Die Zukunft ist digital

Moderne Technologien und ihre Bedeutung für die Stadtentwicklung – Diskussion mit OB Spec und Minister Strobl

Mit einer App direkt zum freien Parkplatz. (Foto: Robert Bosch GmbH)

Das Land führt Fach- und Bürgerdialoge mit Kommunen zum Thema Digitalisierung. Der Startschuss der Informationstour „Digitale Zukunftskommune Baden-Württemberg“ fiel jetzt in Ludwigsburg mit Minister Thomas Strobl.

Zu einer Veranstaltung des Landes und der Stadt Ludwigsburg trafen sich auf dem Innovationscampus „urbanharbour“ in der Weststadt der stellvertretende Ministerpräsident und Digitalisierungsminister Strobl mit Oberbürgermeister Spec, dem Unternehmer Max Maier sowie weiteren Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft. Sie diskutierten über die Bedeutung der Digitalisierung für die Stadtentwicklung.

In Baden-Württemberg sind viele Kommunen Vorreiter bei der Digitalisierung. Ludwigsburg gehört nicht nur dazu, sondern geht die Digitalisierung besonders grundlegend und umfassend an. In enger Partnerschaft mit weltweit agierenden Wirtschaftsunternehmen und wichtigen Hochschulpartnern richtete Ludwigsburg mit dem LivingLab ein Testfeld für neue, vernetzte Technologien ein. Diese Konstruktion unter Führung einer Kommune ist einmalig. Im Austausch mit anderen nationalen und internationalen Vorreiterstädten wird eine Vernetzung der gesamten digitalen Infrastruktur vor Ort ermöglicht.

So werden in Ludwigsburg beispielsweise mit einer App Autofahrer direkt zu einem freien Parkplatz geleitet, womit die Verkehrsbelastung um rund 30 Prozent reduziert wird. „Intelligente Straßenlaternen erkennen in Ludwigsburg heute schon Bewegungen von Menschen oder Fahrzeugen und leuchten nur dann in voller Kraft, wenn sie tatsächlich benötigt werden“, fügt OB Spec ein weiteres Beispiel hinzu. Hierdurch steige die Energieeffizienz und sinken die Kosten. „Wir müssen uns stets fragen, welche Leistungen dem Menschen dienen“, betonte der Oberbürgermeister.

Für Minister Strobl ist klar: „Die Digitalisierung verändert die Welt.“ Das Modellvorhaben des Landes stehe immer unter der Fragestellung: Was haben die Menschen im Land von der Digitalisierung? Mit modernen Technologien lasse sich zum Beispiel der Ärztemangel auf dem Land abmildern oder der Verkehr in Ballungszentren intelligent lenken. Bei ihrer Informationstour diskutiert die Landesregierung die Chancen der Digitalisierung mit Fachleuten sowie den Bürgerinnen und Bürgern.

„Das urbanharbor ist ein Raum für Entwicklungen, für Innovation, für Veränderung. Er dient als Katalysator für das gemeinschaftliche Leben, Arbeiten und Kommunizieren für Ludwigsburg, die Region und seine Menschen“, so Max Maier. „Eine praktische Anwendung der Digitalisierung: Wir haben beispielsweise mit Partnern aus der Wirtschaft, mit Lebensmittelproduzenten und Landwirten aus der Region eine Mehrweg-Infrastruktur entwickelt, um regionales, frisches Essen zukünftig vom Acker auf den Teller bringen zu können.“

„Die Digitalisierung hat enorme Potenziale für die Stadtentwicklung“, freut sich Minister Strobl. Das Land möchte mit den Verantwortlichen in den Kommunen darüber ins Gespräch kommen, wie die Potenziale bei Mobilität, Gesundheit oder in der Verwaltung intelligent und nachhaltig genutzt werden können. Dabei müsse die Datensicherheit gewährleistet werden. „Die Digitalisierung entwickelt sich zunehmend zu einem Standortfaktor“, so Minister Strobl.

„Innovationen kommen mit einem Netzwerk vieler starker Partner besonders gut und erfolgreich voran“, ergänzte OB Spec. Das sei ein Wesensmerkmal der digitalen Umwandlung: Kräfte, die ineinander fließen und sich vernetzen. Daran werde man in Ludwigsburg auch künftig festhalten. (Peter Spear)

Mitteilung vom 10. Februar 2017

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