Integrationsrat stellt sich hinter Istanbul-Konvention

In seiner Sitzung am 23. März beschloss der Integrationsrat einstimmig, sich hinter die Ziele der Istanbul-Konvention zu stellen. Die Konvention steht für die Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt.

Zentrale Forderung ist es, das öffentliche Bewusstsein zu stärken, zielgruppenspezifische Präventionsangebote zu schaffen sowie das Hilfesystem anzupassen und Versorgungslücken zu schließen.

Die Umsetzung der Istanbul-Konvention in Ludwigsburg ist ein Schwerpunkt der Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten Judith Raupp. „Mit dem Runden Tisch gegen häusliche Gewalt hat Ludwigsburg bereits eine gute Struktur. Präventionsangebote und die Sensibilisierung in allen gesellschaftlichen Gruppen, wie zum Beispiel Vereinen, sind neben einer verlässlichen Finanzierung der Fachberatungsstellen die nächsten wichtigen Schritte“, erklärte Raupp im Integrationsrat.

Zeynep Özbay, eine Sprecherin des Gremiums, betonte: „Es ist traurig und beschämend, dass geschlechterspezifische Gewalt gegen Frauen und Mädchen weiterhin verbreitet ist. Umso unerlässlicher ist die Istanbul-Konvention, mit der die unterzeichnenden Länder sich der Verantwortung bewusst sind, sich ihrer Verpflichtung stellen und jegliche Maßnahmen dafür einsetzen, um die Unversehrtheit von Frauen und Mädchen zu gewährleisten.“

Anlass für die Beratung im Integrationsrat war die Vorstellung der Gleichstellungsbeauftragten in diesem Gremium und der aktuelle Austritt der Türkei aus dieser wichtigen Konvention. Auf Vorschlag von Erstem Bürgermeister Konrad Seigfried fasste der Integrationsrat anschließend einstimmig den Beschluss: „Der Integrationsrat stellt sich hinter die Ziele der Istanbul-Konvention und setzt sich dafür ein, dass diese auch hier umgesetzt werden.“ Außerdem sicherte der Integrationsrat seine Unterstützung bei der weiteren Umsetzung der Istanbul Konvention in Ludwigsburg zu.