Fördergelder für den Masterplan zur sauberen Luft

Ludwigsburg erhält 337.000 Euro aus Mitteln des Bundesverkehrsministeriums

Die Stadt Ludwigsburg hat sich an dem Förderaufruf des Bundesministeriums für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) beteiligt, um einen so genannten „Green City Masterplan“ zu erstellen. Am (heutigen) Mittwoch erhielt Ludwigsburg im BMVI in Berlin einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 337.000 Euro.

Dieser Förderrahmen richtet sich an Städte mit erhöhten Stickoxid-Werten. Die Stadt möchte auf dem Gebiet der nachhaltigen Mobilität weitere Fortschritte erzielen. Ludwigsburg ist bereits seit Jahren aktiv, unter anderem auch als Modellkommune für Elektromobilität.
 
Der Masterplan soll dazu beitragen, die von der Stadt ausgearbeiteten Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität hinsichtlich ihrer Wirksamkeit zu priorisieren. Die Erarbeitung des Masterplans findet im Zeitraum vom 1. Januar bis spätestens 31. Juli 2018 statt und wird innerhalb der Stadtverwaltung koordiniert vom Referat Nachhaltige Stadtentwicklung unter Federführung von Oberbürgermeister Werner Spec. Verantwortlich für diesen Themenbereich ist der städtische Mitarbeiter Heinz Handtrack. Die Stadtverwaltung beabsichtigt, den Masterplan so früh wie möglich auf der Grundlage der bereits erfolgten Vorarbeiten vorzulegen.
 
Die Reihenfolge der Maßnahmen wird die Stadtverwaltung dem Gemeinderat zur Beratung und Entscheidung vorlegen. Erste Maßnahmen zum digitalen Parkraummanagement in der Weststadt sollen bereits im Frühjahr 2018 beschlossen und realisiert werden.
 
Der von der Bundesregierung und der Automobilindustrie zur Verfügung gestellte Förderrahmen in Höhe von einer Milliarde Euro zur Verbesserung der Luftqualität in den belasteten Städten beinhaltet einen Teilumfang für Digitalisierung im Verkehrsbereich in Höhe von 400 Millionen Euro. Um insbesondere Mittel aus diesem Förderumfang zu beantragen, ist die Vorlage eines Green City Masterplans eine zwingende Voraussetzung. Zahlreiche Projekte im Maßnahmenkatalog der Stadt Ludwigsburg sind eng mit der Digitalisierung verbunden, zum Beispiel intelligente Verkehrsleittechnik und Parkraummanagement.
 
Um darüber hinaus weitere Fördermittel aus dem Förderrahmen in Höhe von einer Milliarde Euro zu erhalten, hatte die Stadt bereits Anfang September einen Maßnahmenplan vorlegt, der vor dem zweiten Dieselgipfel Ende November noch einmal überarbeitet und erweitert wurde. Darin enthalten sind Vorhaben im Zusammenhang mit der „Doppelstrategie“ für den Öffentlichen Personennahverkehr der Zukunft: Sie betreffen die Reaktivierung der Eisenbahnstrecke zwischen Markgröningen und Ludwigsburg, die Beschaffung von Zügen und BRT-Fahrzeugen mit nachhaltigen Antrieben sowie den Bau einer Fahrbahn für einen BRT (Bus Rapid Transit) von Remseck zum Bahnhof Ludwigsburg.
 
Die Nachrüstung von Dieselbussen und die Neuanschaffung von nachhaltigen Elektro-Bussen sollen ebenfalls durch den Mobilitätsfonds unterstützt werden. Auch in den Bereichen Radverkehr und Verkehrssteuerung wurden Projekte aufgenommen. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und die Förderung von E-Taxis und E-Carsharing sind auch in dem Paket enthalten. Ein vergünstigtes Stadtticket für den ÖPNV könnte ebenfalls unterstützt werden.
 
Die Stadtverwaltung wird bei diesen vielschichtigen Maßnahmen zur raschen Verbesserung der Luftqualität auch die von der Ludwigsburger Firma Mann+Hummel entwickelten neuesten Systeme zur Filtration der Luftschadstoffe einbeziehen.

Mitteilung vom 20. Dezember 2017