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Robin Kohler – Erzieher in der Notbetreuung

Erzieher Robin Kohler betreut Kinder, deren Eltern in Berufen arbeiten, die zur Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens unabdingbar sind.

Beim Spielen mit den Kindern: Robin Kohler. (Foto: Benjamin Stollenberg)

Im Kinder- und Familienzentrum Poppenweiler ist es zurzeit ungewohnt still. Erzieher Robin Kohler kümmert sich normalerweise gemeinsam mit sechs Kolleginnen um 27 Krippenkinder – jetzt betreut er zusammen mit einer Kollegin zwei kleine Mädchen und einen Jungen. Auch in der Gruppe der über Dreijährigen sieht es ähnlich aus.
 
Die Eltern der drei Kinder arbeiten in sogenannten systemrelevanten Berufen. Das sind Berufe, ohne die das öffentliche Leben nicht mehr funktionieren würde, also etwa Ärzte, Pflegekräfte oder Polizisten. „Die Eltern sind sehr froh, dass es die Notbetreuung gibt. Und dass die Stadt diese dezentral anbietet“, so Robin Kohler. Denn so bleibt jedes Kind in seiner eigenen Kita, in seiner gewohnten Umgebung mit den bekannten Bezugspersonen.
 
„In der Kleinkindbetreuung ist es natürlich unmöglich, auf Distanz zu gehen. Die Kinder suchen Nähe, und den Kontakt können und wollen wir nicht abwehren. Mundschutz ist schwierig, das wäre gruselig für die Kinder“, erklärt Kohler die besondere Situation in seinem Beruf. Eltern und Erzieher würden aber extrem aufpassen, dass sie außer den beruflichen keine weiteren Kontakte haben und immer Abstand halten. „So halten wir die Gefährdung so gering wie möglich“, sagt der 27-Jährige.
 
Die Erzieherinnen und Erzieher des Kinder- und Familienzentrums lassen auch die Mütter und Väter, die ihre Kinder nun zuhause betreuen müssen, nicht allein. „Wir haben ihnen unser Frühlingsprogramm, das wir bereits vorbereitet hatten, nach Hause geschickt“, berichtet Robin Kohler. Jetzt können die Eltern mit ihren Kindern neue Lieder lernen und haben genug Bastel-Ideen.
 
Die größeren Kinder in der Notbetreuung vermissen ihre Spielkameraden oft. „Für die Kleinen in unserer Gruppe ist das noch kein Thema, sie beschäftigen sich mit sich alleine oder mit uns Erziehern“, so Kohler. Ganz wichtig sei es jetzt, in der Kita Rituale beizubehalten, an gewohnten Abläufen festzuhalten – damit die Kinder in dieser Ausnahmesituation so viel Normalität wie möglich haben.
 
„Auch für uns Erzieher ist die Situation gerade merkwürdig“, sagt Robin Kohler. „Es ist zwar schön, dass wir uns im Moment viel intensiver mit den wenigen Kindern beschäftigen können. Aber ich freue mich schon sehr, wenn hier das Leben wieder tobt.“

(Meike Wätjen – 27.03.2020)

 

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