Stadtverwaltung baut Desksharing aus: flexibel arbeiten, Flächen besser nutzen

Einen eigenen Schreibtisch für jeden Mitarbeitenden – dieses Arbeitsplatzmodell gehört auch bei der Stadt Ludwigsburg zunehmend der Vergangenheit an. Statt auf fest zugeordnete Arbeitsplätze setzt die Stadt seit fast zwei Jahren auf Desksharing. Das heißt: Arbeitsplätze werden flexibel von verschiedenen Mitarbeitenden genutzt und digital gebucht.

Was Ende 2024 zunächst in einzelnen Bereichen, zum Beispiel beim Fachbereich Organisation und Personal, erprobt wurde, hat sich 2025 zu einem festen Bestandteil der modernen Arbeitswelt in der städtischen Kernverwaltung entwickelt. Die Zahl der Beschäftigten, die Desksharing nutzen, ist innerhalb eines Jahres von 130 auf 352 gestiegen. Damit hat sich die Zahl der Nutzenden mehr als verdoppelt.

Dabei geht es nicht nur darum, Raumressourcen besser zu nutzen und langfristig Büroflächen einzusparen. Einheitliche Standards sorgen dafür, dass alle Arbeitsplätze ergonomisch ausgestattet sind und digital gebucht werden können. Ergänzt werden sie durch Besprechungs- und Rückzugsräume sowie Schließfächer für persönliche Gegenstände. So wurden unter anderem in der Mathildenstraße 21 und 21/1 bereits moderne Workspace-Strukturen, flexible Raumzonen und modulare Lösungen umgesetzt.

„Die Arbeitswelt verändert sich – und damit auch die Anforderungen an einen modernen und attraktiven Arbeitgeber“, erklärt Personalchefin Susanne Karstedt. „Desksharing ermöglicht uns, flexibler zu arbeiten und gleichzeitig unsere vorhandenen Büroflächen effizienter und zeitgemäß zu nutzen. Dabei geht es nicht einfach darum, Schreibtische einzusparen. Wir gestalten Arbeitsumgebungen, die unterschiedliche Arbeitsweisen unterstützen und Raum für konzentriertes Arbeiten ebenso bieten wie für Austausch und Zusammenarbeit.“

Oberbürgermeister Matthias Knecht ergänzt: „Eine moderne Verwaltung braucht moderne Arbeitsformen und zeitgemäße Arbeitsbedingungen. Wir entwickeln die Stadtverwaltung konsequent weiter und Desksharing ist für uns ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Verwaltung.“

Die Stadt verfolgt das Ziel, bis 2035 angemietete Verwaltungsflächen weitgehend aufzugeben und alle Bereiche in städtischen Gebäuden unterzubringen. Flexibel nutzbare Arbeitsplätze schaffen dafür eine wichtige Grundlage. Weitere städtische Organisationseinheiten sollen deshalb schrittweise auf Desksharing umgestellt werden. Die Erfahrungen aus den bereits umgesetzten Bereichen fließen dabei in die weitere Gestaltung ein.

Zum Seitenanfang