Tablets und Notebooks als Leihgeräte für Schüler

Unterstützung für Homeschooling – soziale Ungleichheit soll abgemildert werden

Beim Fernunterricht soll niemand mehr abgehängt werden. Um Tablets und Notebooks für Schülerinnen und Schüler zu kaufen, hat die Stadt eine hohe Summe von Bund und Land erhalten.

Ein Junge schreibt etwas in ein Schulheft. Vor ihm ist ein Tablet aufgestellt.
Ein Tablet erleichtert den Fernunterricht. (Foto: Adobe Stock/thayra83)

Fast 820.000 Euro aus dem so genannten Sofortausstattungsprogramm von Bund und Land fließen nach Ludwigsburg. Von diesem Geld kann die Stadtverwaltung zum einen rund 1.100 Tablets und 300 Notebooks für Schülerinnen und Schüler beschaffen, die kein eigenes mobiles Endgerät haben. Zum anderen investiert sie etwa ein Viertel des Betrags in nötige Software.

Bund und Land wollen mit dem Sofortausstattungsprogramm soziale Ungleichheiten abmildern, die in den vergangenen Wochen während der Corona-Krise offensichtlich geworden sind. Durch die Verleihung der Geräte sollen möglichst viele Schülerinnen und Schüler am digitalen Fernunterricht teilnehmen können.

„Mit den Tablets und Notebooks erreichen wir 10 bis 15 Prozent der Ludwigsburger Schülerinnen und Schüler“, berichtet Daniel Wittmann, Leiter der Abteilung Schulen beim städtischen Fachbereich Bildung und Familie. „Wir begrüßen diese Entwicklung sehr; sie ist ein weiterer Schritt hin zur Digitalisierung an Schulen und unterstützt unser bereits seit dem Jahr 2017 laufendes Konzept.“

Start zum Anfang des neuen Schuljahrs

„Es ist unser Ziel, dass die Geräte Anfang des neuen Schuljahres verteilt werden“, sagt Wittmann. Sowohl Grundschulen als auch weiterführende Schulen werden Leih-Tablets und -Notebooks erhalten. Über die Auswahl der Schülerinnen und Schüler entscheiden die Schulleitungen.

Damit die Geräte wirklich nur für schulische Zwecke verwendet werden, nutzt die Stadtverwaltung eine spezielle Mobile-Device Management-Lösung. Mit ihrer Hilfe können alle Notebooks und Tablets leicht mit den von den Schulen gewünschten Apps sowie mit einheitlichen Berechtigungen und Jugendschutzeinstellungen ausgestatten werden.

„Das Land will zwar nach den Ferien auch an den weiterführenden Schulen einen Präsenzunterricht unter Pandemiebedingungen einführen – so wie jetzt schon an den Grundschulen“, erläutert Erster Bürgermeister Konrad Seigfried. Dennoch müsse weiterhin mit Fernunterricht gerechnet werden – etwa für einzelne Schülerinnen und Schüler, die aus gesundheitlichen Gründen nicht den Präsenzunterricht besuchen, oder auch im Falle einer erneuten Phase mit verstärkten Einschränkungen oder gar einer temporären Schulschließung. „Ich bin froh, dass mit den neuen Geräten die Chancengleichheit für Ludwigsburger Schülerinnen und Schüler erhöht wird“, so Seigfried. (Meike Wätjen) 

LB kompakt

Redaktion 
Meike Wätjen
Stadt Ludwigsburg
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Wilhelmstraße 13
71638 Ludwigsburg

Telefon: 07141 910-2815
Fax: 07141 910-2812
lbkompakt@ludwigsburg.de

Lob und Kritik

Die Redaktion von LB kompakt freut sich über Ihre Rückmeldung. Schreiben Sie uns an lbkompakt@ludwigsburg.de oder nutzen Sie das Feedback-Formular.

Newsletter abonnieren

Sie möchten aktuell zu städtischen Themen informiert werden? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter LB kompakt.