Planungen zur Sanierung der Friedrich-von-Keller-Schule in der Endphase

Die Friedrich-von-Keller-Schule aus den 1960er-Jahren wird generalsaniert. Zusätzlich wird mit einem Erweiterungsbau auf den wachsenden Platzbedarf durch steigende Schülerzahlen und der damit einhergehenden Entwicklung zu einer 3,5-zügigen Grundschule mit Ganztagesbetrieb und Mensa reagiert.

Zur Umsetzung, der pädagogischen Anforderungen ist der offene Gebäudecharakter des Bestandgebäudes mit dem vorhandenen Raumgefüge gut geeignet. Die Raumzuschnitte können bei der Sanierung weitestgehend erhalten bleiben. Die vorhandenen Flur- und Bewegungsflächen im Gebäude besitzen eine hohe Aufenthaltsqualität. Diese Flächen sollen daher zukünftig für den Schulbetrieb aktiviert werden. Da eine Gebäudeaufstockung aus statischen Gründen nicht möglich ist, sieht die Planung einen zweigeschossigen Erweiterungsbau an der südwestlichen Fassade für den zusätzlichen Raumbedarf vor. Im Obergeschoss der Erweiterung sind drei Klassenräume und die Schulbibliothek vorgesehen. Im Erdgeschoss auf Pausenhofebene befindet sich die Mensa mit Ausgabeküche. Durch diese Anordnung kann die Mensa auch von Vereinen aus dem Stadtteil genutzt und die Schule so in das Gemeinwesen eingebunden werden.

Im Zuge der Generalsanierung wird das Gebäude energetisch ertüchtigt. Die Dachflächen erhalten eine neue Dämmung und Abdichtung und werden mit einer extensiven Dachbegrünung versehen. Ebenso werden die Untersichten der auskragenden Bauteile neu gedämmt. Die Fensterelemente werden durch neue Aluminiumfenster ersetzt. Der außenliegende Sonnenschutz wird erneuert. Wegen des großen Fenster- und Dachflächenanteils reduzieren sich die sonstigen Dämmmaßnahmen auf die Ertüchtigung der dünnwandigen Brüstungen im Innenbereich.

Die Unterrichtsräume und Flure erhalten Akustikdecken. Sämtliche Bodenbeläge und Innentüren werden erneuert. Die Sanitäranlagen werden angepasst und erneuert und um ein barrierefreies WC ergänzt. Für den Ganztagesbetrieb ist die multifunktional nutzbare Mensa mit Ausgabeküche im Erweiterungsbau vorgesehen. Die baulichen Anpassungen im Gebäude ermöglichen die Nutzung der Flurflächen für den Schul- und Ganztagesbetrieb (Cluster). Die erforderlichen Räume für die Ganztagesbetreuung werden im südlichen Bereich des Bestandsgebäudes angeordnet und sind zum Schulgarten hin orientiert. Der bestehende Musikraum bleibt erhalten und kann weiterhin für Schulversammlungen und Vereine genutzt werden.

Im Bereich der Haustechnik werden sämtliche Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär- und Elektroinstallationen erneuert. Hierbei werden Vorkehrungen für eine moderne Unterrichtsstruktur mit IT-Ausstattung berücksichtigt. Zudem sind umfangreiche Brandschutzmaßnahmen erforderlich. Dabei bleiben aber die beiden offenen „Treppenhallen“ und die offenen Flurlandschaften erhalten. Als Kompensationsmaßnahme ist der Einbau einer Brandmeldeanlage erforderlich. Eine zusätzliche Fluchttreppe in Ebene 2 sichert zweiten baulichen Rettungsweg aus dem Obergeschoss.

Die Bauzeit erstreckt sich voraussichtlich von Mitte/Ende 2018 bis Mitte/Ende 2021, da die Baumaßnahme in drei Abschnitten und während des laufenden Schulbetriebs realisiert werden soll. Baustellenbetrieb/Baustelleneinrichtung und Schulbetrieb werden dabei so sorgfältig wie möglich getrennt.

Im 1. Bauabschnitt wird der Erweiterungsbau erstellt und die Ebene Pausenhof bearbeitet. Im 2. Bauabschnitt wird das Hauptgeschoss auf Ebene 1 (auf Höhe des Lehrerparkplatzes) saniert. Im 3. BA wird das Obergeschoss in Ebene 2 und die darunter befindlichen Räume in Ebene 1 bearbeitet. Die neu sanierten Räume sollen dann jeweils gleich wieder für den Schulbetrieb nutzbar sein. Mit Beginn des 2. Bauabschnitts ist es dennoch erforderlich, einen Teil der Klassenräume in einem Ausweichquartier unterzubringen, das auf dem Sportfeld errichtet werden wird. Durch den Erweiterungsbau verkleinert sich die Fläche der Außenanlagen auf eine Größe von ca. 8.400 m². Die 4 wesentlichen Bereiche bleiben erhalten und gestalten sich folgendermaßen:

  • Der Pausenhof, das Spielfeld und die Spielflächen bleiben in ihrer Lage nahezu gleich. Das Spielfeld wird verkleinert werden, wohingegen der Spielbereich unter den Bäumen größer gestaltet werden kann. Hier werden Spiel- und Klettergeräte aufgestellt. Der Zugang wird etwas nach Norden abgeknickt, barrierefrei und als Zufahrt hergestellt. Entlang der Sporthalle werden 20 Fahrradbügel aufgestellt, hier haben 40 Fahrräder Platz. Im Anschlussbereich an die Hauptstraße entsteht ein kleiner Vorplatz, hier ist dann auch ein Kurzparken für 3 KFZ möglich.
  • Der Schulgarten soll als abgetrennter Bereich erhalten bleiben, verkleinert sich jedoch durch den Erweiterungsbau.
  • Der Lehrerparkplatz und der Vorbereich der Schule werden umstrukturiert. Der Parkplatz mit Zufahrt und der Vorplatz mit Zugang werden getrennt angeordnet. Die Anzahl der Stellplätze (12) bleibt erhalten. Die öffentliche Wegeverbindung über den Vorplatz ist weiterhin möglich. Südlich des Parkplatzes befindet sich der Mülleimerabstellplatz.
  • Die Grünfläche im Norden bleibt erhalten, ein Verbindungsweg von der Schwarzwaldstraße auf den Schulhof soll hier den Zugang verbessern, bisher ist dies nur über eine sehr steile Rampe an der Sporthalle möglich. Die Stützwand am Schulhaus wird gedreht, dadurch kann die steile Böschung abgeflacht werden und eine Wegeverbindung wird möglich. Die Grünstreifen entlang der angrenzenden Straßen Hauptstraße und Schwarzwaldstraße bleiben erhalten. Der Innenhof innerhalb des Schulgebäudes mit seinem großen Solitärbaum bleibt ebenfalls erhalten.
 

Kontakt

Tobias Schwärzl
Stadtteilbeauftragter Neckarweihingen

Bürgerbüro Bauen
Team STEP und Stadterneuerung
Wilhelmstraße 5
71638 Ludwigsburg

Telefon 07141 910-3179
Telefax 07141 910-2401
T.Schwaerzl@ludwigsburg.de

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