Treffen der digitalen Zukunftskommunen

Ludwigsburg bei der Morgenstadt-Werkstatt am 29. und 30. November

Wie bewältigen Städte und Gemeinden die anstehenden Herausforderungen? Darum ging es diese Woche bei der „Morgenstadt-Werkstatt“ in Stuttgart. Ludwigsburg war mit dem Netzwerk Living LaB vertreten.

Living-LaB-Leiterin Andrea Bräuning erklärt Innenminister Thomas Strobl und Fraunhofer-Chef Wilhelm Bauer die Arbeit des Ludwigsburger Innovationsnetzwerks. (von links, Foto: Ludmilla Parsyak/Fraunhofer IAO)

Der Alltag wird digitaler, künftig werden Apps und Co. unser Leben immer mehr bestimmen. Die Chancen der fortschreitenden Digitalisierung können Kommunen für ihre Bürgerinnen und Bürger nutzen – dazu müssen sie offen für neue Ideen sein. Am 29. und 30. November 2017 bot dafür das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation gemeinsam mit dem Innenministerium Baden-Württemberg eine kreative Plattform. Auch Ludwigsburg nahm an dem Treffen zusammen mit seinen Partnern aus Wirtschaft und Forschung im Innovationsnetzwerk „Living LaB“ teil.

In Stuttgart trafen sich an beiden Tagen Städte, Gemeinden und Landkreise, politische Vertreter, Start-ups, Unternehmen und Studierende unter dem Motto „Morgenstadt-Werkstatt meets Digitale Zukunftskommune@bw“. Sie brachten bei der Veranstaltung ihre Ideen und Fragen ein, wie man die Kommune der Zukunft gestalten könnte und sprachen in Diskussionsrunden über mögliche Lösungen für Probleme.

Gemeinsam den Wandel bewältigen

Große Themen der Tagung waren die Energie- und die Mobilitätswende sowie der demografische Wandel und der digitale Wandel hin zur „Smart City“. Einig waren sich die Teilnehmenden darin: Um die Herausforderungen zu bewältigen, müssen alle vor Ort zusammenarbeiten. Die drängenden Zukunftsthemen dürfen nicht isoliert, sondern sollten im gesamtstädtischen Zusammenhang betrachtet und gestaltet werden.

Die teilnehmenden Firmen und Start-ups konnten sich auf der Veranstaltung vernetzen, bekamen direktes Feedback zu ihren Konzepten und fanden neue Partner für ihre Projekte. Die Städte, Gemeinden und Landkreise gewannen wertvolle Einblicke in den aktuellen Stand der Forschung. Sie tauschten sich zu drängenden Fragen aus und lernten neue Anwendungsfälle, Technologien und Dienstleistungen kennen.

Bürgerschaft auf dem Weg zur „Smart City“ beteiligen

Dr. Andrea Bräuning, die Leiterin des Ludwigsburger Living LaB, stellte bei dem Treffen die Arbeit des städtischen Innovationsnetzwerks vor: „In Ludwigsburg ist der Weg zur Smart City ein Prozess, der von Wissenschaft, Wirtschaft und Stadtverwaltung gemeinsam gestaltet wird“, erklärte sie, „und das mit intensiver Einbindung der Bürger.“ Die Ludwigsburgerinnen und Ludwigsburger können sich zum Beispiel an Kreativ-Workshops im Stadtlabor an der Hoferstraße beteiligen und an vielen weiteren Bürgerveranstaltungen vor Ort zur Nachhaltigen Stadtentwicklung.

Auch bei der Morgenstadt-Werkstatt in Stuttgart konnten Studierende und interessierte Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen und Wünsche einbringen, sie gaben damit den teilnehmenden Kommunen und Unternehmen Einblicke in ihre Perspektive. Die Möglichkeit dazu boten Workshops, eine Ausstellung und „Speed-Meetings“.

Landesregierung unterstützt Initiativen

Wie bei der ersten Morgenstadt-Werkstatt im vergangenen Jahr fanden auch mehrere „Makeathons“ zu verschiedenen Smart-City-Themen statt. Mit fachlicher Unterstützung und Tipps von Wissenschaftlern fertigten die Teilnehmer dabei Skizzen, Pläne oder Prototypen für neue kreative Anwendungen in der vernetzten Stadt. Die Arbeitsgruppen stellten sie am Ende des ersten Tages vor, die besten Ergebnisse wurden von Innen- und Digitalisierungsminister Thomas Strobl ausgezeichnet.

Die Landesregierung fördert bereits mit dem Programm „Städte und Gemeinden 4.0 – Future Communities“ die Digitalisierung in den Kommunen. Davon profitiert Ludwigsburg in besonderem Maß: Von insgesamt 800.000 Euro Fördersumme für etwa 100 Städte und Gemeinden bekam die Barockstadt 106.000 Euro zugesagt. Gleich drei Ludwigsburger Projekte wurden dafür ausgewählt, ein Begrüßungsroboter im Bürgerbüro, eine App fürs Parken und digitale Helfer im Stadtraum. (Clemens Flach)

Mitteilung vom 01. Dezember 2017

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