Ludwigsburger Dialog der Religionen spendet 2.500 Euro für Flutopferhilfe

Interreligiöse #SolidAHRität mit dem Ahrtal

Erste Bürgermeisterin Renate Schmetz (rechts) und Vertreterinnen und Vertreter der Religionsgemeinschaften bei der Scheckübergabe an die „Flutopferhilfe aus’m Ländle“. (Foto: Stadt Ludwigsburg/Christiana Kunz)

Solidarität mit dem Katastrophengebiet im Ahrtal zeigte der Ludwigsburger Dialog der Religionen nicht nur im gemeinsamen Gebet: Zum 20. Jubiläum des Dialogs der Religionen hatten die verschiedenen Ludwigsburger Religionsgemeinschaften zu Spenden für das Ahrtal aufgerufen. Am 3. Oktober sammelten sie anlässlich des gemeinsamen Friedensgebetes und innerhalb der Gemeinden 2.500 Euro. Der Betrag wurde nun von Vertretern und Vertreterinnen der Religionsgemeinschaften und Erster Bürgermeisterin Renate Schmetz an die „Flutopferhilfe aus‘m Ländle“ übergeben. Diese Initiative hatte sich kurz nach der Flutkatastrophe gegründet.

Mittlerweile begleitet „die „Flutopferhilfe aus’m Ländle“ acht Patenfamilien und einen Kindergarten, die besonders schwer betroffen sind. Die Hilfe ist auf die nächsten zwei bis drei Jahre angelegt. „Zu wissen, dass Menschen unabhängig ihrer Religion für das Ahrtal beten und im Herzen solidarisch mit den Betroffenen sind, hat viele Menschen im Ahrtal berührt und ihnen Kraft gegeben. Mit den Spenden können wir nun auch materiell unterstützen und Gutes tun. Die Spenden werden Eins zu Eins an die Ahr weitergegeben“, so Tina Siber, Initiatorin der „Flutopferhilfe aus’m Ländle“.

Wer ebenfalls spenden möchte, kann dies mit dem Verwendungszweck „Flutopferhilfe“ tun unter der IBAN DE6049 0150 0144 8600 07, Volksbank Ludwigsburg - aktuell noch ohne Spendenbescheinigung, da die „Flutopferhilfe aus’m Ländle“ sich erst in der Vereinsgründung befindet. Wer mit Spendenbescheinigung spenden möchte, kann dies unter dem Verwendungszweck „Flutopferhilfe“ auf DE43 6045 0050 0030 1660 79 über das Konto von Saatkorn e. V. tun.

Der Dialog der Religionen entstand nach den Anschlägen des 11. September 2001. Die Ludwigsburger Religionsgemeinschaften setzten damals mit einem ersten gemeinsamen Friedensgebet auf dem Weihnachtsmarkt ein Zeichen für ein friedliches Zusammenleben und schafften so die Grundlage für den Dialog der Religionen. Das Thema Solidarität war also von Anfang an ein Grundpfeiler. In der Planungsgruppe sind viele religiöse Gemeinschaften der Stadt vertreten: zwei Moscheegemeinden, Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, die Alevitische Gemeinde, die Buddhistische Gemeinde Soka Gakkai, Vertreter des Hinduismus, die Israelitische Religionsgemeinschaft Württembergs, die Notfallseelsorge des Landkreises sowie die Evangelische Hochschule.