39 Klimatipps

Für ein nachhaltiges Ludwigsburg!

Jeder kann seinen Beitrag leisten, um die CO2-Emissionen in Ludwigsburg zu reduzieren und die nachhaltige Stadtentwicklung voranzubringen. Damit wir gemeinsam das Ziel erreichen, bis 2050 eine klimaneutrale Stadt zu werden, liefern wir Ihnen 39 Klimatipps in sechs Kategorien!

Ich drehe runter!

Klima-Tipp Nr. 1

Ich senke in meiner Wohnung von Oktober bis März die Temperatur um ein Grad ab.

Ein kleiner Dreh für Sie, ein großer Dreh für die Menschheit: Ein Grad weniger senkt den Verbrauch an Heizenergie um sechs Prozent. Die optimale Wohnraumtemperatur liegt bei 20 Grad, in anderen Räumen braucht es weniger.

Der Klimacoach rät:
Auf der fünfstufigen Skala eines Heizkörpers mit Thermostatventilen liegen zwischen jeder Stufe etwa vier Grad. Die mittlere Stufe entspricht 20 Grad. In einer Altbauwohnung mit 80 Quadratmeter und einer Gasheizung sinkt der Verbrauch pro Jahr um 1.500  Kilowattstunden, das entspricht 340 Kilogramm CO2. Der Einspareffekt: Rund 100 Euro.

Klima-Tipp Nr. 2

Ich lüfte die Räume durch komplett geöffnete – und nicht durch gekippte Fenster.

Geben Sie sich den Stoß: Wer Fenster zum Lüften in der kühlen Jahreszeit dauerhaft kippt, bläst die Energie im wahrsten Sinne des Wortes zum Fenster hinaus. Dadurch kühlen die Wände aus und es geht unnötig Energie verloren. Neben dem Energieverlust kann dies zu Schimmelbildung führen. Die warme Raumluft kann viel Feuchtigkeit aufnehmen. Fällt ihre Temperatur, etwa an kühlen Wänden vor allem im Bereich der Kippfenster, dann schlägt sich die Feuchtigkeit dort nieder. Der Schimmel freut sich, das muss nicht sein.

Der Klimacoach weiß:
Genügend frische Luft erhalten Sie in den Wintermonaten durch mehrfach tägliches, kurzes Stoß- bzw. Querlüften bei weit geöffneten Fenstern. Um besonders viel Energie zu sparen und die Umwelt zu schonen, können Sie in dieser Zeit zusätzlich die Heizung runter drehen.

Klima-Tipp Nr. 3

Ich verwende Wasserspar-Duschköpfe.

Holen Sie sich einen Neuen ins Haus: 15 bis 20 Liter pro Minute verbraucht der Mensch beim Duschen. Sauber wird man aber auch mit deutlich weniger Wasser – und das ohne auf den „Wellnessfaktor“ zu verzichten. Möglich macht das ein moderner  Wasserspar-Duschkopf. Einfach den alten Duschkopf ersetzen – der Neue ist für wenig Geld im Fachhandel oder im Baumarkt zu haben.

Der Klimacoach weiß:
Ein neuer Wasserspar-Duschkopf verbraucht nur noch sechs Liter pro Minute und lässt nicht nur Sie vor Sauberkeit strahlen, sondern auch Ihr Konto – Ihr Wasserverbrauch wird deutlich sinken.

Klima-Tipp Nr. 4

Ich lasse gekochte Speisen abkühlen, bevor ich sie in den Kühlschrank oder ins Gefrierfach stelle.

Auch Ihr Kühlschrank hat Gefühle: Stellen Sie warme oder gar heiße Speisen zu früh in den Kühlschrank, will dieser automatisch herunterkühlen, um der plötzlichen „Hitze“ in seinem „Revier“ entgegenzuwirken. Die Folge: Das Gerät muss eine erhöhte Kühlleistung vollbringen, was einen größeren Energieverbrauch verursacht.

Der Klimacoach rät:
Stellen Sie Ihre Kühl- und Gefriergeräte an einen eher kühlen und schattigen Platz und achten Sie darauf, dass der Lüfter frei ist. Lassen Sie warmes Essen eine Weile abkühlen, bevor Sie es in den Kühlschrank stellen. Zimmertemperatur ist ideal. Jetzt erst mal „Guten Appetit“!

Klima-Tipp Nr. 5

Ich dämme freiliegende Heizungsleitungen.

Entscheidend ist das, was drum rum kommt: Ungedämmte Heizungsleitungen verlieren extrem viel Wärme. Vor allem im Keller bleiben die Rohre oft unverkleidet. Ein Einfamilienhaus mit ungedämmten Rohren verliert jährlich Energie, die etwa 1.000 Waschgängen mit einer energieeffizienten Waschmaschine entspricht. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern laut Energieeinsparverordnung sogar eine Ordnungswidrigkeit.

Der Klimacoach hat sich informiert:
Eine Verkleidung der Leitungen beispielsweise mit einfach anzupassenden Rohrschalen verhindert, dass Wärme ungehindert entweichen kann. Das Material dazu gibt es im Baumarkt und die Kosten dafür sparen Sie durch den niedrigeren Verbrauch schnell wieder ein.

Klima-Tipp Nr. 6

Ich überprüfe meine Heizungspumpe.

Was ist eigentlich mit Ihrer Pumpe los? Eine ungeregelte Heizungspumpe alter Bauart frisst noch mehr Strom als ein Elektroherd. Und das auch deshalb, weil sie mit konstant hoher Leistung läuft – unabhängig vom tatsächlichen Bedarf.

Der Klimacoach vergleicht:

Während eine alte Pumpe pro Jahr rund 120 Euro schluckt, liegen die Kosten einer modernen Pumpe bei weniger als 20 Euro – ein Austausch, der lohnt und durch einen Fachmann innerhalb von einer halben Stunde erledigt ist.

Ich schalte ab!

Klima-Tipp Nr. 7

Ich verwende LED-Beleuchtung.

Lassen Sie sich ein Licht aufgehen – aber sparsam: Tauschen Sie alte Glühbirnen gegen Energiesparlampen oder effiziente LED-Beleuchtung aus und reduzieren Sie Ihren Stromverbrauch bis zu 80 Prozent. Seit 1. September 2009 dürfen laut einer  EU-Verordnung weder matte Birnen noch klare Birnen mit 100 Watt Leistung verkauft werden. 2010 und 2011 folgten die 75-Watt und die 60-Watt-Birne. Ab 1. September 2012 sind auch alle anderen Glühbirnen mit einer Leistungsaufnahme von mehr als 10 Watt betroffen.

Der Klimacoach findet:
Würde in allen deutschen Haushalten LED-Beleuchtung verwendet, könnte man nach Berechnungen der Deutschen Umwelthilfe ein bis zwei Kraftwerke abschalten. Abschließender Hinweis: Entsorgen Sie verbrauchte Energiesparlampen oder LEDs nicht im Restmüll. Bringen Sie sie zur Schadstoffsammelstelle. Auch der Elektrohandel und Baumärkte nehmen defekte Lampen kostenlos zurück.

Klima-Tipp Nr. 8

Ich lasse meine Klimaanlage/mein Klimagerät fast immer aus.

Vorsicht vor der Hitzemauer: Sommer, 35 Grad im Schatten. Bei Ihnen in der Wohnung hat es aber nur 20 Grad, weil Ihre Klimaanlage bzw. Ihr mobiles Klimagerät auf vollen Touren läuft. Sie gehen raus – ein Drama. Denn draußen wartet die böse Hitzemauer auf Sie. 15 Grad Unterschied – das ist aber gar nicht gut für Ihren Kreislauf, denken Sie sich. Zudem kann die ständige Umluft Niesreiz auslösen, Erkältungen verursachen und die Schleimhaut austrocknen, es brennt und juckt in der Nase.

Der Klimacoach rät:

Wer noch kein Klimagerät hat, sollte am besten darauf verzichten – aus Gesundheits- und Kostengründen. Vor allem vermeintlich günstige Kompaktgeräte sind ineffizient und entpuppen sich schnell als teure Energiefresser. Der Abluftschlauch, der aus dem Fenster hängen muss, sorgt übrigens dafür, dass die Hitze direkt wieder reinkommt.

Klima-Tipp Nr. 9

Ich trockne meine Wäsche natürlich und benutze keinen Wäschetrockner.

Auch ein Schleudertrauma ist nicht nötig. Oftmals kann die Schleuderzahl der Waschmaschine erheblich verringert werden. Wer die Wäsche dann noch an der Luft trocknet und auf den Wäschetrockner verzichtet, hat wirklich alles richtig gemacht.

Der Klimacoach weiß:
Ein Wäschetrockner verbraucht drei bis viermal soviel Strom wie das Waschen der gleichen Menge Wäsche. Die besten Trockner sind hingegen Sonne und Wind – die kosten nämlich gar nichts und haben nach allen Erkenntnissen der Wissenschaft auch kein lästiges Flusensieb, das man ständig sauber machen muss.

Klima-Tipp Nr. 10

Ich taue vereiste Kühlgeräte regelmäßig ab.

Sorgen Sie für ein Ende der Eiszeit: Vereiste Kühl- und Gefrierschränke sind Stromverschwender. Beseitigen Sie deshalb auch schon kleinere Vereisungen im Kühlfach. Je dicker die Eisschicht, desto mehr wird das Gerät zum echten Stromfresser. Eine Vereisung von fünf Millimetern erhöht den Stromverbrauch Ihres Kühlschranks um circa 30 Prozent.

Der Tipp vom Klimacoach:
Die Kühlschranktür nicht länger als absolut nötig offen stehen lassen – so verhindern Sie den Ausbruch einer neuen Eiszeit. Und wenn Sie sich ein neues Kühlgerät anschaffen, achten Sie auf den Stromverbrauch – die Energieklasse A++ darf es dann schon sein.
Ab 2020 wird ein neues EU-Energielabel mit den Energieklassen von A–G erscheinen.

Klima-Tipp Nr. 11

Ich vermeide unnötige Standby-Schaltungen.

Entspannen und abschalten – ohne ständig auf Bereitschaft zu sein: Nicht nur, wer in den Urlaub fährt, sollte darauf achten, dass Fernseher, Stereoanlage, DVD-Player oder der Kaffee-Vollautomat vollständig ausgeschaltet sind. Die Standby-Funktion ist bequem und angenehm. Gleichzeitig ist sie teuer. So kostet allein der Strom für das Fernsehgerät im Jahr zusätzlich bis zu 40 Euro – und Sie haben noch keine einzige Folge Ihrer Lieblingsserie gesehen.

Klimacoach rät:
Schließen Sie mehrere Geräte mit Standby-Funktion an eine schaltbare Steckerleiste an. Der Vorteil: Sie müssen nur einen Schalter betätigen, um viele Geräte komplett auszuschalten. Das Einsparpotenzial in einem durchschnittlichen Haushalt beträgt fast 90 Euro im Jahr.

Klima-Tipp Nr. 12

Ich nutze bei Computer und Monitor den Energiesparmodus.

Denken Sie mal an den Ruhestand: Und zwar an den Ihres Computers und Ihres Monitors, die beide Strom verbrauchen, oft stundenlang einfach „nur so“ laufen und gar nicht benutzt werden. Für beide gibt es Energiespareinstellungen in der Systemsteuerung – ohne einen Strom fressenden Bildschirmschoner. Lesen Sie doch dort mal nach.

Der Klimacoach rechnet vor:
Zwei zusätzliche Ruhestunden pro Tag für ihren Computer bringen eine Einsparung von mindestens 33 Kilowattstunden pro Jahr. Das sind rund neun Euro. Zugegeben: Vielleicht nicht viel für den einzelnen Haushalt. Aber jetzt stellen Sie sich einmal vor, alle Ludwigsburgerinnen und Ludwigsburger würden ihren Computer öfter mal ausschalten, wenn sie ihn nicht brauchen … unglaublich …

Ich recycle!

Klima-Tipp Nr. 13

Ich teile und tausche gebrauchte Gegenstände.

Pro Person werden in Deutschland jährlich im Schnitt 26 kg Textilien gekauft, davon zwischen 12 kg und 15 kg Kleidung. Aber die Produktion bringt eine ganze Reihe an negativen Auswirkungen für die Umwelt und damit auch die Menschen mit sich (z. B. einen
hohen Wasserverbrauch). Eine gute Alternative zum Neukauf ist das Teilen und Tauschen. Gebrauchte Sachen sind nicht schlechter als neue Produkte – im Gegenteil: Es sind vor allem die gut verarbeiteten und länger haltbaren Dinge, die sich weiter geben lassen.
Hier bieten Warentauschtage, Verschenk-Börsen, Tauschzirkel, Secondhand-Läden oder Flohmärkte die ideale Möglichkeit, Dinge, die nicht mehr gefallen oder passen, weiterzugeben oder auch neue Lieblingsstücke zu finden.

Der Klimacoach hat sich informiert:
Veranstalten Sie doch mal eine Kleidertausch-Party oder besuchen Sie einen Secondhand-Laden. Diese haben mittlerweile eine tolle Auswahl: ob Markenkleidung, hochwertige Fahrräder oder Designermöbel – Durchstöbern lohnt sich.

Klima-Tipp Nr. 14

Ich mache aus alten Gegenständen neue Einzelstücke.

Aus Müll oder alten Gegenständen Neues zu basteln, liegt voll im Trend! Beim „Upcycling“ kommt es zu einer stofflichen Aufwertung: Abfallprodukte oder (scheinbar) nutzlose Stoffe werden in neuwertige Produkte umgewandelt. Die Wiederverwertung von bereits vorhandenem Material reduziert die Verwendung von Rohstoffen und sorgt damit nicht nur für tolle Unikate, sondern schont auch noch die Umwelt.

Der Klimacoach weiß:
Werden Sie kreativ! Im Internet finden sich diverse Anleitungen, wie man aus langweiligen Anziehsachen mit Farbe, Applikationen und Fantasie pfiffige Einzelstücke macht oder den ausgedienten Stücken eine zweite Karriere ermöglicht. So werden aus gebügelten Plastiktüten Federmäppchen, aus in Streifen geschnittenen T-Shirts gehäkelte Sitzkissen oder Einkaufskörbe und aus abgeschnittenen Jeansbeinen Ski-Säcke.

Klima-Tipp Nr. 15

Ich trinke meinen Kaffee unterwegs aus einem Mehrweg-Pfandbecher.

In Deutschland werden jedes Jahr 60 Einwegbecher pro Kopf für Heißgetränke verwendet. Für den Landkreis Ludwigsburg macht das rund 32 Millionen Becher im Jahr. Und dabei hat der Einwegbecher im Schnitt nur eine Lebensdauer von 15 Minuten bevor er im Müll landet. Der Abfall ist enorm: Wenn wir die verwendeten Becher, die im Kreis Ludwigsburg anfallen, übereinander stapeln (nicht ineinander), dann türmt sich diese Menge auf die Höhe des Eiffelturms, und das stündlich! Viele dieser Becher werden außerdem achtlos weggeworfen und verschmutzen Straßen, öffentliche Plätze und die Natur. Seit Oktober 2017 haben einige Ludwigsburger Bäckereien und Cafés statt Einweg-Bechern auch Mehrweg-Pfandbecher im Angebot. Diese werden zu einer geringen Pfandgebühr an die Kundschaft ausgegeben.

Der Klimacoach hat sich informiert:
Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht! Nehmen Sie doch einfach einen Mehrweg-Becher von Zuhause mit oder informieren Sie sich in Ihrem Lieblingscafé, ob diese Mehrweg-Pfandbecher ausgibt.

Klima-Tipp Nr. 16

Ich verwende bei Einkäufen eine Mehrwegtasche und keine Plastiktüten.

Sie dürfen gern ein „Stoffel“ sein: Umweltbewusstes Einkaufen fängt schon mit der Wahl der richtigen Einkaufstüte an. Klarer Fall, das ist die Stofftasche und nicht die Plastiktüte. Einkaufskörbe und Taschen aus Baumwolle, Jute oder Kunstfaser können vielfach
verwendet werden – die Plastiktüte fliegt dagegen nicht selten schon nach einmaligem Gebrauch in den Müll. Für ihre Herstellung ist der Einsatz von Erdöl, Energie und Wasser nötig, was in der Summe einen enormen Ressourcenverbrauch bedeutet. Auch die biologisch abbaubare Plastiktüte ist keine Alternative: Sie verrottet im Kompostiervorgang nicht schnell genug oder wird von Kompostwerken häufig trotzdem aussortiert.

Der Klimacoach findet außerdem, dass man mit einer Stofftasche oder einem Korb beim Einkaufen viel schicker aussieht, als mit einer Plastiktüte.

Klima-Tipp Nr. 17

Ich bevorzuge Mehrweg für Getränkeflaschen und Verpackungen.

Finden Sie den „Mehrweg“: Mit der Benutzung von Getränkeflaschen, die wieder befüllt werden, tun Sie etwas für den Umweltschutz. Mehrwegflaschen, sei es aus PET oder Glas, verringern den CO2
-Ausstoß. Am größten sind die Umweltbelastungen hingegen bei Einwegdosen und -flaschen.

Der Klimacoach hat ausgerechnet:
Wenn alle alkoholfreien Getränke in Mehrwegverpackungen abgefüllt würden, könnten jährlich 1,25 Millionen Tonnen CO2

eingespart werden - das ist der Gesamtausstoß von einer halben Million Mittelklassewagen bei einer Fahrleistung von 15.000 Kilometern im Jahr.

Klima-Tipp Nr. 18

Ich benutze auch bei größeren Festen Mehrweggeschirr.

Das Auge isst schließlich mit: Feiern Sie Ihr nächstes Fest mit Mehrweggeschirr. Die Herstellung von Einweggeschirr verschlingt wertvolle Ressourcen und viel Energie. Und danach türmen sich Abfallberge, die bei ihrer Entsorgung noch einmal das Klima schädigen und außerdem Geld kosten.

Der Klimacoach findet:
Essen vom Pappteller ist nicht lecker und sieht auch nicht schön aus. Auch viele Vereine sind inzwischen umgestiegen, sie servieren Essen auf Porzellantellern und Getränke aus Gläsern und zeigen damit den Besuchern, wie leicht aktiver Umweltschutz ist. Machen
Sie’s bei Ihrem nächsten größeren privaten Fest ebenso. Abgucken und Nachmachen sind erwünscht.

Klima-Tipp Nr. 19

Ich verwende vorwiegend Recyclingpapier für Schulhefte, Druckerpapier, Geschenkpapier, Hygiene- und Küchenpapiere.

Wiedersehen macht Freude: Geben Sie Ihren Zeitungsstapel zur Altpapiersammlung. Die Produktion von Altpapier ist wesentlich umweltverträglicher als die von Frischfaserpapier, bei dem Zellstoffe schadstoff- und energiereich gewonnen werden müssen.
Auch der Wasserverbrauch und die -belastung sind wesentlich geringer.

Der Klimacoach weiß:
Die Qualität von Recyclingpapier steht dem „normalen“ Frischfaserpapier in nichts nach. Das hat unter an- derem das Bundesamt für Materialprüfung in Tests nachgewiesen. Hochwertiges Recyclingpapier erkennen Sie zum Beispiel am Umweltzeichen  „Blauer Engel“.

Klima-Tipp Nr. 20

Ich vermeide die Entstehung von Abfällen.

Papier, Verpackungen, Glas und Biogut sind Wertstoffe ebenso wie z. B. Holz, Metalle und Elektrogeräte. Richtig sortiert und getrennt können sie recycelt und weiterverarbeitet werden. Daher ist es wichtig die Wertstoffe vor dem Restmüll zu retten. Dies spart Leerungsgebühren und schont Ressourcen.

Der Klimacoach weiß:
Das Biogut im Landkreis Ludwigsburg wird heute zu wertvollem Kompost verarbeitet und morgen vielleicht schon zu Energie durch Biogas. Trotzdem werden jedes Jahr ca. 80.000 Tonnen Restmüll und Rest-Sperrmüll aus dem Landkreis Ludwigsburg  verbrannt. Die Energie, die Ressourcen und die Wertstoffe, die für die Herstellung genutzt wurden, gehen dabei unwiederbringlich verloren. Jeder Wertstoff, der vor dem Restmüll, also der Verbrennung, gerettet wird, unterstützt den Weg von der Abfall- zur  Ressourcenwirtschaft. Der Griff zum richtigen Behälter ist der erste Schritt auf diesem Weg, mehr dazu erfahren Sie bei der Abfallverwertungsgesellschaft des Landkreises Ludwigsburg mbH (AVL).

Und noch ein kleiner Tipp:
Verwenden Sie keine Plastiktüten, um Ihr Biogut zu verpacken. Egal, ob kompostierbar oder nicht, sie zersetzen sich zu langsam und müssen in der Kompostieranlage als Störstoff aussortiert werden. Das verursacht einen großen Aufwand.

Ich bin mobil!

Klima-Tipp Nr. 21

Ich fahre klimafreundlich und Kraftstoff sparend.

Bleifüße sind out: Klimafreundlich fahren und Kraftstoff sparen – das ist eigentlich ganz einfach. Früh in den höheren Gang schalten, vorausschauend Fahren, die Drehzahl halten, den Motor an der roten Ampel ruhig mal abschalten und vor allem: Bitte nicht bei  laufendem Motor Eis kratzen. Das ist klimaschädlich und auch die Straßenverkehrsordnung hat was dagegen.

Der Klimacoach hat ausgerechnet, dass Sie mit einer energiesparenden Fahrweise auf einer Distanz von 10.000 Kilometern rund 160 Liter Benzin und damit 260 Euro sparen können. Das entspricht rund 400 Kilogramm weniger CO2. Wie wäre es mit einem Spritspar-Training? Eine solche Schulung geht ganz individuell auf Ihren Fahrstil ein und dauert nur zwei bis drei Stunden.

Klima-Tipp Nr. 22

Ich benutze häufiger den Bus oder die Bahn und lasse das Auto stehen.

Wo bitte, wenn nicht in Ludwigsburg: Der bestens ausgebaute Personennahverkehr in der Barockstadt lädt gerade dazu ein, häufiger mal den Bus oder die Bahn zu benutzen und das Auto stehen zu lassen. Gelegenheiten dazu gibt es viele, beispielsweise bei Freizeitausflügen aber auch für die tägliche Fahrt zur Arbeit. Alles eine Sache der Organisation.

Der Klimacoach weiß:
Für alle Situationen gibt es den passenden Tarif. Die verlockenden Abo-Angebote und Sondertickets des Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) erleichtern den Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn, zum Beispiel mit einem Einzel- oder Gruppentagesticket, einem Monatsticket für Vielfahrer oder einem Seniorenticket. Bei weiteren Fahrten sind auch die Sparpreisangebote der Bahn interessant.

Klima-Tipp Nr. 23

Ich gehe zu Fuß oder nutze öfter das Fahrrad anstelle des Autos.

Schnell, schneller, Fahrrad: In der City kommen Sie auf Kurzstrecken bis fünf Kilometer am besten auf dem Drahtesel voran. In Ludwigsburg sowieso – wo die Radwege kontinuierlich ausgebaut werden. Die wenigen „Bergetappen“ können Sie ja wohl nicht abhalten. Ansonsten ist hier ein Pedelec wie das Ludwigsburg Bike eine Alternative.

Der Klimacoach sieht gleich drei Gründe fürs Umsteigen auf das Rad:

Erstens spart jeder Liter nicht verbrauchter Kraftstoff rund 2,5 Kilogramm CO2, zweitens hält es fit und drittens finden Sie immer einen kostenlosen Parkplatz.

Klima-Tipp Nr. 24

Ich nehme die Treppe und meide den Fahrstuhl.

Das günstigste Fitnessprogramm aller Zeiten: Jede Treppenstufe verlängert Ihr Leben um einige Sekunden, so haben es Wissenschaftler einmal ausgerechnet. Nehmen Sie deshalb bei passenden Gelegenheiten lieber die Treppe und lassen Sie den Fahrstuhl links liegen.
Beispiel Büro: Oft ist es nur ein Stockwerk, das Sie zurücklegen müssen und der Weg von der Kantine zu Ihrem Arbeitsplatz ist ein netter Verdauungsspaziergang.

Der Klimacoach hat ausgerechnet, dass Sie beim Verzicht auf zwei Aufzugsfahrten täglich 22 Kilowattstunden Strom und damit 13 Kilogramm CO2 im Jahr einsparen.

Klima-Tipp Nr. 25

Ich teile mit anderen Menschen ein Auto oder nutze Carsharing.

Etwas benutzen, was einem gar nicht gehört: So funktioniert Carsharing. Sie teilen sich mit anderen Mitgliedern ein Auto und bezahlen nur für die Zeit, in der Sie das Fahrzeug auch tatsächlich benutzen. Und das bei hoher Flexibilität – denn in Ludwigsburg können Sie je nach Bedarf mobil sein. Ob mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Carsharing-Fahrzeugen (auch E-Fahrzeuge) oder einem Leih-Fahrrad oder Leih-Pedelec von der Radstation – das ist Mobilität nach Maß.

Auch der Klimacoach rät:
Wer nicht viele Kilometer unterwegs ist und nur ab und an mal ein Auto braucht, der ist idealer Kandidat fürs Autoteilen.

Klima-Tipp Nr. 26

Ich fahre mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Theater / Konzert / Kino.

Lesen Sie mal das Kleingedruckte: Oft gelten Eintrittskarten fürs Theater oder ins Konzert auch für die kostenlose Hin- und Rückfahrt mit dem öffentlichen Personennahverkehr. Eine angenehme Sache, weil lästige Parkplatzsuche und Kosten für die Tiefgarage entfallen.

Der Klimacoach weiß:
Der öffentliche Personennahverkehr in Ludwigsburg ist spitze und bringt Sie auch noch zu später oder zu ganz früher Stunde wieder sicher nach Hause.

Ich genieße gern!

Klima-Tipp Nr. 27

Ich wähle meine Kosmetik- und Pflegeprodukte (umwelt-)bewusst aus.

Cremes, Düfte, Pflegemasken und Co. verhelfen zu einem jüngeren Aussehen, glatter Haut und einem guten Gefühl. Aber nicht alle Produkte sind für Mensch und Umwelt gut verträglich. Manche enthalten gesundheits- und umweltschädliche Substanzen wie Palmöl, Mikroplastik, Bleichmittel oder hormonell wirksame Chemikalien. Schauen Sie mal auf die angegebenen Inhaltsstoffe. Außerdem produzieren die Packungen oft viel Müll: Viele kleine Verpackungen verursachen dabei mehr Abfall als eine größere. Nachfüllpacks sind zudem auch kostengünstiger. Dennoch sollten nur Produktmengen gekauft werden, die auch vor Ablauf des Haltbarkeitsdatums aufgebraucht werden können.

Auch der Klimacoach rät:
Besuchen Sie doch mal einen Markt, der Naturkosmetik-Produkte im Angebot hat oder stellen Sie die Kosmetik- und Pflegeprodukte einfach selbst her. Fehlkäufe können vermieden werden, indem erst nach einer Probe gefragt wird. Überdenken Sie auch die Menge der Kosmetika, die Sie verwenden – denn manchmal ist weniger mehr!

Klima-Tipp Nr. 28

Ich esse weniger Fleisch und Wurst.

Vorsicht bei Fleischeslust: Viehhaltung ist weltweit für rund 18 Prozent aller Treibhausgasemissionen verantwortlich. Grund sind die energieaufwändige und flächenintensive Herstellung des Tierfutters, z. B. Soja und Mais, und vor allem das, was Wiederkäuern wie Rindern vorn und hinten „entfährt“: In deren Mägen wird reichlich Methan gebildet – dessen Treibhauspotenzial ist um ein Vielfaches höher als das von Kohlendioxid. Umgerechnet verursacht die Produktion von einem Kilo Rindfleisch rund 13 Kilogramm CO2. Das ist so klimaschädlich wie eine Autofahrt von 100 Kilometern mit einem Kleinwagen. Ein Kilo Obst kommt dagegen auf nur ein halbes Kilo CO2, Gemüse sogar nur auf 150 Gramm.

Der Klimacoach rät:
Reduzieren Sie den Konsum von Fleisch und Milchprodukten. Das ist zudem gesünder. Ernährungsstudien besagen ohnehin: Wir nehmen zu viel tierisches Fett zu uns.

Klima-Tipp Nr. 29

Ich bevorzuge saisonale Lebensmittel aus der Region.

Warum aus der Ferne bringen lassen, wenn das Gute liegt so nah: Genießen Sie saisonale Lebensmittel aus der Region. Zum einen helfen Sie mit, weite und damit klimaschädliche Transporte per Flugzeug und Lkw zu vermeiden. Zum anderen muss das Obst oder Gemüse nicht außerhalb der Saison energieaufwändig in beheizten Treibhäusern produziert werden.

Der Klimacoach besucht den Ludwigsburger Wochenmarkt:
Dort gibt es frisches Gemüse direkt vom Bauern aus der Region. Kaufen Sie dabei möglichst viele Produkte in der Saison, also beispielsweise Rosenkohl vor allem im Winter oder Erdbeeren im Frühsommer und Sommer. Mit einem Saison- oder Erntekalender sind Sie stets auf dem Laufenden, wann welches Gemüse bei uns geerntet wird.

Klima-Tipp Nr. 30

Ich bevorzuge frische Lebensmittel anstelle von Tiefkühlprodukten.

FKK – jetzt auch für Gemüse: Verzichten Sie auf Lebensmittel in Konserven und aus der Tiefkühltruhe im Supermarkt. Falls Sie es nicht auf den Wochenmarkt schaffen, steuern Sie die Obst- und Gemüseabteilung an. Dort gibt es Gemüse und Obst unverpackt und frisch – mit vollem Vitamingenuss. Besonders klimabewusste Verbraucher achten auch hier auf regionale und saisonale Produkte.

Der Klimacoach hat sich informiert:
Das Tiefkühlen von Produkten ist mit hohem Energieaufwand verbunden. Ebenfalls energieintensiv ist die Herstellung von Verpackungen – und deren Entsorgung. Tiefkühlpommes verursachen rund 25 Mal mehr CO2 als frische Kartoffeln. Seien Sie also freizügig und kaufen Sie ruhig mehr „FKK-Gemüse“.

Klima-Tipp Nr. 31

Ich kaufe mehr Lebensmittel aus ökologischer Produktion.

Bio hat Vorfahrt: Wer Lebensmittel aus ökologischer Produktion bevorzugt, leistet auch einen Beitrag zum Klimaschutz. Beim Anbau von Bio-Lebensmitteln wird im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft weniger Energie verbraucht. Das zeigt die CO2-Bilanz am Beispiel der Tomate: Während der konventionelle Anbau in der Region innerhalb der Saison 85 Gramm pro Kilo Tomate an CO2-Ausstoß verursacht, sind es beim ökologischen Anbau nur 35 Gramm.

Der Klimacoach rät:
Greifen Sie zu Biowaren. Zu erkennen sind sie leicht am Bio-Siegel.

Klima-Tipp Nr. 32

Ich achte beim Einkauf auf das Fairtrade-Siegel.

Wer zusätzlich zur ökologischen Produktion noch an den fairen Handel denkt, hat alles richtig gemacht. Die Produkte des fairen Handels stehen für nachhaltiges Wirtschaften, fairen Umgang mit den Rohstoffproduzenten und Vermeidung von Kinderarbeit.
Außerdem sollen sie helfen, die Lebensbedingungen in den Entwicklungsländern langfristig zu verbessern. Jeder kann einen kleinen Beitrag dazu leisten, indem er bewusst beim Einkauf auf das Fairtrade-Siegel achtet.

Der Klimacoach weiß:
Nutzen Sie bei Ihrem nächsten Einkauf den fairen Einkaufswegweiser für Ludwigsburg und probieren Sie doch einfach mal den fair gehandelten „Ludwigsburger Barockkaffee“ oder die Ludwigsburger Stadtschokolade „Ludwigsburger Barockgenuss“.

Was ich sonst noch tue!

Klima-Tipp Nr. 33

Ich setze auf mehr Grün für ein besseres Klima.


Trotzen Sie der Erderwärmung mit Ihrem grünen Daumen! Der Klimawandel fordert die Anpassung an immer höhere Temperaturen. Pflanzen und Bäume tragen zur Senkung der Oberflächentemperaturen bei. Bis zu 20 °C beträgt der gefühlte Temperaturunterschied zwischen begrünten und versiegelten Flächen. Sorgen Sie also für ein angenehmeres Klima bei Ihnen Zuhause, indem Sie den Balkon, Garten oder versiegelten Innenhof begrünen und wenn möglich auch Dach und Fassade. Das ist nicht nur gut fürs Klima, sondern auch schön fürs Auge.

Der Klimacoach weiß:
Eine Dach- und Fassadenbegrünung verbessert nicht nur die Außen-, sondern auch die Rauminnentemperatur, indem sie die Dämmqualität des Gebäudes steigert und so zu behaglichen Temperaturen beiträgt. Damit werden nicht nur Heiz- und Kühlungskosten eingespart, sondern auch die CO2-Emissionen gesenkt. Mit dem Natur- und Umweltschutzprogramm fördert die Stadt Ludwigsburg unter anderem Maßnahmen zur Dach- und Fassadenbegrünung sowie zur Entsiegelung.
Informieren Sie sich auf der Homepage der Stadt.

Klima-Tipp Nr. 34

Ich drucke nur wirklich notwendige Computerdokumente aus.

Bei hohem „Druckaufkommen“ verbrauchen Sie stapelweise Papier – 500 Blatt sind da schnell mal weg. Das entspricht einem CO2-Emissionen von 2,5 Kilogramm. Richtig teuer wird es bei den Kartuschen für Laserdrucker und Patronen für Tintenstrahldrucker, deren Produktion und Herstellung viel Energie und Ressourcen verschlingen.

Der Klimacoach rät:
Nehmen Sie den Druck raus: Überlegen Sie doch öfter mal, ob dieses oder jenes Computerdokument wirklich unbedingt in ausgedruckter Form vorliegen muss. Falls ja, drucken Sie einfach doppelseitig und öfters in schwarz-weiß anstatt in Farbe.

Klima-Tipp Nr. 35

Ich werde Baum-Pate bzw. Baum-Patin oder pflanze selbst einen Baum!

Ludwigsburg gibt es rund 29.000 Bäume, die an Straßen und Plätzen wachsen und hohen Belastungen durch Verkehr und Stadtklima ausgesetzt sind. Diese müssen sehr viel aushalten und haben oft durch Versiegelung eine schlechte Grundlage für gutes Wachstum. Insbesondere neu gepflanzte Bäume brauchen in den ersten Jahren zusätzlich Gießwasser. Übernehmen Sie eine Patenschaft für diese Bäume! Da Bäume CO2 aus der Atmosphäre aufnehmen können, bieten sie einen dauerhaften Beitrag zum Klimaschutz. Pflanzen Sie deshalb doch einfach einen Baum in Ihrem Garten. Sie haben keinen Garten? Dann spenden Sie einen Baum. Alleen und parkähnliche Grünflächen wie die Bärenwiese gehören seit jeher zu Ludwigsburg, prägen bis heute das Gesicht der Stadt und verschaffen ihr ein hohes Maß an Lebensqualität. Helfen Sie mit und engagieren Sie sich für das Grün in unserer Stadt!

Der Klimacoach hat sich informiert:
Auf der Homepage der Stadt Ludwigsburg können interessierte Bürgerinnen und Bürger über ein Formular eine Patenschaft für Bäume, Grünflächen und Kinderspielplätze übernehmen. Zudem kann ein Baum gespendet oder Anzahlungen für Baumpflanzungen geleistet werden.

Klima-Tipp Nr. 36

Ich stelle um und beziehe Ökostrom und/oder Biogas.

Zeigen Sie den Fossilen einfach die lange Nase: Steigen Sie auf erneuerbare Energien um. Ökostrom funktioniert ganz einfach und auch hier vor Ort. Die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim GmbH (SWLB) bietet mit dem zertifizierten Produkt FAVORITSTROMklima die Möglichkeit, Ökostrom aus 100 Prozent erneuerbaren Energien zu beziehen – garantiert durch das Gütesiegel „ok-Power“.

Der Klimacoach weiß außerdem:
Mit FAVORITSTROMklima der SWLB wird der Strom u. a. zu einem Drittel in Wasserkraftanlagen erzeugt, die nicht älter sind als sechs Jahre. Durch diesen Fokus auf neue Anlagen wird der Bau weiterer Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energien angeregt – und damit die europäische Energiewende beschleunigt.

Klima-Tipp Nr. 37

Ich gleiche CO2-Emissionen nicht vermeidbarer Flüge mit einer Abgabe aus.

Wenn es mal gar nicht anders geht: Fliegen belastet die eigene Klimabilanz enorm, allerdings kann oder will man nicht immer darauf verzichten. CO2-Emissionen nicht vermeidbarer Flüge können mit einer Abgabe ausgeglichen werden. Damit lässt sich der
Ausstoß nicht verhindern, aber immerhin ein klein wenig reparieren.

Der Klimacoach hat ausgerechnet:
Ein Hin- und Rückflug nach Mallorca verursacht 640 Kilo CO2 – dafür sind beispielsweise bei atmosfair.de 15 Euro zu entrichten. Mit dieser Abgabe werden weltweit Klimaschutzprojekte unterstützt, die helfen, Kohlendioxid an anderer Stelle einzusparen, zum Beispiel durch den Bau von Solarküchen in Indien oder Klein-Wasserkraftwerken in Honduras.

Klima-Tipp Nr. 38

Ich achte beim Kauf von Elektrogeräten auf einen geringen Stromverbrauch.

Kaufkriterium Verbrauch: Bei weißer Ware wie Kühl- und Gefriergeräten, Waschmaschinen, Wäschetrocknern, Spülmaschinen oder Elektrobacköfen trifft das EU-Energielabel Aussagen über den Energieverbrauch des Geräts. Bei Bürogeräten zeigt ihnen zum Beispiel der Energy Star, welche Geräte besonders sparsam sind – oder fragen Sie beim Verkaufspersonal nach.


Der Klimacoach hat ...
... für eine effiziente Kühl-Gefrierkombination mittlerer Größe ausgerechnet, dass sie über die Nutzungsdauer von 15 Jahren knapp 2.500 Kilowattstunden weniger Strom verbraucht als ein weniger sparsames Gerät. Das entspricht mehr als 500 Euro – das gleicht Mehrkosten bei der Anschaffung locker aus und spart im Jahr fast 100 Kilogramm CO2.

Klima-Tipp Nr. 39

Ich überprüfe meinen Energieverbrauch.

Kommen Sie Ihren Stromfressern auf die Schliche: Vergleichen Sie Ihren Jahresstromverbrauch mit „typischen“ Durchschnittswerten – so wissen Sie schnell, ob sich daheim größere Einsparpotenziale verbergen. Mit einem Strommessgerät, das Sie zwischen Gerät und Steckdose schalten, erfahren Sie genau, welche Geräte in Ihrem Haus eigentlich Kosten verursachen und damit das Klima belasten.

Der Klimacoach weiß:
Ein Strommessgerät müssen Sie sich nicht kaufen. Das können Sie zum Beispiel bei der Stadtbibliothek Ludwigsburg oder bei den Stadtwerken Ludwigsburg-Kornwestheim GmbH (SWLB) kostenlos ausleihen.

 

Kontakt

Stabsstelle
Klima, Energie und Europa
Wilhelmstraße 5
71638 Ludwigsburg

Steffen Weeber
Tel.: 07141 910-2570
Fax: 07141 910-3099
s.weeber@ludwigsburg.de

Klimaanpassung

Gesamtenergiekonzept