Serviceroboter „L2B2“ begrüßt zukünftig im Bürgerbüro der Stadt Ludwigsburg

Teil des Programms „Städte und Gemeinden 4.0 – Future Communities“

Als erste Kommune in Deutschland setzt die Stadt Ludwigsburg in ihrem Bürgerbüro einen sprechenden Serviceroboter ein.

Die digitale Helferin mit dem Namen „L2B2“ begrüßt im Eingangsbereich des Bürgerbüros, fährt selbstständig über die Flure und begleitet die Besucherinnen und Besucher zu den entsprechenden Abteilungen. Oberbürgermeister Werner Spec und Ministerialdirektor Stefan Krebs, Beauftragter der Landesregierung für Informationstechnologie („Chief Information Officer“), stellten den Serviceroboter heute (25. April) bei einem Pressetermin vor.
 
„Technik und Digitalisierung sind nur dann sinnvoll, wenn sie auch den Menschen dienen“, betonte Oberbürgermeister Werner Spec. „Deshalb beschäftigen wir uns in Ludwigsburg an vielen Stellen mit den Chancen, aber auch mit den Risiken neuer Technologien. Dabei wollen wir unsere Bürgerinnen und Bürger unbedingt einbeziehen. Der Serviceroboter in unserem Bürgerbüro ist ein Beispiel, wie wir digitale Anwendungen im Alltag testen.“
 
„L2B2“ soll die Mitarbeitenden im Bürgerbüro entlasten und dazu beitragen, Abläufe zu optimieren. Ihren Namen hat die digitale Helferin übrigens durch einen Wettbewerb in Zusammenarbeit mit der örtlichen Zeitung erhalten. 173 Vorschläge waren eingegangen, die Wahl der Jury fiel schließlich auf „L2B2“ – in Anlehnung an das Autokennzeichen LB für Ludwigsburg und den Roboter „R2D2“ aus der Filmreihe Star Wars. Beim Serviceroboter in Ludwigsburg ist allerdings eine weibliche Stimme im Einsatz.
 
Der Serviceroboter ist Teil des Programms „Städte und Gemeinden 4.0 – Future Communities“, mit dem das baden-württembergische Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration kommunale Digitalisierungsprojekte fördert. Von insgesamt rund 800.000 Euro Fördersumme für fast 100 Städte und Gemeinden gehen allein etwa 106.000 Euro für drei Projekte nach Ludwigsburg. „Die Landesregierung setzt ganz bewusst die Städte und Gemeinden ins Zentrum unserer Digitalisierungsoffensive digital@bw. Ludwigsburg zeigt mit dem Serviceroboter, dass die öffentliche Verwaltung ganz vorne mitspielen kann. Rathäuser, Landratsämter und Ministerien müssen offen sein für neue Technologien und diese gewinnbringend zum Wohle der Menschen einsetzen“, sagte der CIO/CDO der Landesregierung, Ministerialdirektor Stefan Krebs, bei der Vorstellung des Serviceroboters.
 
Als weiteres gefördertes Projekt wird in einem Teil der Stadt bald das „Testfeld Parken 4.0“ eingerichtet. Dort soll es möglich sein, für den Einkauf, den Arztbesuch oder den Behördengang online einen Parkplatz zu reservieren – und auch gleichzeitig mit dem Auto dorthin gelotst zu werden. Das reduziert den Parksuchverkehr und nutzt bestehende Parkplätze besser.
 
Die Digitalisierung im öffentlichen Stadtraum ist das dritte der vom Land geförderten Modellprojekte: An Plätzen, in Parkanlagen oder in der Fußgängerzone werden testweise „intelligente Stadtmöbel“ aufgestellt. Die modernen Sitzgelegenheiten sollen dem Bürger eine Chance geben, mit Digitalisierung hautnah in Berührung zu kommen, um so mögliche Ängste abzubauen. Um die Digitalisierung für alle Beteiligten erlebbar zu machen, hat die Stadt Ludwigsburg 2015 außerdem das Innovationsnetzwerk Living LaB gegründet.
 
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Hintergrund: Living LaB – Innovationsnetzwerk für Ludwigsburg
 
Wie soll die Zukunft unserer Städte aussehen? Wie passen sich die Städte von morgen dem Klimawandel an? Wie bewältigen wir die Integration der Flüchtlinge? Wie begegnen wir den Herausforderungen des demografischen Wandels? Allen Fragen unserer Stadtgesellschaft geht die Stadt Ludwigsburg, auf der Grundlage ihres nachhaltigen Stadtentwicklungskonzeptes, im neuen Innovationsnetzwerk „LivingLaB Ludwigsburg“ nach.
 
In dem 2015 gegründeten Innovationsnetzwerk arbeiten die Stadt Ludwigsburg, Partner aus Wirtschaft, Industrie und Forschungseinrichtungen in einzigartiger kooperativer Weise zusammen. Aus dieser Zusammenarbeit sollen sich Impulse für neue, innovative Technologien entwickeln, die dann vor Ort unter realen Bedingungen im Stadtraum erprobt werden können.
 
Beispiele für Projekte:
In einem Pilotprojekt des Living LaB testet die Stadt Ludwigsburg das neue „Flood Monitoring System“ (Hochwasserfrühwarnsystem) der Firma Bosch am Neckar in Poppenweiher.Durch den Einsatz von Sensoren können sich Nutzer städtischer Büros und Einrichtungen testweise über die Luftqualität in Räumen informieren und sie mit Raumluftreinigungsgeräten verbessern. Ein Projekt mit MANN+HUMMEL.Ein 24/7-Terminal: Hier können die Bürgerinnen und Bürger zukünftig ihren Personalausweis rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche abholen. Im Rahmen eines Versuchsprojekts zur Verbesserung der Luftqualität in Ludwigsburg schenkt der Filtrationsexperte MANN+HUMMEL der Stadt einen City Tree: Durch Deckpflanzen geschütztes Moos soll Feinstaub binden, Sauerstoff produzieren und die Luft kühlen.
 
Ein Video zum Serviceroboter L2B2 gibt es unter:
https://vimeo.com/266447155
 
Weiterführende Informationen im Netz unter:
www.ludwigsburg.de/livinglab
www.digital-bw.de

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