Verdacht auf einen Kampfmittelfund

Freilegung und eventuelle Entschärfung erfolgen am 11. und 12. Januar

Bei einem Bauvorhaben in der Ludwigsburger Südstadt wurde in der Nähe des Holzheizkraftwerks ein noch nicht identifizierter Metallgegenstand entdeckt. Dieser liegt in sechs Metern Tiefe und muss jetzt genauer untersucht werden. Es gibt den Verdacht, dass es sich dabei um ein Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg handeln könnte. Für die Bevölkerung besteht jedoch keine akute Gefahr.

Die Stadtverwaltung und die zuständigen Stellen (zum Beispiel Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, Technisches Hilfswerk und Kampfmittel-Beseitigungsdienst) bereiten gegenwärtig alle notwendigen weiteren Schritte vor. Ob es sich bei dem gefundenen Gegenstand um ein ungefährliches Metallteil oder tatsächlich um ein Kampfmittel handelt, wird erst nach dessen Freilegung feststehen. Diese ist für den Freitag, 11. Januar, vorgesehen. Bei einem ungefährlichen Metallteil sind keine weiteren Sicherheitsmaßnahmen notwendig und die Aktion wird beendet.
 
Sollte es tatsächlich ein Kampfmittel sein, so muss dieses am Samstag, 12. Januar, durch den Kampfmittel-Beseitigungsdienst entschärft werden. Dazu werden zur Sicherheit die Anwohnerinnen und Anwohner in einem Umkreis von voraussichtlich 500 Metern evakuiert. Auch ein kleiner Teil der Nachbarkommune Kornwestheim ist dann von dieser Evakuierung betroffen.
 
Bereits am heutigen Freitag (4. Januar) wird die Stadtverwaltung alle betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner im Umkreis von 500 Metern informieren. An jede Haustür kommt ein Aushang, in jeden Briefkasten wird ein Informationsblatt eingeworfen. Der Aushang an der Haustür wird die Informationen auch in englischer, türkischer, italienischer sowie griechischer Sprache enthalten. Die städtische Wirtschaftsförderung wird außerdem alle ansässigen Betriebe in diesem 500-Meter-Radius kontaktieren. Während der Entschärfung dürfen sich dort keine Mitarbeitenden aufhalten, Maschinen sind in einen betriebssicheren Zustand zu versetzen.
 
Von Montag, 7. Januar, bis Samstag, 12. Januar, wird die Stadtverwaltung unter der Rufnummer 07141 910-2222 ein Bürgertelefon einrichten. Es ist zu folgenden Zeiten besetzt: Montag und Dienstag von 8 bis 18 Uhr, Mittwoch und Donnerstag von 8 bis 19 Uhr, Freitag von 8 bis 20 Uhr sowie gegebenenfalls am Samstag von 6 bis 18 Uhr beziehungsweise nach Bedarf. Über dieses Bürgertelefon kann für Personen, die krank oder gehbehindert sind, auch ein Krankentransport angefordert werden.
 
Auch über ein entsprechendes Formular auf der städtischen Website www.ludwigsburg.de/achtung ist dies möglich. Auf der Internet-Seite stellt die Stadt weitere Informationen rund um den möglichen Kampfmittelfund und die Evakuierung zur Verfügung. Häufige Fragen – zum Beispiel „Was tun mit dem Haustier?“ und „Wie schützt man Fenster und Glastüren?“ – werden dort ebenfalls beantwortet.
 
Für den Fall einer Evakuierung am Samstag, 12. Januar, ab 8 Uhr, werden die Anwohnerinnen und Anwohner gebeten, sich etwas vorzunehmen, damit sie sich erst gar nicht in der Wohnung aufhalten müssen. Die Stadt wird außerdem im Beruflichen Schulzentrum, Römerhügelweg 53, eine entsprechende Notunterkunft einrichten.

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