Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt und des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg: Filtersäulen sorgen für saubere Luft in der Schlossstraße

Umfangreiche Förderung durch das Land Baden-Württemberg

Die Luftqualität in Ludwigsburg hat sich bereits kontinuierlich verbessert. Nur in der viel befahrenen Schlossstraße wird der Grenzwert für Stickstoffdioxid (NO2) noch punktuell überschritten. Um hier gezielt gegenzusteuern, lässt die Stadt Filtersäulen von MANN+HUMMEL an der Straße aufstellen, wofür das Land Baden-Württemberg umfangreiche Fördermittel bereitstellt. Bei einem Termin vor Ort wurden die Filtersäulen nun offiziell von Elke Zimmer MdL, Staatssekretärin im baden-württembergischen Verkehrsministerium, an die Stadt Ludwigsburg übergeben.

„Die Stadt Ludwigsburg profitiert mehr und mehr von einer besseren Luftqualität. Jetzt geht es nur noch um wenige Straßenabschnitte, bei denen wir die Grenzwerte in diesem Jahr 2021 endlich einhalten wollen. Die Filtersäulen in der Schlossstraße bringen uns diesem Ziel einen großen Schritt näher, sie allein werden uns aber aller Voraussicht nach nicht ins Ziel führen. Nun gilt es die weiteren erforderlichen Maßnahmen wie ein Lkw-Durchfahrtsverbot oder eine Reduktion des Verkehrs mittels der intelligenten Verkehrssteuerung zeitnah umzusetzen. Auch ein Radschnellweg Bietigheim-Stuttgart, der über die B 27 in die Innenstadt führt, könnte einen wichtigen Beitrag zur Luftreinhaltung leisten“, so Staatssekretärin Elke Zimmer zur Luftreinhaltung in Ludwigsburg.

Zum Einsatz kommen Filter Cubes des Ludwigsburger Unternehmens MANN+HUMMEL. Der darin verbaute Kombifilter verfügt über eine hochwirksame Filteranlage für Feinstaubpartikel und über zusätzliche Aktivkohlelagen, die Stickstoffdioxid adsorbieren. Mehr als 80 Prozent des Stickstoffdioxids und des Feinstaubs werden so aus der angesaugten Luft gebunden.

Jeweils bis zu drei Filterwürfel lassen sich zu einer Filtersäule stapeln, insgesamt 15 Säulen werden in der Schlossstraße aufgestellt. Sie verteilen sich auf eine Länge von insgesamt 250 Metern. Von den Kosten in Höhe von insgesamt 1,35 Millionen Euro trägt die Stadt selbst einen Eigenanteil von 100.000 Euro. „Wir sind dem Land Baden-Württemberg sehr dankbar für die umfangreiche Förderung der Filtersäulen“, erklärt dazu Bürgermeister Michael Ilk. „Alleine könnten wir dieses Projekt finanziell nicht stemmen.“ Der Bürgermeister betont aber auch: „Die Filtersäulen sind nur eine Maßnahme von vielen, die wir zum Thema Luftreinhaltung unternehmen.“ In Zusammenarbeit mit dem Land Baden-Württemberg habe Ludwigsburg bereits viel auf den Weg gebracht. Dazu gehören die Verbesserungen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), Tempolimits auf Hauptverkehrsstraßen, der Ausbau der Radinfrastruktur sowie die Digitalisierung der Verkehrsleitsysteme.

Die Filter Cubes von MANN+HUMMEL haben sich bewährt, um die Konzentration von Stickstoffdioxid und Feinstaub an lokalen Belastungsschwerpunkten zu senken. Das ist wichtig, da das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig der Stadt den Auftrag erteilt hat, den Grenzwert für Stickstoffdioxid schnellstmöglich zu erreichen. Die Stadtverwaltung geht aber davon aus, dass die Säulen wieder abgebaut werden können, wenn die längerfristig angelegten Maßnahmen zur Emissionsminderung voll greifen. Die Filtersäulen sind jedoch eine effektive und willkommene Brückentechnologie bis dahin. Das zeigen Erfahrungen aus anderen Städten.

„Wir machen uns viele Gedanken über die Nahrung und die Flüssigkeit, die wir zu uns nehmen. Über die Qualität der Luft, die wir täglich einatmen, denken wir sehr selten nach“, sagt Thomas Fischer, Vorsitzender des Aufsichtsrats von MANN+HUMMEL. „Bei MANN+HUMMEL haben wir es uns seit acht Jahrzehnten zur Aufgabe gemacht, das Nützliche vom Schädlichen zu trennen. Mit modernster Filtertechnologie für saubere Luft zu sorgen, ist eines unserer Hauptanliegen.“