Öffentliche Führung durch die Ausgrabung im Walcker-Park

Anmeldungen zum Termin am 27. Oktober noch möglich

Die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB) laden gemeinsam mit der Stadtverwaltung Ludwigsburg zu einer Führung durch die Ausgrabung im Walcker-Park ein. Archäologen des Landesamts für Denkmalpflege legen derzeit die Grundmauern der ehemaligen Talkaserne frei und haben dabei interessante Funde zum Vorschein gebracht.

Die Führung findet am Dienstag, 27. Oktober 2020, von 10 bis 11 Uhr statt. Treffpunkt ist die Ecke Untere Kasernenstraße und Bietigheimer Straße. Wegen der aktuellen Corona-Verordnung ist eine Besichtigung nur mit Voranmeldung möglich, die Teilnehmerzahl beschränkt. Es gelten die allgemeinen Hygiene- und Schutzrichtlinien, die Besichtigung der Ausgrabung ist außerdem nur mit festem Schuhwerk gestattet.
 
Alle Interessierten können sich hier online dazu anmelden: www.ludwigsburg.de/step, Fragen beantwortet Iven Messer von der Stadt per E-Mail an i.messer@ludwigsburg.de.
 
Über das Projekt „Walcker-Park“
Im Rahmen des Projekts entsteht auf der Fläche der ehemaligen Talkaserne eine der bedeutendsten Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen in Ludwigsburg, ein neuer städtischer Park. Durch ein neues Parkdeck an der Bietigheimer Straße wird Platz für eine attraktive Grünanlage frei – mit viel Raum für Freizeit, Erholung und Sport. Ziel ist eine bessere Aufenthaltsqualität zu erreichen, ohne dass die notwendigen zentrumsnahen Parkmöglichkeiten wegfallen.   
 
Bei den vorbereitenden Baumaßnahmen für das neue Parkdeck mit 125 Stellplätzen hat das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart bei einer Sondierungs-Grabung Fragmente der ehemaligen Talkaserne gefunden, der „Lochkaserne“. Als älteste nahm sie eine besondere Stellung unter den zahlreichen Kasernen in Ludwigsburg ein. Mit ihr wurde 1736 die Grundlage für die Entwicklung zur Garnisonsstadt gelegt. 1737 zog eine neu aufgestellte Artilleriekompanie als erster Truppenteil ein: 500 Mann, die mit Frauen und Kindern hier in großer Enge lebten. Bis zum Zweiten Weltkrieg wurde die Kaserne als solche genutzt. Danach beherbergte sie Geflüchtete, schließlich Sozialwohnungen bis zum Abbruch der Gebäude vor 50 Jahren.
 
Zur Grabung auf dem Baugelände
Durch eine archäologische Grabung werden nun vor Beginn der Bauarbeiten die Funde großflächig freigelegt und dokumentiert. Das Landesamt für Denkmalpflege rechnet damit, dass hierfür etwa vier Monate benötigt werden. Die Grabungsarbeiten, die im August begonnen haben, können voraussichtlich bis Ende Oktober oder Mitte November diesen Jahres abgeschlossen sein. Für die Dauer der Grabung werden die Baumaßnahmen am Parkhaus durch die Bauherrin, die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim GmbH, zurückgestellt. Die Arbeiten an den Grünflächen und den Spielbereichen können fortgesetzt werden. Nach Abschluss der Grabungen kann der Bau des neuen SWLB-Parkhauses mit Verspätung beginnen.

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