Stadt ermöglicht Spitzensportlern Ausbildung

Deutscher Olympischer Sportbund zeichnet Engagement aus

Ludwigsburg hat als erste Kommune die Auszeichnung „spitzensportfreundlicher Betrieb“ erhalten. Top-Athletin Sharon Enow Abio kann so Leistungssport und Studium verbinden.

Portrait der Leichtathletin Sharon Enow Abio im Profil. Sie trägt ein Trikot und hat die Haare am Hinterkopf zusammengebunden.
Der Leichtathletin Sharon Enow Abio ist eine gute Ausbildung sehr wichtig. (Foto: Marc Eggerling)

Seit vielen Jahren engagiert sich die Stadt Ludwigsburg in enger Zusammenarbeit mit dem Olympiastützpunkt Stuttgart bei der Ausbildung von jungen Spitzensportlerinnen und -sportlern. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat die Stadtverwaltung deshalb jetzt als „spitzenfreundlichen Betrieb“ ausgezeichnet.

„Die Auszeichnung des DOSB ist ein tolles Zeichen nach außen, dass die Sportstadt Ludwigsburg auch als Arbeitgeber in vorbildlicher Weise für die Verbindung von Verwaltungsausbildung und Spitzensport steht. Wir freuen uns sehr und sind stolz darauf, dass wir bundesweit als erste Kommune diese Auszeichnung erhalten haben“, freut sich Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht. Normalerweise geht die Auszeichnung an Unternehmen.

Sechs Athleten – vier Leichtathleten, ein Volleyballer und eine Judoka – haben in den vergangenen Jahren ihre Ausbildung bei der Stadt absolviert oder sind gerade noch dabei. Sie haben dabei ganz unterschiedliche Ausbildungswege eingeschlagen: Kfz-Mechatroniker, mittlerer Verwaltungsdienst, Straßenwärter, Kauffrau für Büromanagement oder ein duales Studium der Sozialen Arbeit.

Vereinbarkeit von Leistungssport und Ausbildung

Trotz der unterschiedlichen Ausbildung konnten oder können sie mit der Rücksichtnahme des Arbeitgebers Stadt Ludwigsburg auf ihre Sportkarriere rechnen. Ausbildungspläne werden beispielsweise so abgestimmt, dass sie mit Training und Wettkämpfen vereinbar sind. Gleichzeitig können sich die die jungen Athleten ein verlässliches berufliches Standbein aufbauen.

Für die jungen Sportler ist die Möglichkeit, eine Ausbildung zu machen und gleichzeitig ihren Sport auf höchstem Niveau weiterzutreiben, sehr attraktiv. Das kann auch Sharon Enow Abio bestätigen. Sie studiert an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Soziale Arbeit. Den Praxisteil bestreitet die erfolgreiche Leichtathletin bei der Kinder- und Jugendförderung der Stadt Ludwigsburg.

„Meine sportliche Karriere ist mir wichtig, aber ich lege auch großen Wert auf meine Bildung. Durch die Unterstützung der Stadt Ludwigsburg kann ich ohne große Sorgen beides verknüpfen, ohne den Sport oder mein Studium zu vernachlässigen“, erklärt die 19-Jährige.

Doch nicht nur für die Athleten hat dieses Modell positive Effekte. „Wir haben mit der Förderung hervorragende Erfahrungen gemacht. Denn die Sportler bringen alles mit, was auch für den beruflichen Erfolg entscheidend ist: hohes Engagement, Ehrgeiz, Disziplin und Durchhaltevermögen. Davon können wir als Ausbildungsbetrieb nur profitieren“, verdeutlicht Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht. (Susanne Jenne)