Initiative "100 Stromer" in Ludwigsburg gestartet

Elektromobile auf die Straßen - Projekt der baden-württembergischen Modellkommunen

Die Initiative „100 Stromer“ wird gemeinsam von den drei Modellkommunen für Elektromobilität in Baden-Württemberg (Offenburg, Schwäbisch Gmünd und Ludwigsburg) gestartet. Das Ziel dabei ist, insbesondere Unternehmen und Gewerbetreibende darauf aufmerksam zu machen, dass Elektrofahrzeuge trotz der allseits diskutierten Nachteile im Vergleich zu konventionellen Fahrzeugen bereits heute wirtschaftlich eingesetzt werden können. Gemeinsam wird angestrebt, zusätzlich 100 Elektrofahrzeuge, voll-elektrisch oder Plug-in-Hybrid, auf die Straßen im Zulassungsbereich zu bekommen.

„Wir freuen uns sehr, dass Ludwigsburg, Offenburg und Schwäbisch Gmünd gemeinsam mit uns die Initiative 100 Stromer starten. Die Kommunen werden in Zusammenarbeit mit lokalen Stakeholdern wie Stadtwerken, Autohändlern oder Handwerkern spezielle Angebote schaffen und Aktionen durchführen, um noch mehr Bürgerinnen und Bürger von der Elektromobilität zu überzeugen und zu begeistern. So bringen wir gemeinsam Elektromobilität in den Alltag“, sagte Franz Loogen, Geschäftsführer der e-mobil BW, der am 11. November 2015 in Offenburg gemeinsam mit Vertretern der drei Kommunen den offiziellen Startschuss für die Initiative gab.

Bürgermeister Ilk mit Elektromobil

„Die E-Mobilität ist die Zukunft“, mit diesen Worten fasst Bürgermeister Michael Ilk in seiner Eröffnungsrede auf der Initiativ-Veranstaltung am 19. November 2015 in Ludwigsburg die Bedeutung dieser Zukunftstechnologie nicht nur für Ludwigsburg zusammen. Im Bild oben die Teilnehmer (von links) MdB Steffen Bilger, Michael Ilk, Carsten Walloschke, Heinz Handtrack, Norbert Barthle (Parlamentarischer Staatssekretär beim BMVI), Albert Geiger und Reinhold Noz. Das Projekt ist in der Öffentlichkeit und bei den Unternehmen auf reges Interesse gestoßen. An dem Projekt „100 Stromer - Elektromobile auf die Straßen“ der Stadt Ludwigsburg beteiligt sich auch die Management- und IT-Beratung MHP - A Porsche Company aus Ludwigsburg. Dr. Oliver Kelkar, Leiter Innovation Management, bei MHP: „Als eines der weltweit führenden Beratungsunternehmen mit Schwerpunkt Automotive beschäftigen wir uns intensiv mit der Mobilität der Zukunft - auch in der Smart City. Die Elektromobilität spielt dabei eine zentrale Rolle. Für uns ist es daher nur logisch, dass wir als Unternehmen selbst Teil dieser Zukunft sind. Das Projekt ‚100 Stromer‘ ermöglicht dies, unter anderem auch weil wir mit unserem Hauptstandort Ludwigsburg eng verbunden sind, perfekt.“

Im Rahmen von 100 Stromer werden verschiedene Anwendungsgebiete der Elektromobilität aufgezeigt, bei denen sich Elektrofahrzeuge einsetzen lassen, welches Fahrzeug sich für welchen Zweck am besten eignet, wo Elektrofahrzeuge alltagstauglich sind und welche Vorteile Elektromobilität bietet. Zielgruppen der Initiative sind die Fuhrparks der Kommunen selbst bzw. der öffentlichen Einrichtungen, aber auch von Handel, Handwerk und Dienstleistungen. Darüber hinaus richtet sich 100 Stromer auch an Privatpersonen: vor allem Pendler und Zweitwagen-Besitzer sind ideale Nutzer von Elektrofahrzeugen. Auf dem Rathaushof präsentierten die Autohäuser am 19. November ihre aktuellen E-Fahrzeuge und konnten damit ihre Marktposition hinsichtlich der Vielfalt von E-Fahrzeugen auf dem deutschen Markt untermauern.

Die Stadt Ludwigsburg wird zügig die aus dem neuen Elektromobilitätsgesetz abgeleiteten Vorteile für die Halter von Elektromobilen im öffentlichen Raum umsetzen. In der Hauptsache zielen diese Privilegien auf eine Befreiung von Parkgebühren im öffentlichen Raum. Um die Voreile in Anspruch nehmen zu können, müssen die Fahrzeuge mit dem neuen „E-Kennzeichen“ versehen sein. Bereits angemeldete Fahrzeuge müssen sich daher über die Zulassungsstelle ein neues Kennzeichen ausgeben lassen, neu in den Verkehr kommende Fahrzeuge erhalten automatisch das neue Kennzeichen. Die bisherigen Ausnahmegenehmigungen für gebührenfreies Parken im öffentlichen Raum verlieren mit Ablauf des Gültigkeitsdatums ebenfalls ihre befreiende Wirkung. Die kostenfreie Parkdauer wird begrenzt auf die jeweilige Höchstdauer und muss mit einer Parkscheibe nachgewiesen werden. An den Ladesäulen besteht ebenfalls kostenfreies Parken während des Ladevorganges. Die Höchstdauer soll auf vier Stunden mit Parkscheibe begrenzt werden, der Nachweis erfolgt über die eingelegte Parkscheibe.

Die Elektromobilität wird einen wichtigen Beitrag zur CO2-Einsparung und Lärmreduzierung in der Zukunft leisten. Als Modellkommune Elektromobilität will Ludwigsburg bei der Elektrifizierung im Straßenverkehr ebenfalls zu den Vorreitern gehören. Die Initiative wird über einen längeren Zeitraum hinweg von der Stadt begleitet, es sind weitere Veranstaltungen dazu in lockerer Folge geplant.

 

Kontakt

Referat Nachhaltige Stadtentwicklung
Heinz Handtrack
Stuttgarter Straße 2/1
71638 Ludwigsburg
Telefon: 07141 910-2248
h.handtrack@ludwigsburg.de

Kostenfreies Parken für Elektromobile

Informationen gibt es bei der Straßenverkehrsbehörde unter Telefon 07141/910-2274 oder per E-Mail an strassenverkehr@ludwigsburg.de

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