Equal Care Day

Equal Care Manifest
Foto: Equal Care Initiative

Der Equal Care Day ist eine Initiative, die auf mangelnde Wertschätzung und unfaire Verteilung von Care-Arbeit aufmerksam macht. Als gesellschaftliche Bewegung möchte die Initiative vielfältige Aspekte und Anliegen zusammenbringen, um gemeinsam gehört zu werden.

Ihr Ziel ist es, die Sorgearbeit aus der Nische des unsichtbaren Engagements herauszuholen. Politik und Wirtschaft will man dafür gewinnen, die unterschiedlichen Bereiche von Care-Arbeit ernst zu nehmen und neu zu denken. 2020 fanden bundesweit in über 20 Städten Aktionen und Veranstaltungen unter dem Dach des Equal Care Day statt. Im Zentrum stand eine zweitägige Konferenz in Bonn, bei der die Care-Situation in Deutschland diskutiert wurde, um Forderungen und Lösungsansätze für das Equal Care Manifest zu erarbeiten.

Weitere Informationen zum Manifest finden Sie unter der Rubrik Aktuelles.

* CARE =

Care-Arbeit beschreibt die unbezahlten und bezahlten Tätigkeiten des Sorgens und Sich-Kümmerns. Sie ist Fürsorge und Selbstsorge.
Care-Arbeit beginnt unter anderem bei folgenden Punkten:

  • Begleitung und Versorgung Neugeborener und Gebärender
  • Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern im Vor- und Grundschulalter
  • familiäre und professionelle Pflege und Unterstützung bei Krankheit oder Behinderung
  • Hilfe zur Selbsthilfe, unter Freundinnen und Freunden, Nachbarinnen und Nachbarn, im Bekanntenkreis
  • Altenpflege
  • Sterbebegleitung und Grabpflege

Der Care-Begriff meint also auch das ganz alltägliche, immer wiederkehrende Kümmern und Versorgen aller Haushaltsmitglieder. Er umfasst auch das Wissen, die Organisation und die Verantwortung (Mental Load) die es dafür braucht.
"Care" meint nicht nur die körpernahe Care-Arbeit, sondern schließt auch Kochen, Putzen, Reparaturen und alle Arbeiten im Haushalt mit ein, und beginnt in vielen Ländern des Globalen Südens bereits mit dem Besorgen von sauberem Trinkwasser oder Brennholz.