Podiumsdiskussion zum Thema „Wer ist Deutschland?“

Anmeldung bis 13. Juli nötig

„Wer ist Deutschland?“ Dieser Frage gehen Max Czollek, Aladin El-Mafaalani und Argyri Paraschaki bei einer Podiumsdiskussion am Donnerstag, 16. Juli, um 19 Uhr im Scala nach. Unter der Moderation von Roswitha Keicher sprechen sie darüber, wer zu unserer Gesellschaft dazu gehört, wer sich wohin integrieren soll, wie weit wir in Sachen Gleichberechtigung sind und wo immer noch Diskriminierung stattfindet.

Die Podiumsdiskussion ist eine gemeinsame Veranstaltung der Stadtbibliothek Ludwigsburg, des städtischen Büros für Integration und Migration, des Scala Kultur Live und der Volkshochschule Ludwigsburg. Der ursprünglich anberaumte Termin im März musste abgesagt werden. Nun findet die Diskussion als Hybrid-Veranstaltung statt: Argyri Paraschaki und Roswitha Keicher diskutieren vor Ort auf der Bühne, Max Czollek und Aladin El-Mafaalani sind online zugeschaltet. Im Scala finden 99 Gäste Platz. Die Diskussion wird live ins Netz gestreamt, so dass weitere Interessierte online teilnehmen können. Fragen aus dem Publikum sind live und online möglich und erwünscht.
 
Der Teilnehmerkreis verspricht eine spannende Diskussion:
 
Max Czollek ist jüdisch, Berliner, Künstler und Politikwissenschaftler – und wütend auf das „Integrationstheater“, so der von ihm geprägte Begriff, in Deutschland. Seiner Meinung nach vertragen sich die Anforderungen an Zugewanderte oder Juden nicht mit der radikal vielfältigen Gesellschaft in Deutschland. Sein 2018 erschienene Streitschrift „Desintegriert euch!“ hat die Integrationsdebatte neu belebt.
 
Aladin El-Mafaalani lehrt an der Universität Osnabrück „Erziehung und Bildung in der Migrationsgesellschaft“ und leitet die Koordinierungsstelle für muslimisches Engagement in Nordrhein-Westfalen. „Wer davon ausgeht, dass Konfliktfreiheit ein Gradmesser für gelungene Integration und eine offene Gesellschaft ist, der irrt“, sagt El-Mafaalani in seinem Buch „Das Integrationsparadox“. Gesellschaftliches Zusammenwachsen erzeuge Kontroversen und populistische Abwehrreaktionen – in Deutschland und weltweit.
 
Argyri Paraschaki setzt sich als Geschäftsführerin des Landesverbandes der kommunalen Migrantenvertretungen überörtlich, überethnisch und überkonfessionell für eine gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund ein.
 
Roswitha Keicher leitet die Stabsstelle Partizipation und Integration der Stadt Heilbronn.
 
Der Eintritt ist frei. Für die Teilnahme vor Ort ist eine Anmeldung per E-Mail an integration@ludwigsburg.de bis Montag, 13. Juli, erforderlich. Einlass ist ab 18 Uhr.
Alle, die online teilnehmen möchten, finden weitere Informationen und Login-Daten unter https://www.scala.live/events/.

Die Podiumsdiskussion wird im Rahmen des Projekts „Bibliotheksentwicklung für die Stadtgesellschaft" im Fonds hochdrei der Kulturstiftung des Bundes gefördert.

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