Modellkommune Elektromobilität

Große Chancen für Stadt und Umwelt

Aus heutiger Sicht werden sich alternative Antriebssysteme darunter die Elektromobilität zu Schlüsseltechnologien der Zukunft entwickeln. Dieser globale technologische Wandel wird weitreichende Auswirkungen auf den Feldern von Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft mit sich bringen, die in ihrer Reichweite heute noch nicht vollständig absehbar sind. Städte und Gemeinden müssen sich auf diesen Wandel einstellen, da sie von einer Vielzahl von Fragen rund um den praktischen Einsatz der neuen Antriebssysteme direkt betroffen sind.

Die Stadtverwaltung Ludwigsburg begreift Elektromobilität deshalb als Chance. Sie erhofft sich positive Impulse, die ihr helfen, Ziele des Stadtentwicklungskonzepts zu erreichen. Die neuen Technologien sollen beispielsweise in das Mobilitätskonzept einfließen und zur Luftreinhaltung und zur Lärmreduzierung beitragen. Ortansässige Gewerbe sollen ihr Wissen erweitern und durch Innovationen in Sachen Elektromobilität helfen, neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Um diesen Wandel aktiv und gewinnbringend gestalten zu können, hat die Stadtverwaltung das Ziel, sich beim Thema Elektromobilität in der Region zu positionieren. Als eine von drei Modellgemeinden Elektromobilität des Landes Baden-Württemberg hat sie bereits einen ersten Schritt in die elektromobile Zukunft getan.

Baden-Württemberg auf dem Weg zur Elektromobilität

Die Antriebssysteme der Zukunft sind für den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg von besonderer Bedeutung. In den kommenden Jahren gilt es, Industrie und Handwerk, Forschung und Dienstleistung mit ihrem Wissen und ihren Produkten auf dem Weltmarkt zu positionieren.

Dazu müssen enorme Anstrengungen unternommen werden. Auch die Kommunen sind aufgefordert, sich beim Thema Elektromobilität einzubringen, schließlich geht es nicht zuletzt um die Arbeitsplätze der Zukunft im Autoland Baden-Württemberg.

Mit der Gründung der Landesinitiative Elektromobilität im November 2009 stellte das Land Baden-Württemberg deshalb die Weichen für die Industrialisierung der Elektromobilität entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dies bedeutet, dass die Initiative daran arbeitet, alle Grundlagen die benötigt werden um die Elektromobilität einzuführen, von der Forschung und Entwicklung über die Produktion bis hin zum Vertrieb und der nötigen Infrastruktur zu schaffen, um die Elektromobilität für jede Bürgerin und jeden Bürger erschwinglich zu machen.

Herzstück der Initiative war die Gründung einer landeseigenen Gesellschaft zur Förderung der Elektromobilität und Brennstoffzellentechnologie in Baden-Württemberg, kurz e-mobil BW GmbH.

Ludwigsburg als Modellkommune Elektromobilität

Ein zentraler Bestandteil der Strategie der e-mobil BW GmbH auf dem Weg zu alternativen Antriebssystemen ist es, Modellkommunen für Elektromobilität zu schaffen. In den Modellkommunen soll getestet werden, wie die Elektromobilität am besten eingeführt werden kann und wie sich dies auf Handlungsfelder wie Produktion, Infrastruktur, Markteinführung oder Aus- und Fortbildung auswirkt.

Für die beteiligte Kommune entstehen dadurch zahlreiche Vorteile. Ludwigsburg hat die Chance als eine von drei Modellkommunen Elektromobilität in Baden-Württemberg, den elektromobilen Technologiewandel auf kommunaler Ebene vorzubereiten, sich dadurch Wettbewerbsvorteile zu erarbeiten und an vorderster Front bei der Einführung von Elektromobilität mitzuwirken.

Ludwigsburg verfügt über gute Voraussetzungen als Modellkommune Elektromobilität: Mit der Teilnahme am Projekt „Modellregionen Elektromobilität“ des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) kann Ludwigsburg bereits erste Erfahrungen im Bereich der Elektromobilität sammeln.

Ortsansässige Firmen wie Getrag oder Mann+Hummel stellen sich dem Wettbewerb und positionieren sich derzeit im Bereich Elektromobilität. Auch die ersten innovativen Handwerksbetriebe setzen sich schon heute mit den Geschäftsfeldern von morgen auseinander.

Stadtverwaltung und Verwaltungsspitze verfügen über ein gutes Kontaktnetzwerk zu entscheidenden Akteuren wie der Wirtschaftsregion Stuttgart (WRS), dem Fraunhofer Institut oder dem Verband der Automobilhersteller (VDA).
Das regionalen Kompetenzzentrum Energetikom bündelt die Kompetenzen aus diesem Netzwerk, dem auch ortsansässige Firmen wie Bosch oder Getrag angeschlossen sind.

Nicht zuletzt bietet das städtische Stadtentwicklungskonzept mit seinen Masterplänen eine ideale Grundlage, Aktivitäten im Bereich der Elektromobilität zu steuern. Denn im Rahmen des Stadtentwicklungskonzepts ist es längst selbstverständlich, Handlungsmöglichkeiten ganzheitlich zu betrachten und Arbeitsfelder eng miteinander zu verzahnen.

Zentrale Herausforderung angenommen

Die Schritte zum Aufbau der Modellkommune Ludwigsburg sind:

  • Schaffen der organisatorischen Vorraussetzungen innerhalb der Stadtverwaltung
  • Aufbau einer Projektstruktur
  • Kontaktaufnahme und Diskussion mit allen wichtigen Akteuren, um Ideen zu sammeln, Synergien zu bestehenden Projekten zu suchen und die Grundlage für ein tragfähiges elektromobiles Stadtentwicklungskonzept zu legen.
  • Erarbeiten eines Stufenplans, der als weitere Entscheidungsvorlage dienen kann.

Alternative Antriebssysteme und Elektromobilität sind zentrale Herausforderungen der nächsten Jahre. Auf die Kommunen und ihre Stadtwerke kommen hierbei sowohl große Aufgaben, aber auch Chancen zu. Die bevorstehenden Prozesse müssen von der Stadt Ludwigsburg aktiv und vor dem Hintergrund des Stadtentwicklungskonzepts ganzheitlich gestaltet werden.

 

Kontakt

Referat Nachhaltige Stadtentwicklung
Heinz Handtrack
Stuttgarter Straße 2/1
71638 Ludwigsburg
Telefon: 07141 910-2248
h.handtrack@ludwigsburg.de

Kostenfreies Parken für Elektromobile

Informationen gibt es bei der Straßenverkehrsbehörde unter Telefon 07141/910-2274 oder per E-Mail an strassenverkehr@ludwigsburg.de

Download