Neue E-Fahrzeuge für die Stadtverwaltung

Bundesförderung durch das „Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020“

Vom kleinen Fahrzeug der Stadtreinigung über den Dienstwagen bis hin zum Auto für die Polizeibehörde: Die Stadt Ludwigsburg baut ihren Bestand an Elektro-Fahrzeugen jetzt noch einmal aus. Zur Elektrifizierung des städtischen Fuhrparks bekommt sie Fördermittel des Bundes aus dem „Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020“ und arbeitet damit weiter am Umstieg auf nachhaltige Mobilität in allen Bereichen.

Präsentierten den neuen E-Streetscooter der Technischen Dienste (von links): Anna Ross, Steven Sonnet, Heinz Handtrack und OB Werner Spec. (Foto: Benjamin Stollenberg)

Bislang sind 16 Elektro- und Hybridfahrzeuge im Einsatz bei der Stadtverwaltung, 15 andere Wagen werden mit einem emissionsarmen Gasmotor angetrieben. Nun können bald viele weitere Dienstfahrzeuge mit umweltfreundlichen Elektromotoren angeschafft werden: Auf fast 2,2 Millionen Euro beläuft sich die Bundesförderung insgesamt. Damit können 75 Prozent der Mehrkosten eines Elektro- oder Hybridfahrzeugs im Vergleich zu einem Benziner oder Dieselfahrzeug aufgefangen werden. Nur 25 Prozent davon muss die Stadt selbst bezahlen, im städtischen Haushalt sind dafür mehr als 700.000 Euro eingeplant. Außerdem wird auch die Einrichtung von Ladestationen für die neuen E-Mobile durch die Fördermittel finanziert.
 
Im ersten Schritt will die Stadt Ludwigsburg 30 neue Elektro-Mobile anschaffen und damit viele Wagen mit Benzin- oder Dieselmotor durch klimafreundlichere Fahrzeuge ersetzen. Die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB) installieren dafür die zusätzlich notwendigen elektrischen Ladesäulen.
 
Fuhrparkmanagerin Anna Ross von den Technischen Diensten der Stadt Ludwigsburg (TDL) setzt das Förderprogramm um. Auch ihre Stelle ist bezuschusst, vom Land gibt es entsprechende Mittel. Ross kümmert sich um die Beschaffung der neuen E-Mobile bei der Stadt – viele davon sind Autos, aber auch leichte Nutzfahrzeuge und Sonderfahrzeuge fallen darunter: „Das Angebot an Elektro-Modellen auf dem Automarkt ist im Moment begrenzt,“ erklärt Ross. „Wir müssen in manchen Bereichen noch warten, bis elektrifizierte Fahrzeug-Varianten erhältlich sind.“ Bis Ende 2019 hat die Stadt Ludwigsburg in jedem Fall Zeit, um die Fördersumme voll auszuschöpfen.
 
Zeitgleich probieren die TDL auch neuartige Fahrzeugtypen im Alltagsbetrieb aus wie den „Streetscooter“: Der elektrische Kleintransporter stammt von der gleichnamigen Tochterfirma der Deutschen Post und ist extra für die Innenstädte gedacht. Die TDL haben den Wagen über das Autohaus Weller in Bietigheim bezogen. „Nutzfahrzeuge mit Elektro-Motor sind sehr selten, da bietet dieser leichte Lkw für uns eine Chance“, erläutert TDL-Chef Hans-Jürgen Schroff das Projekt. „Wir setzen den Scooter jetzt über den Winter ein, das wird sein Härtetest. Danach wissen wir, ob er sich auch in der kalten Jahreszeit bewährt und die Batterie für unsere Zwecke ausreicht.“ Die immer größer werdende Flotte der städtischen E-Fahrzeuge würde er dann gut ergänzen.

 

Kontakt

Referat Nachhaltige Stadtentwicklung
Heinz Handtrack
Stuttgarter Straße 2/1
71638 Ludwigsburg
Telefon: 07141 910-2248
h.handtrack@ludwigsburg.de

Kostenfreies Parken für Elektromobile

Informationen gibt es bei der Straßenverkehrsbehörde unter Telefon 07141/910-2274 oder per E-Mail an strassenverkehr@ludwigsburg.de

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