Netzwerkarbeit

Bild der Burkinischen Hütte hinter dem Rathausplatz in Ludwigsburg

Entwicklungspolitische Themen, die bisher nur im Kleinen verfolgt werden konnten, sollen nachhaltig in die Stadtverwaltung eingegliedert werden. In allen Bereichen arbeitet die Koordinationsstelle deshalb eng mit dem Referat für nachhaltige Stadtentwicklung sowie den Fachbereichen Tiefbau und Grünflächen, Bürgerschaftliches Engagement und Organisation und Personal (Städtepartnerschaften) zusammen.

Vernetzung der Akteure

Die Moderations- und Vernetzungsfunktion der Koordinierungsstelle ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für erfolgreiches Arbeiten in der Kommune sowie auf Landes- und Bundesebene.

Dabei müssen alle Akteure (Gruppen, Vereine) zunächst voneinander wissen und gut miteinander vernetzt sein. Nur so können sie voneinander lernen, vorhandenen Potentiale optimal ausschöpfen sowie gemeinsam planen und handeln.

im Stadtgebiet

Kommunale Entwicklungspolitik beziehungsweise Eine-Welt-Arbeit erfolgt bereits an vielen Stellen der Stadt.

auf Landes- und Bundesebene

Die Vernetzung mit Partnern auf Landes- und Bundesebene erfolgt dabei zum Beispiel über:

  • Mitwirkung bei nationalen und internationalen Veranstaltungen
    • BuKo 2018
    • BMZ-Afrikatag
    • G20 "Compact with Africa"
  • Juryvorsitz des bundesweiten Wettbewerbs "Kommune bewegt Welt"
  • Mitgliedschaft in der AG "Kommunale Entwicklungspolitik" des Städtetags Baden-Württemberg
  • Mitgliedschaft in der Expertengruppe „Kommunikation über Flucht und Migration“ des Auswärtigen Amtes
  • Mitgliedschaft im Gutachtergremium der entwicklungspolitischen Inlandsförderung des Landes Baden-Württemberg
  • Mitwirkung beim Afrikadialog zur Fortschreibung und Weiterentwicklung der afrikapolitischen Leitlinien der Bundesregierung von 2014
  • Austausch mit Experten
    • Günther Nooke, Afrikabeauftragter der Bundesregierung
    • Bilkay Öney, ehemalige Integrationsministerin von Baden-Würtemberg
    • Georg Schmidt, Regionalbeauftragter des Auswärtigen Amts für das Afrika südlich der Sahara

Eine-Welt-Arbeit

Gruppenbild der Gründungsmitglieder vom Eine-Welt-Forum

Um kommunale Entwicklungszusammenarbeit nachhaltig zu verankern wurden zwischenzeitlich tragende Vernetzungsstrukturen geschaffen. Das Ziel ist die Vernetzung, Begleitung und Unterstützung von lokalen Akteuren wie beispielsweise Eine-Welt-Gruppen und deren Veranstaltungen und Aktivitäten.

Bestandsaufnahme

Um diese Ziele zu erreichen war eine sorgfältige Bestandsaufnahme zu Beginn der Arbeit der Koordinationsstelle unerlässlich. Wir führten ausführliche Gespräche mit Akteuren im Raum Ludwigsburg, um sinnvolle Ansatzpunkte und mögliche gemeinsame Umsetzungsmöglichkeiten zu identifizieren. Bereits hier konnten erste Verbindungen geschaffen werden und die Idee einer gemeinsamen Plattform der Eine-Welt-Initiativen in Ludwigsburg nahm konkrete Formen an.

Bis jetzt sind in Ludwigsburg knapp 30 Vereine, Initiativen, Gruppen, Schulen und weitere Akteure bekannt, die sich für eine globale gerechte Entwicklung einsetzen.

Netzwerkaufbau

Kick-Off-Workshop im April 2017

Beim Kick-Off-Workshop wurden erste Schwerpunktthemen (SDGs und Beiträge zum Ludwigsburger Stadtentwicklungskonzept) und Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit erörtert.

Nach dem Kick-Off gab es zwei weitere Veranstaltungen bei denen die Gruppen aktiv an der organisatorischen und inhaltlichen Gestaltung des Netzwerks mitwirken konnten.

Integration der SDGs im Stadtentwicklungskonzept

Das dritte Treffen begann mit einer gemeinsamen Busfahrt mit dem Kongoussi-Express zu den Ludwigsburger Nachhaltigkeitsprojekten und wurde im Natur-Informations-Zentrum Casa Mellifera fortgesetzt. Ziel war es, sich besser kennenzulernen und erste konkrete Ansätze für die Integration der SDGs im Stadtentwicklungskonzept mit Blick auf das im Februar stattfindende Vorbereitungstreffen sowie die Zukunftskonferenz im Juni 2018 zu eruieren.

Erste Erfolge der Vernetzung durch die Plattform konnten bereits im Herbst 2017 bei Aktionen wie der Fairen Woche, den Afrikatagen und gemeinsamen Film- und Kabarettabenden beobachtet werden.

Veranstaltungsreihe "Meine. Deine. Eine Welt"

Unter dem abgewandelten, aktiven Motto "Ludwigsburg denkt lokal und wirkt global" veranstaltet das Eine-Welt-Forum eine bunte Vielzahl von Events. Das Programm der Veranstaltungsreihe umfasst die Faire Woche, die Afrikatage, Ausstellungen und Filmvorführungen. Das komplette Programm finden Sie im Flyer zur Veranstaltungsreihe (2,2 MB).

Fairer Handel - Faire Beschaffung

Faire Beschaffung und Fairer Handel werden bei fortschreitender Globalisierung immer relevanter. Das Eine-Welt-Forum kann dabei als Plattform dienen, das Thema zu fördern und es in der Öffentlichkeit noch stärker zu etablieren. Auch innerhalb der Stadtverwaltung sollen faire Beschaffung und Handel noch stärker verankert werden, damit Ludwigsburg als „Fair Trade“ Stadt auch weiterhin eine Vorbildfunktion einnimmt.

Eine verwaltungsinterne Arbeitsgruppe, an der die Koordinierungsstelle punktuell beteiligt ist, hat ein Konzept für die Stadt Ludwigsburg zum Thema „Faire Beschaffung“ erarbeitet. Am 01.04.18 trat diese Dienstanweisung der Stadt Ludwigsburg zur Nachhaltigen Beschaffung in Kraft. Stufenweise soll bis zum 01.01.19 innerhalb der Stadtverwaltung die nachhaltige Beschaffung auf Basis des Cradle-to-Cradle® (C2C) Ansatzes eingeführt werden.

Bildung und Öffentlichkeitsarbeit

Öffentlichkeitsarbeit ist essenziell für die kommunale Entwicklungszusammenarbeit. Um Standards zu etablieren und dadurch tatsächlich etwas im Denken und Handeln der Menschen zu verändern, muss zunächst die kritische Masse erreicht werden. Daher war es anfangs äußerst wichtig, die Aufgaben und Ziele der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit klar zu definieren.

Außerdem war es wichtig den Nutzen unserer Arbeit als Koordinationsstelle und als Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger sowie engagierte Initiativen bekannt zu machen. Ein in diesem Zusammenhang erstelltes Faltblatt stellt die Koordinierungsstelle und ihre Aufgabengebiete vor und zeigt die erfolgreiche Zusammenarbeit im Rahmen der Dreieckspartnerschaft zwischen Ludwigsburg, Montbéliard und Kongoussi.

Die Koordinationsstelle fördert zudem die entwicklungspolitische Bildung und globales Lernen. So konnte beispielsweise bei der jungen Generation durch den Ausbau und Aufbau von Kooperationen mit Schulen und Hochschulen ein Bewusstsein für globale Problemstellungen und die Relevanz von ökologischer & sozialer Nachhaltigkeit geschaffen, und somit die interkulturelle Kompetenz gestärkt werden. Ein Beispiel hierfür sind die im Rahmen des Projekts des „Burkinischen Dorfes“ angebotenen Führungen, die Schülerinnen und Schüler des Mörike-Gymnasiums Ludwigsburg durchführen.

Migrantinnen und Migranten beteiligen

Ein weiteres Ziel der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit ist es, die hier lebenden Migrantinnen und Migranten noch stärker in das entwicklungspolitische Engagement Ludwigsburgs mit einzubeziehen. Einige Vereine wie „Afrika hilft Afrika e.V.“, der Togoverein und der Verein APIDL sind bereits sehr aktiv. Die daraus resultierenden Begegnungen zwischen deutschen Vereinen und Migrantenselbstorganisationen führen zu einem Bildungsprozess auf beiden Seiten. Zudem kommen sowohl das wirtschaftliche, als auch das politische Wissen der Migrantinnen und Migranten und die daraus resultierenden Ideen und Praktiken den Herkunftsländern oftmals direkt zugute. Ein Beispiel hierfür ist der Togoverein. Dieser unterstützt Studierende der Universität Lomé und leistet in Kooperation mit deutschen Stiftungen politische Bildungsarbeit in Togo und im Nachbarland Benin.

Jugend-Eine-Welt-Forum beim Kick-off-Event im Kulturzentrum

Tisch mit Flyerstapeln zum Jugend-Eine-Welt-Forum Ludwigsburg

Das Anfang des Jahres neu gegründete Ludwigsburger Jugend-Eine-Welt-Forum hat sich am Freitag, 15. November, zu einem Kick-off-Event im Kulturzentrum getroffen.

Teilgenommen haben 22 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Ludwigsburger Schulen (Otto-Hahn-Gymnasium, Goethe-Gymnasium, Mörike-Gymnasium, Friedrich-Schiller-Gymnasium, Gemeinschaftsschule, Hirschbergschule). Unterstützt wurden die Jugendlichen von Saliou Gueye, Leiter der städtischen Koordinierungsstelle Kommunale Entwicklungspolitik, Ahmadou Bah, Referent/Dozent für Globales Lernen und Arbeitsmarktintegration, und Heike Hauptvogel, Lehrerin am Otto-Hahn-Gymnasium.

Das Jugend-Eine-Welt-Forum will sich mit globalen Fragen und Problemen auseinandersetzen. Klimawandel und Klimagerechtigkeit bilden dabei einen thematischen Schwerpunkt. Daher stand bei dieser ersten, großen Veranstaltung das Planspiel „SÜDSICHT – ein klimapolitischer Perspektivwechsel“ auf dem Programm.

Ludwigsburger Handlungskonzept für Eine-Welt-Akteure

Am 2. Mai 2019 übergaben die Mitglieder des Eine-Welt-Forums das „Ludwigsburger Handlungskonzept für Eine-Welt-Akteure“ an Oberbürgermeister Werner Spec, im Beisein des Ersten Bürgermeisters Konrad Seigfried.

Die Mitglieder des Eine-Welt-Forums haben unter Federführung der Koordinierungsstelle für Entwicklungspolitik ein Jahr lang an der Erstellung des Handlungskonzeptes gearbeitet. Es soll einen Orientierungsrahmen für das entwicklungspolitische Handeln vor Ort bieten und einen Beitrag zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele leisten.

Das Konzept zeigt auf, mit welchen Maßnahmen die Stadt Ludwigsburg gemeinsam mit den Mitgliedern des Eine-Welt-Forums auf die Herausforderungen der Agenda 2030 reagiert. Es stellt hierfür fünf Themenfelder mit entsprechenden Zielen und Handlungsempfehlungen sowie konkrete Projektvorhaben vor.

Projekt "Biokohle"

Das Projekt „Biokohle“ ist neben der Wasserversorgung ein zentraler Bestandteil der Klimapartnerschaft zwischen Ludwigsburg und Kongoussi.

Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklungspolitik

Teilnehmende am Ideenworkshop beim Eine-Welt-Forum

Zusammen mit den Mitgliedern des Eine-Welt-Forums entwirft die Stadt Ludwigsburg ein Konzept für das zukünftige gemeinsame Handeln in der kommunalen Entwicklungspolitik.

Zukunftskonferenz (ZUKO) 2018

Wie soll mein Ludwigsburg der Zukunft aussehen? Welche Themen sind mir besonders wichtig? Welche Ziele sollen verfolgt werden? Und wie können wir dazu beitragen, diese Ziele zu erreichen und Herausforderungen der Zukunft zu meistern? Mit solchen und ähnlichen Fragen beschäftigten sich die Teilnehmer bei der Zukunftskonferenz 2018.
 

Los ging es mit den „Globalen Nachhaltigkeitszielen“: Die Teilnehmenden diskutierten in der ersten Arbeitsphase in kleineren Gruppen, wie sich die 17 Ziele der Vereinten Nationen auf das Handeln vor Ort auswirken. Zum Beispiel ging es in einer Arbeitsgruppe um die Aktivitäten des „Eine-Welt-Forums“ im Bereich Bildung und um internationale Partnerschafts-Projekte.

Besondere Aufmerksamkeit bekam ein Projekt zur Inklusion in Ludwigsburg: Die „Brenz-Band“ war 2017 als Teil der Ludwigsburger Delegation bei der UN-Konferenz in Ecuador gewesen. Um ihre Reise mit Sponsoren zu finanzieren, hatte die Band von Menschen mit und ohne Behinderungen die VfB-Hymne neu aufgenommen – das Musik-Video dazu wurde an diesem Abend noch einmal im großen Rahmen präsentiert.

Weitere große Themenbereiche waren die nachhaltige Mobilität sowie die Digitalisierung.

Die vielen Ergebnisse, Anregungen und Ideen von Bürgern, Gemeinderat und Verwaltung bilden die Grundlage für die fortlaufend aktualisierten Leitsätze und Ziele der künftigen Ludwigsburger Stadtentwicklung. Die Verwaltung bereitet die Inhalte der Konferenz auf, und der Gemeinderat beschließt danach erneut über die Fortschreibung der Maßnahmen und Aufgaben des Stadtentwicklungskonzepts.

Afrikatage im April 2018

Sängerin Thabilé bei den Afrikatagen im April 2018

Die Ludwigsburger Afrikatage begannen am Freitag, 20. April, und gingen bis zum 28. April. Sie standen ganz im Zeichen der Zahl „Zehn“: Zum einen war es bereits die zehnte Veranstaltung dieser Art, zum anderen feierten sowohl der Förderkreis Burkina Faso als auch die Initiative „Afrika hilft Afrika“ ihr zehnjähriges Bestehen.

Mittlerweile haben sich die Afrikatage zu einer etablierten Plattform für die Begegnung der Kulturen entwickelt. Einen hohen Stellenwert hat außerdem der Erfahrungsaustausch zum Thema kommunale Entwicklungszusammenarbeit.

Kongoussi-Express

Linienbus in Ludwigsburg mit Webeaufdruck zur Partnerschaft zwischen Ludwigsburg, Montbéliard und Kongoussi

Um die breite Bevölkerung zu erreichen wurde im Jahr 2017 mit dem Kongoussi-Express, ein besonderes Projekt durchgeführt. Die Idee des Kongoussi-Express entstand anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der trilateralen Partnerschaft zwischen Ludwigsburg, seiner französischen Partnerstadt Montbéliard und Kongoussi in Burkina Faso.

Das Projekt wurde durch die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert. Die zwei Busse der Linien 421 und 427 sind inzwischen seit Juli 2017 mit bunten Bildern und prägnanten Aussagen im Stadtgebiet unterwegs. Das Programm endet am 30.05.2018. Innerhalb der Busse gab es Flyer und Plakate über die Klimapartnerschaft mit Kongoussi, die Fair-Trade Stadt Ludwigsburg, den Förderkreis Burkina Faso Ludwigsburg e.V. und den Weltladen.

Die Busse leisten wichtige Bildungs- und Informationsarbeit über entwicklungspolitische Themen. Sie machen die Entwicklungspartnerschaft zwischen den drei Partnerstädten sowie die Aktionen der Netzwerkpartner stärker sichtbar und schaffen Bewusstsein in der Bevölkerung für kommunale Entwicklungszusammenarbeit, Eine-Welt-Arbeit, Fairen Handel und die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDG). Gleichzeitig zeigen sie die vielen Möglichkeiten für eine aktive Mitwirkung oder zumindest eine passive Unterstützung (materiell oder ideell) bei städtischen- oder NGO Aktionen auf.

Die Rückmeldungen der Bürger sind durchweg positiv. Die Koordinationsstelle erreichten bislang mehrere interessierte Briefe und Emails mit Feedback oder konkreten Unterstützungsangeboten, beispielsweise durch Spenden.

Die Busse wurden zudem bei Einzelaktionen und als Aktionsbus genutzt. So stand beim Interkulturellen Fest im September 2017 ein Bus auf dem Ludwigsburger Marktplatz. Insbesondere die Kinder erkundeten den Bus neugierig, weshalb sich auch die Eltern herantrauten, Fotos machten und sich über die Aktion, die Klimapartnerschaft und die globalen Themen informierten.

Im Dezember 2017 wurde eine Bustour unternommen, mit dem Eine-Welt-Forum und anschließendem SDG Workshop im Naturinformationszentrum Casa Mellifera. Auf der Busfahrt bestand die Möglichkeit, erfolgreiche Projekte in Ludwigsburg besser kennenzulernen und damit das Netzwerk zwischen den lokalen Initiativen zu stärken. Engagement Global empfahl das Projekt an andere Städte weiter, die nun erste Ideen für ähnliche Projekte ausarbeiten.

Afrikatage im September 2017

Foto dreier Frauen auf einem Weg in Afrika die schwere Lasten auf den Köpfen tragen
Fotolia/africa

Einblicke in eine oft noch unbekannte Welt gibt es bei den Ludwigsburger Afrikatagen. Sie bieten viele Möglichkeiten, sich mit Fakten über den Kontinent zu versorgen oder ihn in seiner kulturellen Vielfalt zu erleben. Mehr als eine Woche lang, vom 29. September bis 7. Oktober 2017, richtete Ludwigsburg sein Augenmerk auf den afrikanischen Kontinent. Vom „Global Lunch“ über eine multimediale Ausstellung bis hin zu Fachvorträgen. Hier erfahren Sie mehr.

Austausch mit dem Architekten Diébédo Francis Kéré

Mit dem in Burkina Faso geboren Architekten Diébédo Francis Kéré tauschte man sich über sozial und ökologisch nachhaltige Projekte des preisgekrönten Baufachmanns in Entwicklungsländern aus - besonders über die Projekte in dessen Heimatland, zu dem Ludwigsburg mit der Kommune Kongoussi eine besondere langjährige und intensive Beziehung pflegt.

Senegalesischer Botschafter 2017 zu Besuch in Ludwigsburg

Die weltweit in der Fremde lebenden und arbeitenden Landsleute aus afrikanischen Staaten leisten mit Überweisungen in ihre Heimatländer von zurzeit 447 Milliarden US-Dollar pro Jahr mehr als die offizielle Entwicklungshilfe aller Industriestaaten zusammen. 2016 wurden etwa zwei Milliarden US-Dollar von senegalesischen Expatriates in ihr Herkunftsland Senegal zurück überwiesen. Auch deshalb wollen viele afrikanische Staaten mit ihren Landsleuten in der Ferne noch intensiver als bislang zusammenarbeiten.