Früherer OB Hans Jochen Henke wird 75

Amtszeit von 1984 bis 1995 – Oberbürgermeister Dr. Knecht würdigt Verdienste um die Stadtentwicklung

Am kommenden Sonntag, 12. Juli, feiert der frühere Ludwigsburger Oberbürgermeister Hans Jochen Henke seinen 75. Geburtstag. Elf Jahre lang, von 1984 bis 1995, stand der studierte Jurist an der Spitze der Stadtverwaltung der Barockstadt. Der CDU-Politiker war ebenfalls Mitglied im Kreistag sowie von 1994 bis 1995 Vorsitzender des neu gegründeten Verbands Region Stuttgart.

"Bis zum heutigen Tag prägt Hans Jochen Henke die Gesellschaft und die Kultur unserer Stadt “, würdigt ihn Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht. "Für seine Verdienste um Ludwigsburg kann der Dank gar nicht groß genug sein. Mit seinem Engagement und seinem Wirken hat er die Entwicklung der Stadt in einer ganz entscheidenden Phase vorangebracht – und dabei sowohl Weitsicht als auch einen Blick über den Tellerrand bewiesen. Zu seinem 75. Geburtstag sende ich ihm meine herzlichsten Glückwünsche.“
 
Hans Jochen Henke wurde in Hirsau (Calw) geboren. Sein Studium der Rechtswissenschaften absolvierte er in Tübingen und Freiburg. Vor seiner Wahl zum Oberbürgermeister fungierte Henke als Büroleiter des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Lothar Späth sowie als Leiter der Abteilung für Finanzen, Personal, Organisation im Staatsministerium. Seine Amtszeit in Ludwigsburg war unter anderem geprägt durch den Bau des Forums am Schlosspark, die Umsetzung der Rahmenplanung Innenstadt mit Umgestaltung des Marktplatzes sowie die erste große Phase der erfolgreichen Kasernenkonversion mit der Gründung der Filmakademie 1991. Auch der neu gestaltete Synagogenplatz entstand unter seiner Regie.
 
Weitere herausragende Ereignisse seiner Ära waren sicherlich 1987 das deutsch-französische Jugendtreffen zur Erinnerung an "25 Jahre Rede von Charles des Gaulle“ mit Bundeskanzler Helmut Kohl und Staatspräsident Jaques Chirac sowie 1990 die Verleihung des Adenauer-De-Gaulle-Preises der Bundesregierung an Ludwigsburg und Montbéliard für hervorragende Beiträge zur deutsch-französischen Freundschaft.
 
Dem Thema Kultur war und ist Hans Jochen Henke eng verbunden. Er war Mit-Initiator der KulturRegion Stuttgart und auch deren erster Vorsitzender. 1992 startete er in Ludwigsburg das Projekt "Platzverführungen“ mit Großplastiken im öffentlichen Raum – ein Ergebnis ist die Schlange auf der Sternkreuzung. Bis heute ist der Oberbürgermeister i. R. Ehrenmitglied des Kuratoriums und des Aufsichtsrats der Internationalen Schlossfestspiele Ludwigsburg.
 
1995 wechselte Henke in die Bundespolitik, zunächst als Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium. Von 1998 bis 2002 war er Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Stuttgart I. Hans Jochen Henke ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter.

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