Pilotprojekt soll Parksuchverkehr reduzieren

Mömpelgardstraße als geeigneter Standort ausgesucht

Die Stadt Ludwigsburg startet ein Pilotprojekt zur Verbesserung des digitalen Parkraummanagements. Als geeigneter Standort dafür wurde die Mömpelgardstraße ausgesucht, deren Anwohnerinnen und Anwohner etwa durch die Nähe zum Blühenden Barock besonders vom Parksuchverkehr betroffen sind. Zur Vorbereitung des Projekts werden am Donnerstag, 6. Mai, entsprechende Parkraumdetektoren und Parkstandanzeiger in der Straße montiert.

Die Stadt Ludwigsburg begleitet den Mobilitätswandel mit zahlreichen Projekten. Ziel ist es, auf sich verändernde Mobilitätsbedürfnisse zu reagieren und negative Auswirkungen wie Lärm und Schadstoffe zu minimieren. Das schließt den ruhenden Verkehr und das Thema Parken mit ein. In der Mömpelgardstraße startet die Stadtverwaltung nun ein Pilotprojekt zur Verbesserung des digitalen Parkraummanagements: Die Erprobung eines technischen Systems zur Reduzierung des Parksuchverkehrs soll helfen, die dortigen Anwohnerinnen und Anwohner zu entlasten sowie das Parkraummanagement ganzheitlich zu verbessern.

Die eigentliche Inbetriebnahme des Systems soll im Sommer, voraussichtlich im Juli, erfolgen. Dann werden Parkplatzsuchende mit Hilfe von zwei Parkstandanzeigern informiert, in welchem Streckenabschnitt noch wie viele Parkplätze frei sind. Diese zwei Anzeiger und auch 15 so genannte „Parkraumdetektoren“ werden zur Vorbereitung des Projekts am Donnerstag, 6. Mai, in der Mömpelgardstraße montiert. Die Parkstandanzeiger werden zum einen zu Beginn der Senkrechtparkplätze, am ersten Laternenmasten zur Schorndorfer Straße hin, sowie am Ende der Senkrechtparkplätze in Höhe der Rosenstraße angebracht. Die 15 Parkraumdetektoren werden an den Laternenmasten in der Straße installiert. Der Stadt ist eines dabei sehr wichtig: Diese Sensoren entsprechen den aktuellsten Datenschutzrichtlinien, es werden keine Kennzeichen oder Gesichter aufgenommen. Sie erfassen lediglich, ob Parkplätze belegt sind oder nicht.

Im Anschluss an die Montage findet eine sechs- bis achtwöchige „Lernphase“ des Systems statt, in der die Parkstandanzeiger noch nicht in Betrieb sind. In dieser Phase passt sich das System an die Gegebenheit vor Ort an, zum Beispiel an die Lichtverhältnisse, und es „erlernt“, Fahrzeuge korrekt zu erkennen.

Die Kosten für das Projekt belaufen sich insgesamt auf circa 74.000 Euro, davon werden 75 Prozent von Bund und Land gefördert. Als geeigneten Partner für dieses Projekt hat sich die Stadt im Zuge einer Ausschreibung für das Unternehmen Cleverciti Systems GmbH aus München entschieden.