Elektromobilität ist Teil der Luftreinhaltung

Stadt hat 31 neue E-Fahrzeuge plus Lade-Infrastruktur angeschafft

In Sachen nachhaltige Mobilität geht die Stadt mit gutem Beispiel voran und stellt ihren Fuhrpark auf umweltfreundliche Elektro-Fahrzeuge um. Mit Fördermitteln aus dem Sofortprogramm „Saubere Luft“ des Bundesverkehrsministeriums sowie Fördermitteln des Landes Baden-Württemberg hat die Stadt 31 neue E-Fahrzeuge angeschafft, Nummer 32 folgt in Kürze. Dazu gehört auch die entsprechende Lade-Infrastruktur, nämlich 14 Doppel-Ladesäulen und elf Ladesäulen.

Die vier Fahrzeuge stehen stellvertretend für insgesamt 32 umweltfreundliche Elektro-Autos, die den städtischen Fuhrpark erneuern. Oberbürgermeister Matthias Knecht (rechts) und Bürgermeister Michael Ilk freuen sich darüber. (Foto: Stadt Ludwigsburg/Benjamin Stollenberg)

Die Fahrzeuge sind im innerstädtischen Verkehr hauptsächlich auf Kurzstrecken im Einsatz – zum Beispiel bei den Technischen Diensten Ludwigsburg, beim Fachbereich Sicherheit und Ordnung sowie beim Fachbereich Tiefbau und Grünflächen. Ihre Anschaffung ist ein Bestandteil des Green City Masterplans sowie des Luftreinhalteplans für Ludwigsburg. „Das Thema Luftreinhaltung genießt bei uns allerhöchste Priorität – nicht nur im Hinblick auf Fahrverbote, sondern auch, weil es um die Gesundheit der Menschen geht“, betont Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht. „Da ist es nur selbstverständlich, dass wir mit unserem eigenen Fuhrpark einen Beitrag dazu leisten.“
 
Die Kosten für die 32 Fahrzeuge – elf VW e-Golf, elf Renault Zoe, neun Renault Kangoo Z.E. sowie ein Renault Twizy – liegen bei insgesamt 780.000 Euro. Das Land Baden-Württemberg übernimmt davon 160.000 Euro, das sind 5.000 Euro pro Fahrzeug. Durch das Bundesprogramm „Saubere Luft 2017 – 2020“ werden jeweils 75 Prozent der Mehrkosten des Elektro-Fahrzeugs im Vergleich zum Verbrenner gefördert, außerdem gibt es entsprechende Zuschüsse für die Lade-Infrastruktur.
 
„Mit den Fördermitteln konnten wir ältere Verbrenner-Fahrzeuge aus unserem Fuhrpark durch neue, reine Elektro-Autos ersetzen“, sagt Bürgermeister Michael Ilk. „Insofern sind wir Bund und Land sehr dankbar für die entsprechende Förderung.“
 
Auch im aktuellen Konjunkturpaket des Bundes sind Förderungen für die Elektro-Mobilität vorgesehen. „Die Details dazu sind allerdings noch nicht bekannt“, erklärt Ilk. Zudem sei der Markt für Elektro-Fahrzeuge schwierig: „Unser derzeitiger Bedarf liegt eigentlich bei Nutzfahrzeugen, zum Beispiel könnten wir Kleintransporter oder kleine LKWs gebrauchen. Diese gibt es aber so gut wie gar nicht als Elektromodelle.“
 
Trotzdem ist die Stadt beim Thema Luftreinhaltung nicht untätig. Zu ihren weiteren Maßnahmen gehören Tempolimits wie das Tempo 40 auf der Friedrichstraße und auf einem Teil der B 27. Das sorgt bei den Fahrzeugen für weniger Schadstoffausstoß. Die kürzlich eingerichteten separaten Busspuren in der Schorndorfer Straße und der Schlossstraße machen den ÖPNV attraktiver und sollen mehr Menschen zu einem Umsteigen bewegen: Denn durch die eigenen Spuren können die Busse am Stau vorbeifahren.

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