Kommunale Entwicklungszusammenarbeit

Koordinierungsstelle in Ludwigsburg

Die Koordinierungsstelle kommunaler Entwicklungspolitik soll vor der eigenen Haustür als Kompetenzzentrum mit vielfältigen Angeboten, mit Information, Beratung und Service, das entwicklungspolitische Engagement der Ludwigsburgerinnen und Ludwigsburger und der Verwaltung stärken wie auch ausbauen.

Leitmotiv "Global denken - lokal handeln"

Diese Handlungsmaxime der Lokalen Agenda 21 ist zugleich auch das Leitmotiv der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit. Der zugrundeliegende Gedanke ist, dass globale Probleme nicht allein auf internationaler Ebene gelöst werden können, sondern auch verantwortungsvolles Handeln vor Ort in den Kommunen erfordern.

Aufgabenbereich von der Bildung bis zum Klimaschutz

Die Arbeit der Ludwigsburger Koordinierungsstelle hat folgende Schwerpunkte:

  • Begleitung und Umsetzung des Klimaschutz- und Klimaanpassungsprojekts zwischen den Kommunen Kongoussi und Ludwigsburg - gefördert durch Mittel des BMZ
  • Schaffung von Strukturen zur nachhaltigen Verankerung kommunaler Entwicklungszusammenarbeit
  • Beitrag zum Erreichen der globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs: Sustainable Development Goals)
  • Vernetzung, Begleitung und Unterstützung von lokalen Akteuren wie beispielsweise Eine-Welt-Gruppen und deren Veranstaltungen und Aktivitäten; stärke Einbindung von hier lebenden Migrantinnen und Migranten in die Entwicklungszusammenarbeit
  • Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit: Sichtbarmachen der Klimapartnerschaft Ludwigsburg-Kongoussi und Förderung von entwicklungspolitischer Bildung und globalem Lernen, Aufbau von Kooperationen mit Schulen
  • Beitrag zur Weiterentwicklung der nachhaltigen und fairen Beschaffung in der Verwaltung

Aktuelle Termine

G20 Afrika-Konferenz in Berlin vom 12. bis 14. Juni 2017

An der G20-Afrika-Konferenz haben die Staats- und Regierungschefs sowie die Finanz- und Entwicklungsminister einer Reihe afrikanischer und G20-Länder sowie Vertreter von internationalen Organisationen teilgenommen: Afrikanische Entwicklungsbank, Weltbank und Internationaler Währungsfonds.

Ein Schwerpunkt der Konferenz war ein modernes, differenziertes Afrikabild zu vermitteln - und private Investoren für ein verstärktes wirtschaftliches Engagement in Afrika zu gewinnen: Vor allem in den ersten fünf Compact-Ländern Elfenbeinküste, Marokko, Ruanda, Senegal und Tunesien. Damit soll ein nachhaltigeres und inklusiveres wirtschaftliches Wachstum in Afrika gefördert werden. Neben Frieden und Sicherheit würden dadurch Wertschöpfung und Arbeitsplätze für die Jugend in Afrika geschaffen werden - was auch dazu beitragen könnte, die Flüchtlingsströme zu stoppen.

Der Leitsatz der Konferenz "Investing in common future" deckt sich mit dem Motto "Ludwigsburg denkt lokal und wirkt global". Saliou Gueye war als Koordinator für kommunale EZ der Stadt Ludwigsburg dabei und konnte im Rahmen von hochrangigen Panel-Diskussionen konkret über die Aktivitäten der Stadt Ludwigsburg in Kongoussi berichten.

Der bei der Konferenz diskutierte Marshallplan für Afrika geht auf die „Afrikanische Vision 2063“ der Afrikanischen Union zurück. Es wurde dabei nicht über, sondern mit Afrika geredet - dies kann als Paradigmenwechsel gesehen werden, so stand die Konferenz ganz im Zeichen eines echten Dialogs mit Afrika.

Aktivitäten und Treffen auf allen Ebenen

Aufbau des Eine-Welt-Netzwerks vor Ort in Ludwigsburg

Seit November 2016 wird die kommunale Entwicklungspolitik der Stadt Ludwigsburg von Saliou Gueye koordiniert. Zu seinen Aufgaben zählt unter anderem, ein Handlungskonzept für eine kommunale Entwicklungspolitik für Ludwigsburg zu formulieren und in diesem Prozess intensiv mit dem Netzwerk der entwicklungspolitisch aktiven Institutionen in Ludwigsburg zusammenzuarbeiten.

Beim Kick-off-Workshop mit den beteiligten Ludwigsburger Akteuren am 6. April 2017 hat er im Rathaus die Koordinierungsstelle Kommunale Entwicklungszusammenarbeit vorgestellt, Erster Bürgermeister Konrad Seigfried begrüßte die Teilnehmenden.

In dem Gespräch bot sich die Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen und zum Austausch untereinander. So gaben die Beteiligten einen gemeinsamen Impuls für den Aufbau eines Ludwigsburger Eine-Welt-Netzwerks - und erörterten dabei auch den Rahmen für ihre Mitwirkung am Handlungskonzept „Kommunale Entwicklungszusammenarbeit“.

Treffen mit nationalen Partnern

Saliou Gueye ist mit entwicklungspolitischen Partnern auf Landes- und Bundesebene vernetzt, durch Gespräche wie etwa mit der ehemaligen Integrationsministerin von Baden-Würtemberg, Bilkay Öney, oder Treffen in Bonn und Berlin mit Vertretern der Bundesregierung: Er tauschte sich vor kurzem mit Günther Nooke, dem Afrikabeauftragten der Bundesregierung, über die Ziele der Kommunalen Entwicklungszusammenarbeit aus - und gab dabei seine Erfahrungen mit den Ludwigsburger Afrikatagen weiter im Hinblick auf den Afrikatag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Beim nationalen Afrikatag am 21. Mai 2017 ist Saliou Gueye auch einer der Mitwirkenden.

Er war außerdem Gast bei der Fachdiskussion zum Thema „Migration und Entwicklung“ der Bertelsmann-Stiftung, ist im Auswärtigen Amt Mitglied der Kommission „Fluchtursachenbekämpfung“ und sprach dabei mit Georg Schmidt, dem Regionalbeauftragten des Auswärtigen Amts für das Afrika südlich der Sahara.

Kontakte mit internationalen Partnern

Und auch international pflegt Gueye Kontakte: So war etwa der senegalesische Botschafter am 8. April zu Besuch in Ludwigsburg. Der Hintergrund: Die weltweit in der Fremde lebenden und arbeitenden Landsleute aus afrikanischen Staaten leisten mit Überweisungen in ihre Heimatländer von zurzeit 447 Milliarden US-Dollar pro Jahr mehr als die offizielle Entwicklungshilfe aller Industriestaaten zusammen. 2016 wurden etwa zwei Milliarden US-Dollar von senegalesischen Expatriates in ihr Herkunftsland Senegal zurück überwiesen. Auch deshalb wollen viele afrikanische Staaten mit ihren Landsleuten in der Ferne noch intensiver als bislang zusammenarbeiten.

Mit dem in Burkina Faso geboren Architekten Diébédo Francis Kéré tauschte er sich über sozial und ökologisch nachhaltige Projekte des preisgekrönten Baufachmanns in Entwicklungsländern aus - besonders über die Projekte in dessen Heimatland, zu dem Ludwigsburg mit der Kommune Kongoussi eine besondere langjährige und intensive Beziehung pflegt.

Laufende Projekte

Klimapartnerschaft in der Sahelzone

Das Ludwigsburger Engagement in Burkina Faso geht mit einer Klimapartnerschaft in eine neue Phase, in der es um die gemeinsame Verantwortung für das Klima und die Bekämpfung der Klimafolgen geht.


Afrikaprojekt

Gemeinsam für Afrika - Ludwigsburg und Montbéliard machen sich für die Stadt Kongoussi im Norden von Burkina Faso stark.


Die Koordinierungsstelle für Entwicklungszusammenarbeit wird gefördert von Engagement Global mit der "Servicestelle Kommunen in der Einen Welt" und finanziell unterstützt durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

 

Kontakt

Koordination Kommunale
Entwicklungszusammenarbeit

Saliou Gueye
Obere Marktstr. 3
71634 Ludwigsburg




Telefon: 07141 910-4057
Fax: 07141 910-2783
E-Mail: s.gueye@ludwigsburg.de


Städtepartnerschaften 
Internationale Kontakte

Christine Süß
Wilhelmstraße 11
71638 Ludwigsburg

Telefon: 07141 / 9 10-27 50
Fax: 07141 / 9 10-27 37
E-Mail: c.suess@ludwigsburg.de