Projekt „Biokohle“ als Bestandteil der Klimapartnerschaft mit Kongoussi

Expertenbesuch aus Burkina Faso

Das Projekt „Biokohle“ ist neben der Wasserversorgung ein zentraler Bestandteil der Klimapartnerschaft zwischen Ludwigsburg und Kongoussi.

Als Experte für dieses Projekt war jetzt Dr. Désiré Jean-Pascal Lompo von der Universität in Dédougou (Burkina Faso) zu Gast im Ludwigsburger Rathaus. Seine Botschaft: Vor Ort produzierte Biokohle kann die natürliche Bodenfunktion sichern und einen spürbaren Beitrag zur positiven Entwicklung einer klimaschonenden Landwirtschaft leisten.
 
Konrad Seigfried, Erster Bürgermeister der Stadt Ludwigsburg, Saliou Gueye, Koordinator für kommunale Entwicklungszusammenarbeit, sowie weitere Mitglieder der Projektgruppe „Klimapartnerschaft mit Kongoussi“ ließen sich von Dr. Lompo über die Herstellung und den Einsatz von Biokohle in der Landwirtschaft in Kongoussi informieren.
 
Biokohle wird in Brennöfen, den so genannten „Kon-Tikis“ aus Bioabfällen erzeugt und als Dünger im Ackerbau eingesetzt. Erfahrungsgemäß werden dadurch die Erträge langfristig um zirka 30 Prozent gesteigert. Dr. Lompo berichtete anschaulich von ersten Erfolgen: Bereits 300 Frauen und Männer aus den sechs Partnerdörfern haben eine Schulung zur Produktion und zum Einsatz von Biokohle besucht. Gemeinsam mit ihnen hat das Team um Dr. Lompo in jedem Dorf zwei Kon-Tikis gebaut.
 
Anschließend wurde auf jeweils vier Probe-Parzellen Roselle (Hibiscus sabdariffa, eine Art afrikanische Malve) eingepflanzt. Diese werden zur Herstellung von „Bissap“, einem westafrikanisches Getränk, verwendet und dienten der exemplarischen Überprüfung der Effizienz des eingesetzten Düngers aus Biokohle.
 
Die Untersuchungen zeigen den eindeutigen Erfolg des Projektes: Die Erträge der Ernte haben sich deutlich erhöht. Die Abfälle aus Laub und verwelkten Blätter werden wiederum zur Biokohle umgewandelt – damit schließt sich der Kreis.
 
Das Interesse am Thema Biokohle ist in Burkina Faso landesweit gestiegen. Aktuell stehen zirka 500 weitere Interessenten für Schulungen zum Thema Biokohle auf der Warteliste.
 
Erster Bürgermeister Konrad Seigfried betonte: „Unsere Klimapartnerschaft verbessert eindeutig die Lebensbedingungen der Menschen in der Sahelzone. Im Rahmen der Klimapartnerschaft suchen wir vor allem Lösungsansätze für drängende existentielle Herausforderungen, die durch den Klimawandel nochmals verschärft werden. Mit der Biokohle haben wir eine effiziente Möglichkeit gefunden.“
 
Informationen zum Stand der Klimapartnerschaft zwischen Ludwigsburg und Kongoussi:
Das Handlungsprogramm, das im Rahmen der Klimapartnerschaft mit Expertinnen und Experten aus Kongoussi entwickelt wurde, ist bis auf den Bau eines Infozentrums in Kongoussi umgesetzt. Wichtige Meilensteine waren dabei der Bau und die Inbetriebnahme von sechs solarbetriebenen Brunnenanlagen für die dringend benötigte saubere und ausreichende Trinkwasserwasserversorgung sowie der Bau von 80 Latrinen zur Sicherung der hygienischen Bedingungen.

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