OB Knecht bietet telefonische Sprechstunde für Senioren an

Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht hat mit Bewohnerinnen und Bewohnern aus den Ludwigsburger Senioreneinrichtungen telefoniert. Der Hintergrund: Für betagte Menschen ist die aktuelle Situation besonders schwierig.

links: Berta Störk ist eine der Seniorinnen, die mit Oberbürgermeister Matthias Knecht telefoniert hat. (Foto: AWO Ludwigsburg) 
rechts: Oberbürgermeister Matthias Knecht an seinem Schreibtisch beim Telefonieren mit den Senioren. (Foto: Stadt Ludwigsburg)

Einsamkeit ist ohnehin für viele von ihnen ein Thema, als Risikopersonen für eine Corona-Erkrankung verstärkt sich die Isolation noch. Viele Familien halten sich bei Besuchen gegenwärtig zurück, um die Gesundheit ihrer Familienangehörigen nicht zu gefährden.

„Besonders jetzt in der Adventszeit fühlen sich viele ältere Menschen allein. Ich wollte zeigen: ‘Wir denken an Sie und sind bei Ihnen’“, so Oberbürgermeister Knecht. In den zwei Stunden am Telefon erfuhr Knecht viele Anekdoten aus dem Leben der Menschen, sprach über die aktuelle Situation in der Stadt unter Pandemiebedingungen und über die Planungen für die Weihnachtsfeiertage, die in diesem Jahr ganz anders sein werden als sonst.

„Ich habe viel mitnehmen können aus den Telefonaten, es hat mir großen Spaß gemacht“, so der OB. Berta Störk, Bewohnerin des Hans-Klenk-Hauses der Arbeiterwohlfahrt, berichtete begeistert von Adventsprogramm, Basteln und  Gymnastik – natürlich alles unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln. Mit Bewohnern aus dem Albert-Knapp-Heim kam der OB ins Gespräch über seine eigene Familie, lebte seine Oma Erika Knecht doch dort viele Jahre bis zu ihrem Lebensende mit 99 Jahren. Schuhmachermeister Johann Brendel, Bewohner der Karlshöhe, erzählte Knecht von den orthopädischen Schuhen, die er früher zu Berufszeiten für die Bewohner der Karlshöhe maßgefertigt hat, und gab Knecht viel historisches Wissen zum „Stadtteil“ mit.

Bereits jetzt steht fest, dass die Gespräche regelmäßig stattfinden werden. „Wir werden die Aktion auf alle Seniorenheime im Stadtgebiet ausweiten und versuchen, auch alleinstehende Senioren, die daheim wohnen, zu erreichen“, erläutert Matthias Knecht.

Schon seit fünf Jahren gibt es das Senioren-Kontakt-Telefon des städtischen Seniorenbüros. Unter der Telefonnummer 07141 910-4262 nehmen sich geschulte ehrenamtliche Mitarbeiterinnen gerne Zeit, hören zu und helfen bei kleinen Sorgen weiter. Auf Wunsch vermitteln die Mitarbeitenden Patinnen und Paten, die die Seniorin oder den Senior verbindlich regelmäßig anrufen, sich nach ihr oder ihm erkundigen und sich über die verschiedensten Themen austauschen. Sprechzeiten sind montags von 10 bis 12 Uhr, dienstags von 14 bis 16 Uhr und freitags von 10 bis 12 Uhr. Während der Weihnachtsferien des Seniorenbüros vom 22. Dezember bis 6. Januar ist das Telefon nicht besetzt

Außerdem steht für Fragen zum Verhalten in Zeiten des Coronavirus, für Hilfen bei der Alltagsbewältigung oder zum „einfach nur mal reden“ im städtischen Seniorenbüro montags bis freitags jeweils von 10 bis 12 Uhr die Telefonnummer 07141 910-2014 zur Verfügung. Auch dieses Angebot macht vom 22. Dezember bis 6. Januar Weihnachtspause. Wer generelle Fragen zu den beiden Telefon-Angeboten hat, zum Beispiel als Angehöriger, kann sich auch unter der E-Mail-Adresse seniorenbuero@ludwigsburg.de melden.

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