Geschichte

Gründung des Schlosses und der Stadt

Ursprünglich plante Herzog Eberhard Ludwig auf dem Erlachhof nur ein Lustschloss zum Jagd- und Sommeraufenthalt. Nach dem Beispiel anderer Fürsten und der absolutistischen Ansicht, die Gründung von Städten lasse so recht die Macht des Herrschers erkennen, entschied sich der württembergische Regent dann dafür, dem 1704 begonnenen Schloss eine Stadt anzugliedern und lud 1709 zur Ansiedlung ein. Bauplatz und Baumaterial vergab er kostenlos. Außerdem gewährte er 15 Jahre Steuerfreiheit. Aber erst als der Herzog auch versprach, in Ludwigsburg zu residieren, wurde gebaut.

Zunächst entstanden die Vordere und Hintere Schlossstraße, die Charlotten- und Marstallstraße, der Kaffeeberg, die jetzige Bauhofstraße und weitere wichtige Verkehrswege. Um den Ausbau seiner Stadt noch zu beschleunigen, lud der Herzog seine Ämter ein, ihm Amtshäuser zu bauen, die er dann an Günstlinge verschenkte. So wuchs die Stadt Ludwigsburg, die bis heute ihren barocken Charme bewahren konnte, schnell zu einer Ansiedlung von beachtlicher Größe.

Schlosshof_historisch

Die historische Innenstadt

Historische Gebäude, Alleen, Straßenzüge und Plätze prägen immer noch das Stadtbild und spiegeln bis heute den barocken Charakter der Stadt wider. Die historische Innenstadt bietet eine Fülle von Sehenswürdigkeiten. »Der stolzeste Platz, den Württemberg hat«, ist laut Theodor Heuss der arkadenumsäumte Marktplatz mit seinen zwei Barockkirchen.

Eine ganze Reihe interessanter Gebäude stehen in direkter Umgebung: das Geburtshaus Justinus Kerners (Marktplatz 8), das Geburtshaus Eduard Mörikes (Kirchstraße 2) und sein späteres Wohnhaus (Obere Marktstraße 2), das Geburtshaus des Schriftstellers und Ästhetikers Friedrich Theodor Vischer (Stadtkirchenplatz 1) sowie das Geburtshaus des Theologen und Literaten David Friedrich Strauß (Marstallstraße 1).

Friedrich Schiller wohnte in jungen Jahren im »Maucler'schen Haus« (Mömpelgardstraße 26) und »Cotta-Haus« (Stuttgarter Straße 26). Von dort aus besuchte er die Lateinschule gegenüber dem Rathaus. 1793/94 wohnte er in der Wilhelmstraße 17, wo er unter anderem an seinem Wallenstein arbeitete.

Marktplatz_Häuser
Marktplatz_Stadtkirche
Marktplatz_Arcaden

Kasernenkonversion

Neben dem Barock gehören auch die Kasernenbauten zum Stadtbild, denn über 250 Jahre lang war Ludwigsburg Militärstadt. Das Militär prägte lange Zeit die Architektur, die Kultur, schlicht das Leben in Ludwigsburg. Lange zählte die Stadt zu den größten Garnisonen Deutschlands, hieß im Volksmund nicht ohne Grund "Schwäbisches Potsdam". Zu Beginn der 90er Jahre wurden die zahlreichen militärischen Liegenschaften frei für neue, zivile Nutzungen.

Das Leben, das sich heute in den Ludwigsburger Kasernen und auf den ehemals militärisch genutzten Flächen abspielt, könnte vielfältiger nicht sein: Kunst und Kultur, Film und Medien, Firmen und Institutionen finden dort ebenso ihren Raum wie Wohnen, Hotellerie und Gastronomie. Ludwigsburg war schon immer ein wichtiger Wirtschaftsstandort im Süden Deutschlands und ist es erst recht, seit der Abzug des Militärs nach dem Ende des Kalten Kriegs diese ungeahnten Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet hat.

Karlsplatz_Dragoner
Reinhardtkaserne
Reinhardtkaserne_hi
 

Rathausinfo

Stadt Ludwigsburg
Wilhelmstraße 11
71638 Ludwigsburg
Telefon: 07141 / 9 10-0
Fax: 07141 / 9 10-27 37
rathaus@ludwigsburg.de

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Montag bis Freitag 8.00 - 12.00 Uhr
Donnerstag 14.00 - 18.00 Uhr

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Videos zu Ludwigsburg

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