Digitalisierung an Schulen: IT-Fachkräfte eingestellt

Die Stadtverwaltung hat mehrere neue Mitarbeitende eingestellt, die die IT an den Ludwigsburger Schulen betreuen. Warum dies gerade jetzt so wichtig ist und wie die Stellen finanziert werden.

Ein Mann sitzt an einem Tisch in einem Büro und tippt auf einem Tablet. Auf dem Tisch liegen drei weitere Tablets.
Giuseppe Madeo ist einer der vier neuen Mitarbeitenden. (Foto: Benjamin Stollenberg)

Seit dem Jahr 2017 treibt die Stadt Ludwigsburg die Digitalisierung an den Schulen intensiv voran. Durch den coronabedingten Fernunterricht hat das Thema nochmal eine ganz andere Dynamik erhalten: So hat die Stadt mit Geldern des Bundes im vergangenen Jahr 1.200 Tablets und 220 Notebooks für Schülerinnen und Schüler beschafft. Für das Jahr 2021 werden weitere 330 Schüler-Tablets sowie rund 600 mobile Endgeräte für Lehrerinnen und Lehrer bestellt. 

Um die stark gewachsene Informationstechnik (IT) zu betreuen, hat die Stadtverwaltung jetzt vier Fachkräfte eingestellt. Zwei von ihnen haben am 1. März ihre Arbeit aufgenommen, eine weitere Mitarbeiterin und ein Mitarbeiter beginnen am 1. April.

Finanzierung durch das Land

Die Stellen werden zu 100 Prozent vom Land Baden-Württemberg aus dem neu eingerichteten Administratorenprogramm finanziert. „Ohne die vier Mitarbeitenden könnten wir die zusätzlichen Aufgaben gar nicht bewältigen“, erläutert Daniel Wittmann, Leiter der Abteilung Schulen beim städtischen Fachbereich Bildung und Familie.

Die IT-Fachkräfte kümmern sich zum Beispiel um die Netzwerk-Infrastruktur und konfigurieren Tablets und Notebooks. Sie haben ihr Büro beim Fachbereich Bildung und Familie, sind aber auf einer telefonischen Hotline ständig für die Lehrerinnen und Lehrer der weiterführenden Schulen sowie der Grundschulen erreichbar. Bei Bedarf unterstützen sie vor Ort – zum Beispiel wenn ein Beamer defekt ist oder es Probleme mit dem WLAN gibt. Außerdem gehört es zu ihren Aufgaben, einen Teil der Lehrkräfte zu schulen. So können diese wiederum ihren Kolleginnen und Kollegen helfen.

„Wir haben in den vergangenen vier Jahren beim Thema Digitalisierung an Schulen schon sehr viel erreicht“, so Erster Bürgermeister Konrad Seigfried. Als Beispiele nennt er den flächendeckenden Ausbau der Glasfaseranbindung, die WLAN-Vernetzung und die Ausstattung der Schulen mit digitaler Medientechnik. „Diesen Weg werden wir konsequent weitergehen.“ (Meike Wätjen)