Ludwigsburg Intermodal

Bericht zum Start des Förderprojekts

Wichtiger Baustein für den "Wohlfühlbahnhof"

Mit dem Startschuss am Dienstag, 9. Juli 2013 wurde das Förderprojekt „Ludwigsburg Intermodal“ auf den Weg gebracht – und der Ludwigsburger Bahnhof machte sich auf den Weg, in drei Jahren zu einer Drehscheibe für nachhaltige Mobilität werden.

Mit dem geliehenen Elektrofahrrad zur Mietstation am Bahnhof, von dort mit Bus und Bahn weiter, während der Wartezeit zusätzliche, innovative Dienstleistungen in Anspruch genommen und alles per Chipkarte oder Smartphone-App gebucht und bezahlt: Das ist in Ludwigsburg bald keine Zukunftsvision mehr. Die Zuwendung für das Projekt beträgt insgesamt 1,5 Millionen Euro aus dem Bundesförderprogramm „Schaufenster Elektromobilität“.

Elemente des Projekts

Ökostrom-Ladestellen für Elektroautos, E-Carsharing mit „Flinkster“ von DB Rent und Pedelecsharing mit den neuen „Ludwigsburg Bikes“ – diese modernen Möglichkeiten der Fortbewegungsollen am Ludwigsburger Bahnhof mit dem öffentlichen Nahverkehr verknüpft werden. Gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Forschung und den Eigentümern der dortigen Objekte will die Stadtverwaltung den Bahnhof zu einer Drehscheibe weiterentwickeln, an der private und öffentliche Anbieter den Personenverkehr mit nachhaltig erzeugter Energie aus der Steckdose realisieren.

Projektpartner der Stadt sind die Stadtwerke Ludwigsburg Kornwestheim GmbH, das Städtebau Institut sowie das Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT) der Universität Stuttgart, die Bahntochter DB Rent GmbH, die Media Cluster GmbH aus Ludwigsburg, die Neue Arbeit gGmbH und die Eigentümer des Empfangsgebäu des und des Westportals.

Zudem wird im Rahmen des Projekts durch das IAT der Universität Stuttgart eine „MultiBox“ entwickelt und am Bahnhof als Prototyp aufgebaut. Neben der klassischen Zwischenlagerung von Gepäck soll diese MultiBox unterschiedlichste Funktionen übernehmen: als automatisierte Aus- und Rückgabe der obengenannten Elektrofahrzeuge mit integrierter Lademöglichkeit für Pedelec-Akkus, als Austauschplattform für gemeinschaftlich genutzte Güter wie etwa Werkzeuge oder als Lieferort für per Smartphone bestellte Einkaufswaren von Versandhändlern oder Supermärkten.  

Umsteigen erleichtern

Ziel ist es, den Pendlern das Wechseln zwischen unterschiedlichen Verkehrsträgern zu erleichtern, dabei die Wartezeit zu überbrücken und zusätzliche Wege für alltägliche Besorgungen einzusparen. Dies soll den Bahnhof attraktiver für die Bürger machen und helfen, ihn zum intermodalen Knotenpunkt zu entwickeln. 

„Wir haben bereits eine Flotte von Elektrofahrzeugen im Eigenbetrieb erfolgreich getestet. Und auch die Bürger durften bei Events wie den eMotionen die E-Fahrzeuge ausprobieren“, sagt Oberbürgermeister Werner Spec. „Als Modellkommune für Elektromobilität möchten wir die Chancen offensiver nutzen und die Menschen in das neue Mobilitätszeitalter mitnehmen.“ Das sei Teil des Stadtentwicklungskonzepts auf dem Weg zur klimaneutralen Kommune, so Werner Spec. Den Ökostrom für die Fahrzeuge sowie die Ladeinfrastruktur liefern die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB).

Schaufenster Elektromobilität - Living Lab

Für das „Schaufenster“-Förderprogramm war der Bundesregierung besonders wichtig, dass die Konzepte nicht nur praktikabel, sondern den Bürgern auch gut zu vermitteln seien. Das sah sie in Baden-Württemberg mit dem „LivingLab BWe mobil“ verwirklicht.Die rund 40 Projekte konzentrieren sich mit ihren Aktivitäten auf die Region Stuttgart und die Stadt Karlsruhe und sorgen auch international für eine große Sichtbarkeit. 

Koordiniert wird das „LivingLabBWe mobil“ durch die „Landesagentur für Elektromobilität und Brennstoffzellentechnologie e-mobil BW GmbH“ und die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS). Am Projektstandort Bahnhof Ludwigsburg wurden zudem gute Voraussetzungen geschaffen, etwa durch mehrere Auto-Parkhäuser und ein Fahrradparkhaus. Diese Anstrengungen wurden von 1. Mai 2013 bis zum 30. April 2016 mit den Zuschüssen aus dem Fördertopf belohnt, den die Stadt vom Bund für die Pilotprojekte zur Elektromobilität erhielt. Neben den 1.555.000 Euro Bundesförderung brachten Stadt und SWLB selbst noch einmal 355.000 Euro an eigenen Mitteln auf. Insgesamt standen für das Projekt damit 1,91 Millionen Euro zur Verfügung. Nach drei ereignisreichen Jahren ist die Förderphase nun abgeschlossen und das Projekt geht über zum technischen Betrieb. Mehr Informationen auf www.livinglab-bwe.de 

Umsetzung des Projekts

Am Ludwigsburger Bahnhof wird dieses neue Verkehrskonzept bis zum Projektende umgesetzt. Flankiert werden diese Bemühungen bereits von Projekten wie den „E-Bike-Stationen“, die ein Pedelecverleihnetz mit Stationen an den Bahnhöfen in der Region Stuttgart zum Inhalt hat. Auch in Ludwigsburg wurde eine Station eingerichtet. Dieses Projekt wird durch die Region mit rund 55.000 Euro gefördert. Die Stadtverwaltung informiert über die Fortschritte der Elektromobilität auf www.ludwigsburg-elektrisiert.de

„Mit diesem Förderprojekt ist ein wichtiger Baustein für unser Zukunftskonzept des Ludwigsburger Wohlfühlbahnhofs auf den Weg gebracht“, erklärt OB Werner Spec. „Als Stadt gehen wir auch mit gutem Beispiel voran, unsere Flotte an Elektro-Mobilen wird im Rahmen eines nachhaltigen Mobilitätskonzeptes weiter ausgebaut.“ In Ludwigsburg sind die Energiekompetenzen aus Bürgerschaft, Wirtschaft und Behörden in der Denkfabrik „Energetikom – Energiekompetenz und Ökodesign e. V.“ gebündelt, wo Konzepte und Ideen gemeinsam weiterentwickelt werden.

 

Kontakt

Referat Nachhaltige Stadtentwicklung
Heinz Handtrack
Stuttgarter Straße 2/1
71638 Ludwigsburg
Telefon: 07141 910-2248
h.handtrack@ludwigsburg.de

Kostenfreies Parken für Elektromobile

Informationen gibt es bei der Straßenverkehrsbehörde unter Telefon 07141/910-2274 oder per E-Mail an strassenverkehr@ludwigsburg.de

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