Eine-Welt-Akteure auf Tour – Über Kongoussi zur Ludwigsburger Zukunftskonferenz

Was haben die globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung mit einem Ludwigsburger Bus zu tun? „Städte sind zentraler Lebensraum der Menschen und dynamische Wachstumszentren unserer Zeit. Dort bündeln sich Chancen und Herausforderungen einer globalen nachhaltigen Entwicklung“, so Saliou Gueye, Leiter der Koordinierungsstelle Kommunale Entwicklungszusammenarbeit. 

Ein gut sichtbarer Teil dieser Umsetzung in Ludwigsburg ist der Kongoussi Express – ein Bus, der über die Klimapartnerschaft mit Kongoussi und andere Nachhaltigkeitsprojekte der Stadt informiert. Seit August dieses Jahres fährt er mit zwei Linienbussen durch das Ludwigsburger Stadtgebiet.
 
An normalen Tagen transportiert der Bus Ludwigsburger Bürger und Bürgerinnen von A nach B. Letzten Donnerstag beherbergte er jedoch einzig und allein diejenigen, durch die er ins Leben gerufen wurde: die Engagierten in der Eine-Welt-Arbeit. Sich besser kennenzulernen war der Wunsch. Und das einmal außerhalb von Arbeitstreffen, Vorträgen und Aktionen. So starteten etwa 22 Vertreter aus den verschiedenen in Ludwigsburg bestehenden Initiativen und Projekten gegen 17 Uhr vom Rathausplatz. Veranstaltet wurde die Tour von der Koordinierungsstelle Kommunale Entwicklungszusammenarbeit.
 
Mit einer Rundfahrt durch die Stadt und Stationen in Grünbühl ging es schließlich zur Casa Melifera, wo ein köstliches Buffet zur Stärkung wartete. Im Anschluss wollte man sich inhaltlich austauschen. Ziel der inhaltlichen Arbeit war der Beitrag zur Zukunftskonferenz im Juni 2018. „Dies sind die Menschen, die sich für die Umsetzung politischer Absichtserklärungen wie beispielsweise zur weltweiten Armutsreduzierung und einem fairen weltweiten Miteinander in Politik, Verwaltung und Gesellschaft vor Ort einsetzen. Für diese Themen möchten wir uns als Eine-Welt-Forum in die Zukunftskonferenz 2018 einbringen“, erläutert Saliou Gueye.
Zu den Teilnehmenden gehörten neben Akteuren mit langjährigen Erfahrungen auch ganz frisch dazu gestoßene Engagierte. Ebenso breit waren die Rückmeldungen auf die Bustour – von einem verschmitzt lächelnden „Ach, das habe ich alles schon gekannt.“ bis hin zu einem begeisterten „Ich habe heute ganz neue Ecken von Ludwigsburg kennen gelernt“ war alles dabei. Einig war man sich, dass endlich einmal Zeit und Raum zum ungezwungenen Austausch und besseren Kennenlernen war. Denn die Akteurslandschaft in Ludwigsburg ist so vielfältig, dass sich die einzelnen Initiativen unmöglich alle untereinander kennen können: neben Agendagruppe, Stadtbibliothek und Amnesty Ludwigsburg waren an diesem Abend unter anderen der Förderkreis Burkina Faso, der Togo-Verein, Terre des Hommes, der Verein Lebendiges Dorf Kamerun, die Evangelische Hochschule Ludwigsburg, Afrika hilft Afrika, die Nachhaltigkeitsguides, Heartbeats e.V. und das Burkina-Komitee des Mörike Gymnasiums vertreten.
 
In der sich anschließenden Diskussion der Nachhaltigkeitsziele, der sogenannten SDGs (Sustainable Development Goals), wurden neben der Vielfalt auch die großen Gemeinsamkeiten der Engagierten deutlich: Acht Initiativen sahen ihre Ziele besonders im vierten SDG, der „Hochwertigen Bildung“, vertreten. Als ein weiterer Schwerpunkt der Ludwigsburger Akteure zeigten sich die Nachhaltigkeitsziele „Weniger Ungleichheiten“, „Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen“ sowie „Partnerschaften zur Erreichung der Ziele“. Die Stadt Ludwigsburg ist mit seinen Akteuren hervorragend aufgestellt und findet in ihnen eine breite Basis in Hinblick auf die nächste Zukunftskonferenz. Die Konferenz ist das Herzstück der Bürgerbeteiligung und bildet den roten Faden für das Ludwigsburger Stadtentwicklungskonzept. Sie findet alle drei Jahre statt.
 
Wichtig für die nächste Zukunftskonferenz war den anwesenden Eine-Welt-Akteuren vor allem mehr Informationen zu den städtischen Angeboten. Positiv bewerten die Engagierten, dass Stadtentwicklungskonzept und Zukunftskonferenz gute Rahmenbedingungen und Verbindlichkeiten für ihre Arbeit schaffen. Ein stärkerer Zusammenhalt der Stadtteile sei ebenso bereits erreicht worden wie die Kommunikation und Zusammenarbeit mit Menschen ganz verschiedener Erfahrungshintergründe und Einstellungen. Einig waren sich die Teilnehmenden darin, dass bereits viel erreicht wurde und es vor allem um eine Weiterführung und Intensivierung der Arbeit gehen sollte. „Wir freuen uns, auf der nächsten Zukunftskonferenz unsere eigenen Vorstellungen und Ideen mit einbringen zu können“; sagte Paula Härle vom Burkina-Komitee des Mörike-Gymnasiums. Genau dazu soll  die Zukunftskonferenz alle Bürger und Bürgerinnen ermutigen: An diesem Prozess teilzunehmen und sich im Juni nächsten Jahres aktiv einzubringen. Welche Möglichkeiten es gibt, dazu gibt es Infos unter www.meinlb.de, E-Mail: zukunft@ludwigsburg.de.

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