Ludwigsburg bewirbt sich für eine Landesgartenschau

Mehr Lebensqualität durch Grün in der Stadt

Nach der Bewerbung - vor der nächsten

Ludwigsburg erhält dieses Jahr keinen Zuschlag für die Landesgartenschau. Wichtige Projekte wie die Untertunnelung der B 27 sollen aber weiterverfolgt werden. Die Stadt wird sich noch einmal bewerben.


Ludwigsburg hat sich um eine Landesgartenschau in den Jahren 2026 bis 2030 beworben. Die Landesregierung hat am 3. Juli 2018 dazu die Entscheidung bekanntgegeben: Ellwangen, Rottweil und Ulm werden in den Jahren 2026, 2028 und 2030 die Landesgartenschauen ausrichten, außerdem finden Gartenschauen 2027 und 2029 in kleinerem Rahmen in Bad Urach und Vaihingen an der Enz statt. Ludwigsburg hat leider nicht den Zuschlag bekommen.

"Wir gönnen es den Gewinnerstädten natürlich, weil sie durch die Landesgartenschauen auch große Möglichkeiten eröffnet bekommen", erklärt Ludwigsburgs Baubürgermeister Michael Ilk . "Ich richte aber schon mal den Blick nach vorne: 2019 ist die nächste Bewerberrunde. Da könnte ich mir sehr gut vorstellen, wieder mit dabei zu sein. Ich will dem Votum des Gemeinderats allerdings nicht vorgreifen."

Viel positive Resonanz auf die Bewerbung

Das wäre dann die dritte Bewerbung Ludwigsburgs um die Landesgartenschau: "Aller guten Dinge sind bekanntlich drei", sagt Ilk optimistisch und beschreibt das weitere Vorgehen: "Wir bleiben auf dem eingeschlagenen Weg, der Wunsch nach mehr Grünflächen für die Naherholung ist ja weiter ungebrochen groß in der Bürgerschaft."

Für Bürgermeister Ilk steht fest: "Wir haben so viel positive Resonanz auf unsere Bewerbung um die Landesgartenschau erhalten - da ist für uns ganz klar: Wir werden an den Projekten festhalten."

Dazu nennt er die nächsten konkreten Schritte wie die Einbindung des Walcker-Parks in das Grünflächen-Konzept, die man weiter verfolge. "Aber auch die Verlegung der B27 zwischen dem Schloss und der Innenstadt unter die Erde zählt dazu", bekräftigt Ilk. "Auf der B27 sind an der Stelle täglich 70.000 Fahrzeuge unterwegs, so viel wie sonst auf einer Autobahn. Eine Landesgartenschau würde diesem Vorhaben natürlich weiteren Schub verleihen. Hier müssen wir unsere Stadt aber unbedingt reparieren."

Ludwigsburger Konzept für die Landesgartenschau

Die wichtigsten Ziele Ludwigsburgs sind dabei diese beschriebene Überdeckelung der B27 sowie die Verbindung der Stadtteile in die Innenstadt über eine Aneinanderreihung von Grünanlagen, Parks und Alleen über den sogenannten "Grünen Ring" - um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und Anreize für Fahrradfahrer zu schaffen. Die Grundlage bilden bestehende Konzepte wie das Freiflächenentwicklungskonzept, das Klimaanpassungs- und das Radroutenkonzept.

„Die Landesgartenschau hat eine riesige touristische Strahlkraft und ist ein tolles Ereignis für die Bürgerinnen und Bürger“, so Oberbürgermeister Werner Spec. „Aber noch wichtiger ist, dass sie enorme Chancen für die Stadtentwicklung bietet. Wir können als Stadt dauerhaft profitieren.“

Ein Stadtboulevard zwischen Innenstadt und Residenzschloss ist das Schlüsselprojekt des Gartenschau-Konzepts. (Visualisierung: Büro faktorgruen)

Bürgerinfo und Ortsbegehung der Bewertungskommission

Die Ludwigsburgerinnen und Ludwigsburger sind im Rahmen von Bürger-Informationsveranstaltungen in den Prozess eingebunden. Darüber hinaus war die Landesgartenschau bei der Zukunftskonferenz im Juni 2018 Thema.

Die Landesgartenschau-Bewertungskommission war im April zu Besuch in der Stadt, um sich ein Bild vor Ort zu machen.

Weitere Informationen über verschiedene Konzeptansätze, Zeitpläne sowie die Möglichkeit Fragen zu stellen, erhalten Sie auf der Beteiligungsplattform www.landesgartenschau.meinlb.de