Gefördert im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative durch das Bundesministerium für Umwelt: www.bmu-klimaschutzinitiative.de
Projektträger Jülich www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen

Energetische Sanierung der Charlottenkrippe

Im Rahmen des Projekts „Klimaschutz in den Liegenschaften der Stadt Ludwigsburg“ wurden im Zeitraum März bis November 2012 sechzig städtische Gebäude begangen und untersucht. Gegenstand der Begehung war die Aufnahme des Ist-Zustandes der technischen Anlagen sowie der Bauteile der thermischen Hülle. Auf Basis dieser Begehungen und der energetischen Berechnung durch das Institut für Energiewirtschaft der Universität Stuttgart und die Ludwigsburger Energieagentur wurden schließlich Sanierungsmaßnahmen entwickelt, berechnet und bewertet. Im Portfolio der 60 Gebäude hat die energetische Ertüchtigung einer städtischen Kindertagesstätte (Charlottenkrippe) im Zentrum der Stadt Ludwigsburg ein sehr hohes energetisches und CO2-Einsparpotenzial. Im Rahmen eines Förderprojektes der Klimaschutzinitiative des Bundes werden die Fenster im Gebäude Wilhelmstraße 46 erneuert und eine Fernwärmeübergabestation eingebaut. Durch diese Maßnahmen werden jährlich ca. 62 Tonnen CO2 eingespart.

Projektdaten Charlottenkrippe:

Titel: KSI: Umsetzung einer ausgewählten Klimaschutzmaßnahme: Energetische Ertüchtigung der Kindertagesstätte ‚Charlottenkrippe‘ der Stadt Ludwigsburg
Laufzeit des Vorhabens: April 2013 bis Oktober 2014
Förderkennzeichen: 03KS2535M
Gefördert im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative durch das Bundesministerium für Umwelt: www.bmu-klimaschutzinitiative.de
Projektträger Jülich www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen

LED-BELEUCHTUNG SPORTHALLE KLEINES FELDLE PFLUGFELDEN

Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative wird im Jahr 2013/2014 der Einbau einer energieeffizienten Hallenbeleuchtung in der Sporthalle Pflugfelden (Kleines Feldle) gefördert. Durch diese Maßnahme können insgesamt 870 Tonnen an Kohlendioxidemissionen eingespart werden. Durch den Einbau der LED-Beleuchtung und einer entsprechenden Steuer- und Regelungstechnik kann der Stromverbrauch pro Jahr um 65% reduziert werden.

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Aktivitäten, die einen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele leisten. Sie decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab, von der Konzepterstellung bis hin zu investiven Maßnahmen. Von den Programmen und Projekten der Nationalen Klimaschutzinitiative profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Kommunen, Unternehmen und Bildungseinrichtungen.

PROJEKTDATEN LED-BELEUCHTUNG SPORTHALLE KLEINES FELDLE PFLUGFELDEN

Titel: KSI: Sanierung der Sporthalle Kleines Feldle in der Stadt Ludwigsburg
Laufzeit des Vorhabens: 01.11. 2013 bis 30.10. 2014
Förderkennzeichen: 03KS5485
Gefördert im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative durch das Bundesministerium für Umwelt: www.bmu-klimaschutzinitiative.de
Projektträger Jülich www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen

Projektdaten: Erhöhung der Wegeanteile des nicht-motorisierten Verkehrs

Im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative hat die Stadt Ludwigsburg sich an einem weiteren Projekt mit dem Ziel beteiligt, den Rad- und Fußverkehr bis zum Jahr 2025 besonders zu fördern.

Titel: KSI: Erhöhung der Wegeanteile des nicht-motorisierten Verkehrs durch ein Konzept baulicher, verkehrsregelnder und administrativer Maßnahmen in Verbindung mit intensivierter Beteiligung und Öffentlichkeitsarbeit.

Laufzeit des Vorhabens: Oktober 2011 bis Dezember 2013.

Beteiligte Partner:

Förderkennzeichen: 03KS2740

Gefördert im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative durch das Bundesministerium für Umwelt:www.bmu-klimaschutzinitiative.de Projektträger Jülich www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen

Straßenbeleuchtung - Einsatz von LED-Leuchten

Wechsel der Straßenbeleuchtung im Wohngebiet Eglosheim-Nord. Hier wurden älterer Natriumdampfleuchten durch neue LED Leuchten ersetzt. Insgesamt wurden 106 Leuchten ausgetauscht.

40 Strahler am Zentralen Omnibusbahnhof wurden durch neue hocheffiziente LED-Leuchten ersetzt. Die die Lichtqualität konnte dadurch in diesem Bereich deutlich erhöht werden.

Projektdaten LED-BELEUCHTUNG

Durchführung der Vorhaben: 2013

Förderkennzeichen: 03KS3621

Gefördert im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative durch das Bundesministerium für Umwelt: www.bmu-klimaschutzinitiative.de
Projektträger Jülich www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen

LED-BELEUCHTUNG SPORTHALLE NECKARWEIHINGEN

Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative wird im Jahr 2015 der Einbau einer energieeffizienten Hallenbeleuchtung in der Sporthalle Neckarweihingen (Schwarzwaldstraße 2) gefördert. Durch diese Maßnahme können über 20 Jahre 17,35 Tonnen an Kohlendioxidemissionen eingespart werden. Durch den Einbau der LED-Beleuchtung und einer entsprechenden Steuer- und Regelungstechnik kann der Stromverbrauch pro Jahr um 70% reduziert werden.

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Aktivitäten, die einen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele leisten. Sie decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab, von der Konzepterstellung bis hin zu investiven Maßnahmen. Von den Programmen und Projekten der Nationalen Klimaschutzinitiative profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Kommunen, Unternehmen und Bildungseinrichtungen.

PROJEKTDATEN LED-BELEUCHTUNG SPORTHALLE NECKARWEIHINGEN

Titel: KSI: Sanierung der Sporthalle Neckarweihingen in der Stadt Ludwigsburg

Laufzeit des Vorhabens: 01.01. 2015 bis 31.12. 2015

Förderkennzeichen: 03K00053

Gefördert im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative durch das Bundesministerium für Umwelt: www.bmu-klimaschutzinitiative.de

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