Sustainable now

sustainable

Ende Juni 2011 kamen neun Städte und sechs weitere Partner des EU-Projekts Sustainable NOW zum Abschlusstreffen in Ludwigsburg zusammen. Über drei Jahre hinweg entwickelten die beteiligten Städte Energieaktionspläne mit dem Ziel, durch mehr Energieeffizienz, Energieeinsparungen und den zunehmenden Einsatz erneuerbarer Energien zu einer nachhaltigen Energieversorgung zu kommen.

Dabei wurden die lernenden durch die erfahrenen Städte unterstützt. Weitere Hilfe boten die technischen Partner zu Fragen der Finanzierung, den Chancen von Passivhäusern oder über Managementsysteme zur Unterstützung bei der Erstellung eines solchen Plans.

Alle Städte, sei es aus Bulgarien, Deutschland, Ungarn, Italien oder Großbritannien, zogen ein sehr positives Fazit des Projekts. „Wir haben von dem intensiven Austausch und den Erfahrungen der anderen Partner sehr profitiert“, so Anja Wenninger, Leiterin des Projekts bei der Stadt Ludwigsburg. Dies floss bei der Entwicklung des Ludwigsburger Gesamtenergiekonzepts mit ein. Umgekehrt war für die anderen Partner der Ludwigsburger Weg einer nachhaltigen Stadtentwicklung, für die das Thema Energie ein wichtiger Baustein ist, sehr interessant.

Höhepunkt des Abschlusstreffens war der Kongress „Kommunale und regionale Energiekonzepte – Erfahrungen und Chancen“ am 30.06.2011 in der Ludwigsburger Filmakademie. Er bot den über 80 Gästen aus Baden-Württemberg und aus den Projektpartnerstädten von „Sustainable NOW“ die Gelegenheit für einen weiteren intensiven Austausch.

Am Vormittag stellte Armin Czysz vom Team Europe der Europäischen Kommission die Energiestrategie der EU vor. Spätestens Anfang 2012 soll zum Beispiel beschlossen werden, dass jährlich drei Prozent der öffentlichen Gebäude energetisch saniert werden müssen. Energieversorger sollen verpflichtet werden, dass ihre Kunden jährlich 1,5 % weniger Energie verbrauchen.

Auch das Land Baden-Württemberg stellt sich dieser Herausforderung. So soll zum Beispiel die Windkraft- und Solarenergienutzung intensiviert und damit der Anteil erneuerbarer Energien im Land weiter deutlich gesteigert werden. Für die Kommunen bietet das Land verschiedene Fördermöglichkeiten für Energieprojekte an, wie Ministerialdirektor Karl Greißing vom Umweltministerium des Landes berichtete.

Lucie Blondel vom Klima-Bündnis gab abschließend einen Überblick über den Covenant of Mayors, in dessen Rahmen sich immer mehr Städte in Europa zur Erstellung und Umsetzung eines nachhaltigen Energieaktionsplanes verpflichten. Sie können damit von einer breiten Palette an Förderangeboten profitieren.

Nachmittags wurden die Ergebnisse der Projektstädte in kurzen Präsentationen vorgestellt und die lernenden Städte interviewt. Der Schwerpunkt lag hier neben der Erstellung der Energiekonzepte auf verschiedenen Maßnahmen zum Beispiel im Bereich der erneuerbaren Energien. Aber auch Energiestandards wie in München stießen auf großes Interesse.

Abschließend besuchten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kongresses das Neubaugebiet Hartenecker Höhe, in welchem bis zu 1.400 Menschen Platz finden können. Die Stadt Ludwigsburg hat den Bauherren dort Standards für die Energieeffizienz vorgegeben. Das Gebiet wird zum großen Teil über die Fernwärmeleitung aus dem Holzheizkraftwerk in der Oststadt mit Wärme versorgt, das die Partner bereits am Tag vorher besichtigt hatten. Besonders interessiert waren die Besucher an der denkmalgeschützten früheren Sporthalle, die mit einem Haus-in-Haus-Konzept energetisch hochwertig zum Kinder- und Familienzentrum umgebaut wird.

Mehr zum Projekt unter www.sustainable-now.eu.

 

 

Kontakt

Referat Nachhaltige
Stadtentwicklung
Team Europa und Energie
Anja Wenninger
Telefon: 07141 / 910-26 54
Fax: 07141 / 910-30 99
a.wenninger@ludwigsburg.de