Gemeinderat einig über das neue Konzept zum Nahverkehr

Beschluss bestätigt Doppelstrategie - Entscheidung fällt einstimmig

Wie geht es weiter mit dem Öffentlichen Nahverkehr? Der Gemeinderat hat jetzt den Weg frei gemacht für die nächsten Schritte in Richtung nachhaltiger Mobilität. (Foto: Fotolia.com/meerblick09)

Einstimmig hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am vergangenen Mittwoch das neue Konzept zum Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) beschlossen. Es bestätigt die Doppelstrategie, auf die sich im Verkehrsministerium das Landratsamt, die Stadt Ludwigsburg sowie die benachbarten Kommunen Anfang April geeinigt hatten.

„Mit dieser Doppelstrategie haben wir jetzt die Chance, für die Stadt und den Landkreis Ludwigsburg Lösungen anzubieten, die attraktiv sind und die Mobilität deutlich verbessern“, freute sich Oberbürgermeister Werner Spec über das eindeutige Signal des Gemeinderats. „Damit ist eine spätere Umwandlung der Strecken auf eine Stadtbahnlinie nicht ausgeschlossen. Wir können das eine tun, ohne das andere zu lassen.“

Stadtverwaltung und Gemeinderat sind überzeugt, auf diesem Weg schneller den Herausforderungen der Region in Bezug auf Fahrverbote, nachhaltige Mobilität und verbesserter Lebensqualität gerecht zu werden.

Der Gemeinderat beauftragte die Stadtverwaltung, die Bahnstrecke zwischen Markgröningen und Ludwigsburg gemeinsam mit der DB Netz AG als Eigentümer zu prüfen und ein förderfähiges Modell für Bau und Betrieb zu entwickeln. Die Kommunen Markgröningen, Möglingen und Kornwestheim sowie das Landratsamt Ludwigsburg und der Verband Region Stuttgart (VRS) sind an diesem Prozess zu beteiligen sowie das Verkehrsministerium Baden-Württemberg hinzuzuziehen. Diese Prüfung umfasst auch eine mögliche Weiterführung der Linie bis nach Kornwestheim mit einem Halt bei Wüstenrot & Württembergische, wo allein dort 4.500 Menschen Anschluss an den Schienenverkehr erhalten würden.

Zudem erteilte der Gemeinderat der Stadtverwaltung den Auftrag, gleichzeitig Planungen für ein BRT-Schnellbussystem im Stadtgebiet sowie nach Remseck vorzunehmen. Dazu gehört, für die Trassen einen entsprechenden Förderantrag beim Land vorzubereiten. Auch für dieses Vorhaben sieht der Gemeinderat eine enge Zusammenarbeit der Stadt mit Remseck, Kornwestheim, Landratsamt, Verband Region Stuttgart und Verkehrsministerium vor.

Im Rahmen der Doppelstrategie legte der Gemeinderat weiterhin fest, dass parallel zur Reaktivierung der Bahnstrecke und Planung eines BRT-Systems die Stadt Ludwigsburg das Landratsamt unterstützt, eine Niederflurstadtbahn zu beauftragen. Dies beinhaltet die Mitarbeit zu einem Förderantrag beim Bund sowie bei den weiteren Planungen, die mit den Partnern in Auftrag gegeben werden. Damit erteilte der Gemeinderat zudem einer Hochflurstadtbahn eine Absage.

Um diese Doppelstrategie zu verwirklichen, legte der Gemeinderat folgende Voraussetzungen fest: Die Bausteine aus Bahnstrecke, BRT-System und Niederflurstadtbahn können unabhängig voneinander entwickelt und gefördert werden und schließen sich nicht gegenseitig aus. Über getrennte Förderanträge und Aufträge ist dieser Prozess schrittweise zu verwirklichen. Dem Gemeinderat ist es wichtig, dass eine spätere Realisierung der Niederflurstadtbahn möglich bleibt.

Der Gemeinderat verlangt zudem verbindliche Aussagen von Bund und Land als Geldgeber der Fördermittel, die eine solche Vorgehensweise eindeutig bestätigen und ermöglichen.

Schließlich erhielt die Stadtverwaltung den Auftrag, im Laufe des weiteren Verfahrens folgende Kosten darzulegen: die Investitionskosten, für die Fördermittel fließen, die laufenden Kosten sowie bei den einzelnen Varianten der Kostenanteil der Stadt Ludwigsburg. Zudem werden Prognosen zu den jeweiligen Fahrgastzahlen vorgelegt. (Peter Spear)

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