Stadtteilentwicklungsplan Oßweil

Aktuelles

Bürgerbeteiligung am Schul-, Kultur- und Sportareal

Bericht von der Veranstaltung am 24. Juli 2018

Am Dienstag, 24. Juli 2018 hatte die Stadtverwaltung die Oßweiler Bürgerinnen und Bürger zur Rahmenplanung für das Schul-, Kultur- und Sportareal eingeladen. Auf der gut besuchten Veranstaltung mit etwa 60 Teilnehmenden im Evangelischen Gemeindezentrum Oßweil wurden drei Alternativen vorgestellt und in produktiver Arbeitsatmosphäre diskutiert. Mit dabei an diesem Abend waren Oberbürgermeister Werner Spec, Erster Bürgermeister Konrad Seigfried und Baubürgermeister Michael Ilk.

Bereits im Vorfeld hatten sich interessierte Oßweiler bei einem Rundgang durch das Planungsgebiet mit den Örtlichkeiten, insbesondere mit den topographischen Herausforderungen beschäftigt. Nach einer Begrüßung durch Oberbürgermeister Werner Spec erläuterte der Leiter des Fachbereichs Stadtplanung und Vermessung, Martin Kurt, die Rahmenbedingungen und die Ziele der Planung: Bei der Neuordnung des Areals geht es um den Neubau einer Mehrzweckhalle als Ersatz für die beiden derzeitigen Sporthallen August-Lämmle-Turnhalle und Mehrzweckhalle Oßweil. Auch eine Erweiterung und ein Neubau der Kindertageseinrichtung sind geplant, um damit mehr Platz im Schloss zu schaffen, und dazu noch eine Pflege-Wohneinrichtung für Senioren.

Drei Alternativen der Rahmenplanung zum Download

Wegen dieser umfangreichen Veränderungen wird das Areal städtebaulich neu geordnet – eines der Ziele dabei: das Oßweiler Schloss soll mehr sichtbar werden. Die Alternativen der Neuordnung wurden durch Michael Schröder vom beauftragten Planungsbüro Wick+Partner präsentiert. Die Idee, Pflegewohnen und Kindertageseinrichtung in einem Entwurf zu verwirklichen, stellten Ralf Oldendorf und Michaela Sowoidnich von der Evangelischen Heimstiftung vor und skizzierten das Konzept „Wohnen Plus“.

Nach der Pause war der nächste Teil der Veranstaltung als „World Café“ konzipiert: In eineinhalb Stunden durchliefen alle Teilnehmenden drei Thementische, an denen jeweils eine Alternative der Rahmenplanung vorgestellt wurde. An jedem Tisch wurden die Chancen und Herausforderungen einer Alternative aus unterschiedlichen Blickwinkeln gemeinsam mit den Moderatoren beleuchtet. Die einzelnen Gruppen gingen auch der Frage nach, wer den geplanten öffentlichen Park künftig wie nutzen könnte.

Nach kurzer Vorstellung der Ergebnisse und einer Erläuterung der nächsten Schritte verabschiedete Erster Bürgermeister Konrad Seigfried die Bürgerinnen und Bürger.
Im Herbst 2018 soll eine Alternative der Rahmenplanung in den Gremien beschlossen werden. Die gesammelten Anregungen der Veranstaltung und der Internetbeteiligung werden dazu nun bewertet und in die Entscheidungsfindung mit einbezogen.

In einem nächsten Schritt wird dann das Areal in verschiedene Bausteine unterteilt, jeder Baustein wird dann als eigenes Projekt weiterentwickelt. Die Bürgerinnen und Bürger werden in den zweimal jährlich stattfindenden Stadtteilausschuss-Sitzungen und gegebenenfalls weiteren Veranstaltungen informiert.

Über die Rahmenplanung zum Schul-, Kultur und Sportareal

In Oßweil bildet der Bereich zwischen Schloss und Mehrzweckhalle mit der August-Lämmle-Schule und den Sportanlagen seit Jahrzehnten ein wichtiges Zentrum für Bildung, Kultur und Sport. In den letzten Jahren zeigt sich jedoch immer deutlicher, dass der bauliche Bestand in die Jahre gekommen ist und auch die Anforderungen sowohl in baulicher wie struktureller Hinsicht überdacht und neu formuliert werden müssen.

Oßweil hat sich im vergangenen Jahrzehnt dynamisch entwickelt und die Frage ist nicht nur, wie die infrastrukturelle Ausstattung dem anzupassen ist, sondern auch wie die weitere Entwicklung gestaltet werden soll. In diesem Kontext sind für die folgenden Themen, die Frage nach der weiteren Entwicklung zu stellen und Konzepte für die zukünftige Entwicklung zu finden:

  • Mehrzweckhalle Oßweil
  • Kindergarten im Schloss
  • Nutzung im Schloss durch die Musikvereine
  • Die sportlich genutzten Flächen im Areal (Rasengroßspielfeld, Tennisplätze, Kleinspielfeld und Hundertmeter-Bahn)
     
  • Errichtung und Standort eines Kleinpflegeheims
  • Wohnbauflächen

Einige Entwicklungen, wie die Entwicklung der schulischen Infrastruktur sind mit der Sanierung und Erweiterung der August-Lämmle-Schule schon weit gediehen. Andere werden nach dem Beschluss des Rahmenplans in Angriff genommen.

Stadtteilkonferenz in Oßweil: 120 Bürgerinnen und Bürger machen mit

Das Raumprogramm der Mehrzweckhalle Oßweil, das Schul-, Kultur- und Sportareal sowie das Thema Mobilität standen im November im Mittelpunkt einer Stadtteilkonferenz in Oßweil, zu der die Stadtverwaltung eingeladen hatte. Etwa 120 Bürgerinnen und Bürger versorgten die städtischen Beschäftigten um OB Werner Spec mit einem Strauß voller Ideen und Anregungen. Diese werden nun ausgewertet. 

Anfang 2018 soll das zukünftige Raumprogramm der Mehrzweckhalle Oßweil und das weitere Vorgehen mit dem Gemeinderat besprochen werden. Die Vorschläge der Bürgerschaft zum Schul-, Kultur- und Sportareal wird die Stadtverwaltung bewerten und in die Diskussion im Rahmen des Stadtteilentwicklungsprozesses (STEP) einbringen. Auch das Thema Mobilität bleibt im Stadtteil auf der Tagesordnung: Eine weitere Veranstaltung findet in Oßweil im Jahr 2018 statt.

Zu Beginn der Stadtteilkonferenz informierte die Stadtverwaltung über die vielfältigen Aktivitäten in Oßweil. Im Anschluss waren die Bürgerinnen und Bürger gefragt. Sie versammelten sich an drei Marktständen und informierten sich über die Themen des Stadtteilentwicklungskonzeptes. Dazu hatten sie die Chance, Vorschläge und Ideen den jeweiligen Themenverantwortlichen der Stadt mitzugeben.

Danach arbeiteten die Bürgerinnen und Bürger im Detail an den Themen Mobilität sowie Mehrzweckhalle Oßweil mit. Zur Mobilität erläuterten die Mitarbeitenden der Stadtverwaltung die derzeit möglichen Trassen des BRT-Schnellbusses und der Niederflurvariante der Stadtbahn. Im Anschluss tauschten sich Stadtverwaltung und Bürgerschaft über Auto, öffentlichen Nahverkehr sowie Fuß- oder Fahrradverkehr aus. Hier erhielt die Stadtverwaltung wichtige Hinweise auf Stärken und Schwächen der Verkehrssituation im Stadtteil.

Unter Mitwirkung des Bürgervereins Oßweil erarbeiteten die Teilnehmenden zudem einen gemeinsamen Entwurf zum Raumprogramm der Mehrzweckhalle Oßweil. Bezug ist die im November von der Stadtverwaltung eingebrachte Gemeinderatsvorlage 330/17 zum Raumprogramm für eine neue Mehrzweckhalle in Oßweil sowie die Analyse des Bürgervereins über die zukünftigen Bedarfe der sportlichen und kulturellen Aktivitäten im Stadtteil. 

Vorbereitende Untersuchungen

Im Jahr 2018 soll für das „Sanierungsgebiet Oßweil-Ost“ der Antrag für ein Programm zur städtebaulichen Erneuerung gestellt werden. Dazu laufen derzeit die notwendigen vorbereitenden Untersuchungen. Warum haben Gemeinderat und Stadtverwaltung dieses Sanierungsprogramm in Oßweil und im Stadionquartier beantragt? Wo gibt es Handlungsbedarf und welche Möglichkeiten der Mängelbeseitigung gibt es?
 

Der Gemeinderat der Stadt Ludwigsburg hat am 22. Februar 2017 den Beginn vorbereitender Untersuchungen gemäß §141 Abs. 3 Baugesetzbuch beschlossen.

Wieso werden vorbereitende Untersuchungen benötigt?
Vorbereitende Untersuchungen sind notwendig für die Aufnahme in ein städtebauliches Sanierungsprogramm. Die Stadtverwaltung Ludwigsburg reagiert mit dem Beginn vorbereitender Untersuchungen und dem Ziel einer Aufnahme in ein Städtebauförderprogramm auf die vorhandenen Mängel und die Sanierungsbedürftigkeit des Ortskerns Oßweil. Damit geht die Stadtverwaltung auch auf Rückmeldungen aus der Bürgerschaft ein.

Ziele der vorbereitenden Untersuchungen

Die vorbereitenden Untersuchungen sammeln im Allgemeinen Erkenntnisse über die Notwendigkeit der Sanierung. Sie erheben die Ist-Situation vor Ort. Also die sozialen, strukturellen und städtebaulichen Verhältnisse und Zusammenhänge. Wo besteht Handlungsbedarf im Gebiet? Wie können Mängel behoben werden?
Darüber hinaus beziehen die Untersuchungen die Betroffenen vor Ort über Fragebögen, Informationsveranstaltungen oder Stadtteilspaziergänge mit ein.
Die damit gewonnen Erkenntnisse werden über das Gesamtgebiet strukturiert und in Handlungsempfehlungen und Maßnahmen gegliedert. Dazu werden auch die Kosten für die anstehenden Maßnahmen aufgestellt. Mit diesen gewonnen Informationen wird der Antrag für die Aufnahme in ein Städtebauförderprogramm gestellt.

Stadtteilspaziergang zum Sanierungsprogramm am 14. Juli

Verlauf des Rundgangs durch Oßweil - zum Vergrößern anklicken.

Am Freitag, 14. Juli 2017 findet ein Stadtteilspaziergang zu den vorbereitenden Untersuchungen für das Sanierungsprogramm mit Baubürgermeister Michael Ilk statt. Los geht es um 15 Uhr am Wettemarkt. Auf dem gemeinsamen Rundgang durch das Stadtquartier haben alle Interessierten die Möglichkeit, Fragen und Anregungen direkt an Ort und Stelle einzubringen.

Begleitet werden sie dazu auch von Beschäftigten der Stadtverwaltung und des beauftragten Sanierungsträgers, der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH, sowie dem Architektur- und Stadtplanungsbüro Wick + Partner. In etwa zwei Stunden werden fünf Stationen im Quartier in Augenschein genommen, an denen jeweils aktuelle Fragestellungen und Lösungswege angesprochen werden. Eine Anmeldung dafür ist nicht erforderlich.

Die folgenden Stationen sind Bestandteil des Spaziergangs. Die Teilnehmenden können entweder den ganzen Rundgang begleiten oder sich nur an einzelnen Stationen einbringen – eventuell mit ein wenig Geduld, sollten sich die Spaziergänger an den Stationen etwas verspäten:

  • Station 1: Start Wettemarkt 15.00 Uhr
  • Station 2: Winkele – Fußwegerschließung ca. 15.25 Uhr
  • Station 3: Friesenstraße - Penny Markt ca. 15.45 Uhr
  • Station 4: Hirschgraben ca. 16.15 Uhr
  • Station 5: Altes Schloss ca. 16.35 Uhr
  • Station 6: Ende Wettemarkt ca. 17.00 Uhr

Bürgerinformationsveranstaltung zum Sanierungsverfahren in Oßweil am 13. Mai

Am 13. Mai 2017 fand im Feuerwehrhaus in Oßweil die Bürgerinformationsveranstaltung für die vorbereitenden Untersuchungen in Oßweil statt. An der Veranstaltung nahmen circa 45 Bürgerinnen und Bürger, der Herr Oberbürgermeister Werner Spec und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung teil.

Im Rahmen des „Tags der Städtebauförderung“ informierte die Stadtverwaltung Ludwigsburg über die vorbereitenden Untersuchungen. Hierzu präsentierte der beauftragte Sanierungsträger die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH vertreten durch Herrn Timo Schaal, Informationen zum Vorgehen des Sanierungsträgers, zeigte an Bildern welchen Mehrwert die Stadterneuerung schaffen kann und verdeutlichte die Fördermöglichkeiten von privaten Eigentümern, sollte das Gebiet zu einem Sanierungsgebiet erklärt werden.

Gleichzeitig nutzte die Stadtverwaltung Ludwigsburg das Zusammenkommen als Chance über die aktuellen Entwicklungen aus dem Stadtteil Oßweil zu informieren. In einer kurzen Input Präsentation informierte die neue STEP-Verantwortliche (STEP= Stadtteilentwicklungsplan) Tabea Ritter über aktuelles in Oßweil. Die Stadtverwaltung berichtete über die Sanierung und Erweiterung der August-Lämmle-Schule, den Beschluss der Vorkaufssatzung im Bereich Oßweil Südost, das weitere Vorgehen im Entwicklungsbereich, die Kinderbetreuungsbedarfe und das weitere Vorgehen im STEP-Verfahren.

Anschließend hatten die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit sich an drei Thementischen mit Vertretern der Stadt und Herrn Schaal von der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH auszutauschen. Hierbei wurden Fragen und Antworten zu den vorbereitenden Untersuchungen gegeben, aber sich auch zu STEP Themen ausgetauscht. Dazu konnte bei gutem Wetter die Terrasse des Feuerwehrhauses optimal genutzt werden.

In der Abschlussrunde mit Herrn Oberbürgermeister Spec zeigte sich, dass das Thema Verkehr in Oßweil eine große Rolle in der Vergangenheit gespielt hat und in der Zukunft weiter spielen wird.

In einem nächsten Schritt erhalten alle betroffenen Bürgerinnen und Bürger des Untersuchungsgebietes nun einen Fragebogen. Dabei setzt die Stadt Ludwigsburg ganz auf die freiwillige Mitwirkung der Betroffenen. Mit den Angaben tragen alle betroffenen Bürgerinnen und Bürger, einer Entwicklung bei, die ihren Bedürfnissen entspricht.

Im Downloadbereich rechts finden Sie die Präsentationen der Veranstaltung und weitere Informationen zu den vorbereitenden Untersuchungen.

Das Untersuchungsgebiet

Hinweis: Das abgegrenzte Gebiet ist als Untersuchungsgebiet definiert, d.h. das zu untersuchende Gebiet entspricht nicht zwangsläufig dem zukünftigen Sanierungsgebiet. Das Sanierungsgebiet kann sich durch die Erkenntnisse der vorbereitenden Untersuchungen (Sanierungsbedürftigkeit und Finanzierbarkeit) verändern.

Auskunftspflicht nach § 138 Baugesetzbuch


Grundsätzlich müssen Eigentümer und Mieter notwendige Auskünfte zur Sanierungsvorbereitung nach §138 BauGB erteilen. Wir setzten jedoch ganz auf Ihre freiwillige Mitwirkungsbereitschaft und freuen uns, wenn Sie auch ganz persönlich mit uns in den Dialog treten. Mit Ihren Angaben tragen Sie zu einer Entwicklung bei, die auch Ihren Bedürfnissen entspricht.

Weiteres Vorgehen

Mit der Durchführung der vorbereitenden Untersuchungen ist die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH und im Unterauftrag Wick + Partner beauftragt. Die Projektmitarbeiter sind bereits im Untersuchungsgebiet unterwegs. Als Teil der vorbereitenden Untersuchungen findet am 13. Mai 2017 eine Informationsveranstaltung im Feuerwehrgerätehaus in Oßweil statt. Die Veranstaltung beginnt um 10:30 Uhr. Saalöffnung um 10:00 Uhr. Über eine kurze Mitteilung unter t.ritter@ludwigsburg.de, ob Sie zur Veranstaltung kommen, freuen wir uns.
Der Stadtteilspaziergang zu den vorbereitenden Untersuchungen wird voraussichtlich nach Pfingsten erfolgen, über den Termin werden wir Sie rechtzeitig informieren.

Hinweise

Die Förderung von privaten Bau- oder Abbruchmaßnahmen ist erst möglich, wenn die Sanierungssatzung durch den Gemeinderat beschlossen wurde und Finanzmittel zur Verfügung stehen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir bei diesem frühen Verfahrensstand nicht absehen können, wann dies genau der Fall sein wird. Aus diesem Grund warten Sie bitte, bis die Sanierungssatzung rechtskräftig ist und Sie eine schriftliche Vereinbarung mit der Stadt Ludwigsburg über den Umfang Ihrer Maßnahmen und eine etwaige Förderung getroffen haben. Maßnahmen, die ohne vertragliche Grundlage begonnen wurden, sind nicht förderfähig und sind nicht steuerlich begünstigt.

Siegerentwurf "Entwicklungsbereich Ost-Oßweil"

Bei der Sitzung des Preisgerichts, die am 4. Juni 2014 stattfand, kürte die Jury den Wettbewerbsbeitrag der Arbeitsgemeinschaft „MESS GbR / Urbane Gestalt / SHP Ingenieure“ zum Sieger. Der Entwurf konnte durch sein integratives und flexibles Konzept überzeugen. Die Jury sprach die Empfehlung aus den Entwurf in einem weiteren Schritt zu überarbeiten. Der Gemeinderat ist dieser Empfehlung gefolgt und hat am 23. April 2015 die Arbeitsgemeinschaft „MESS GbR/Urbane Gestalt/SHP Ingenieure“ mit dieser Vertiefung beauftragt.

Der Siegerentwurf bietet die Möglichkeit, die bestehenden und künftigen Funktionen des Gebietes: Wohnen, Sport, Freizeit, Mobilität und Landwirtschaft so anzuordnen, dass ein attraktiver Wohn- und Sportpark entsteht. Durch die geplante Öffnung des Sportparks für weitere Nutzungen bieten sich Potenziale für Anwohner, neue Bewohner und Vereine gleichermaßen. Der Entwurf bietet zudem ein Grundgerüst, welches in seiner räumlichen und zeitlichen Umsetzung viel Flexibilität aufweist.

Unter den Links „Wettbewerbsgewinner Plan 1-3“ im Download-Bereich rechts bzw. unten können diese Ideen eingesehen werden.

Details zum Entwurf der Arbeitsgemeinschaft

Entlang der Fuchshofstraße, sind die beiden Baufelder im Stile der barocken Blockstruktur modern interpretiert. Auf Basis dieser für Ludwigsburg typischen Baustruktur können verschiedenste Wohnformen entwickelt werden. Zwischen den beiden Baufeldern liegt ein großzügiger Grün- und Spielraum, der nach Süden einen Eingang in den Sportpark bieten kann. Am westlichen Oßweiler Ortsrand wiederum wurde die für Oßweil typische Bebauung aus Reihen, Einzel- und Doppelhäusern vorgesehen.

Im Sportpark selbst sind neben den verschiedenen Spielfeldern, auch Bewegungs- und Begegnungsräume für vereinsungebundenen Sport vorgesehen. Diese können mit Tischtennis, Bewegungsparcours für Senioren o.ä. ausgestattet werden. Über einen grünen modellierten Lärmschutzwall wird eine Fahrrad- und Fußgängerbrücke in Richtung Oßweiler Höhe geführt (siehe „Wettbewerbsgewinner Plan 3“).

Seit April 2015 ist der Siegerentwurf nun in der Vertiefungsphase. Auf Grund der verschiedenen Nutzungen des Gebietes, sind detaillierte Untersuchungen notwendig um weitere Fragestellungen zu konkretisieren. So wird zum Beispiel der notwendige Lärmschutz zwischen Wohnen, Sport und dem neuerzeugten Verkehr untersucht.

Desweiteren werden auf Basis der Verkehrserhebung von Anfang 2015 (siehe auch die Pressemitteilungen rechts bzw. unten) verschiedene Aufsiedlungsszenarien verkehrlich berechnet und in vier Varianten dargestellt. Sobald diese verkehrstechnische Untersuchung erfolgt ist, werden die Ergebnisse um eine klimatologische und lärmtechnische Beurteilung ergänzt (dies ist in der PowerPoint-Präsentation aus dem Gemeinderat vom 11. November 2015 dargestellt).

Der Siegerentwurf sieht zur überörtlichen Erschließung nur einen Erschließungsstich von der Schorndorfer Straße zur Fuchshofstraße und keine durchgebundene Waiblinger Straße vor. Eine endgültige Entscheidung hierzu steht aber noch aus. Erst wenn alle obengenannten Untersuchungen vollständig vorliegen, können Entscheidungen zur überörtlichen Erschließung getroffen werden.

Beteiligungsveranstaltungen zum Entwicklungsbereich Ost-Oßweil 2015

In der zweiten Jahreshälfte 2015 gab es neben den Präsentationen im Gemeinderat und dem Stadtteilausschuss zwei Beteiligungsveranstaltungen. Am 1. August 2015 war die verwaltungsinterne Projektgruppe Mitorganisator des Aktionstags Berliner Platz. Dort wurden den gesamten Tag über interessante Gespräche zu den Planungen geführt. Die Projektgruppe hat viele kritisch-konstruktive und positive Anregungen mitgenommen.

Am 10. Dezember 2015 fand die Planungswerkstatt zum Sportpark statt. Mit ca. 30 Teilnehmern der verschiedenen Vereine, Teilnehmern der Zukunftskonferenz und den Bürgervereinen Oßweil und Oststadt wurden die durch die Planer entwickelten Ideen diskutiert und konkretisiert. Im nächsten Schritt werden die Anregungen dieser Veranstaltung in die weitere Planungen eingearbeitet.

Städtebaulicher Ideenwettbewerb für den Entwicklungsbereich 2014 fortgesetzt

Bericht von der Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge

Daran waren die Jugendlichen von der Oststadtschule besonders interessiert: „Wie können wir den Berliner Platz neben unserer Schule für die Freizeit und die Pausen nutzen?“ Egal ob als Spiel- und Bewegungsraum für die jüngeren Kinder oder als Möglichkeit zum Treffen, Unterhalten und Ausruhen für die älteren Schülerinnen und Schüler – die Besucher haben zu dem Thema gerne ihre Ideen und Wünsche eingebracht und sich gemeinsam mit ihrer Schulleiterin und dem Schulsozialarbeiter mit Vorschlägen und Fragen beteiligt.

Das konnten alle anderen Interessierten auch: Bis Freitag, 21. Februar, hat die Stadtverwaltung eine Ausstellung im ehemaligen Autohaus an der Schorndorfer Straße 172 aufgebaut, in der alle Wettbewerbsbeiträge der beteiligten Planungsbüros vorgestellt werden.

Für Ludwigsburgs Baubürgermeister Michael Ilk und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bietet die Ausstellung eine gute Gelegenheit, sich mit den Anwohnern auszutauschen: „Es hat mich sehr interessiert, die Anliegen der Schülerinnen und Schüler von ihnen selbst zu hören“, erklärt er. „Wir wollen mit dieser neuen Form der Beteiligung über eine Ausstellung mehr Bürgerinnen und Bürger erreichen, auch diejenigen, die nicht zu den klassischen Infoveranstaltungen kommen.“ Fast 500 Interessierte aller Altersklassen aus der Oststadt, Oßweil und der Gesamtstadt haben die Möglichkeit bislang genutzt.

Nicht nur die jungen Leute freuen sich darüber, dass sie so frühzeitig in die Planung eingebunden werden: Von den Besuchern kommen Beiträge zu vielen verschiedenen Punkten im Umfeld des Entwicklungsbereichs. Die Problemstellungen unterscheiden sich je nach Wohnort und Quartier stark voneinander. „Wir erhalten ganz konkrete Hinweise und Vorschläge“, sagt Tobias Großmann.

Der städtische Verantwortliche freut sich über die rege Beteiligung: „Das sind wichtige Anregungen und Ergänzungen für unsere Arbeit. Gleichzeitig können wir in ausführlichen Gesprächen auch manche Bedenken ausräumen und Zusammenhänge erklären.“ Zum Beispiel auch, warum es manchmal länger dauert, bis Verbesserungen umgesetzt werden.

Der Oststadtverein hatte ebenfalls zur Beteiligung eingeladen und hat die Ausstellung bereits mit einer großen Gruppe aus interessierten Bürgerinnen und Bürgern besucht. Dabei informierten sich die Teilnehmer ausführlich über die verschiedenen möglichen Planungen und diskutierten über Vor- und Nachteile der Wettbewerbsvorschläge.

Weiteres Planungsverfahren

Das kooperative Planungsverfahren zum Entwicklungsbereich Oststadt und Oßweil wird so 2014 fortgesetzt. 2013 wurde die Verwaltung beauftragt einen städtebaulichen Ideenwettbewerb für das 60 Hektar große Areal zwischen dem Berliner Platz und dem westlichem Ortsrand Oßweils sowie zwischen Schorndorfer- und Friedrichstraße durchzuführen. Am 9. Oktober 2013 fand dazu im großen Saal des Kulturzentrums die Preisgerichtssitzung des Ideenwettbewerbs zum Entwicklungsbereich statt.

Eine Jury aus Fachleuten wie Stadtplanern, Landschaftsplanern, Verkehrsplanern und Sportexperten, Verwaltungsvertretern und jeweils einem Vertreter der politischen Gemeinderatsfraktionen hat dabei nach einem intensiven und diskussionsreichen Tag drei gleichberechtigte Preisträger gekürt und mit Überarbeitungsanforderungen versehen. Um aus den drei Entwürfen einen Siegerentwurf wählen zu können, soll die Überarbeitung mit den Planerteams fortgeführt werden. Bevor diese Überarbeitungsphase beginnt, wird die Bürgerschaft umfassend informiert und erneut am Prozess beteiligt.

Termine im Winter und im Frühjahr

Den Auftakt bildete dabei ein mündlicher Bericht im Gemeinderat am 30. Januar. Die öffentliche Vorstellung und Beteiligung am Verfahren wurde am 4. Februar mit der Eröffnung einer Ausstellung im ehemaligen Autohaus an der Schorndorfer Straße 172 fortgesetzt. Um mit städtischen Fachleuten ins Gespräch zu kommen, waren Projektverantwortliche der Stadt vom 4. bis 21. Februar jeweils dienstags und donnerstags von 14 bis 19 Uhr vor Ort. Sonst ist das Autohaus von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr und am Samstag von 10 bis 14 Uhr geöffnet.

Im Rahmen einer Planungswerkstatt am Samstag, 22. Februar, werden die Anregungen gebündelt und in die Überarbeitung eingebracht. Die Planerteams arbeiten anschließend bis Ostern an den Entwürfen weiter. Ende April wird erneut eine Fachjury tagen und die Preisträger bestimmen.

Mehr Informationen über das gesamte Verfahren stehen in der Infospalte rechts. Für Fragen dazu steht der persönlichen Ansprechpartner, der städtische Projektleiter Avni Veselaj, unter der E-Mail-Adresse a.veselaj@ludwigsburg.de  oder telefonisch unter 07141/910-3232 zur Verfügung.