Ein Tag bei der Gebäudeunterhaltung

In der Gebäudeunterhaltung gibt es die Felder: Maler, Schlosser, Schreiner, Graffitientfernung, Jalousiebau, Maurer, Trockenbauer, Zimmermänner, Glaser und Sanitär-/Heizungsbau.

Die Malerinnen und Maler bei der Stadt Ludwigsburg haben zu den verschiedensten Personen und Bereichen Kontakt. Zum Beispiel sind sie in den Kindergärten unterwegs: Hier freuen sich die Kinder immer, wenn etwas Neues passiert und wollen am liebsten gleich mithelfen. Aber auch die Arbeit in Museen bei den Wechselausstellungen macht den Mitarbeitenden besonders viel Spaß, denn auch hier wird die Arbeit von vielen Personen gesehen und geschätzt. Ein besonderer Höhepunkt in diesem Jahr waren die Arbeiten beim Umbau des Stadtbads zu einer Mensa. Hier haben die Malerinnen und Maler den alten Türen wieder zu neuem Glanz verholfen.

Heute ist das Team der Malerinnen und Maler im Rathaus in der Botenmeisterei der Stadt Ludwigsburg zugange. Hier müssen die alten Arbeitsplatten für den Posteingang und Postausgang erneuert werden. Hierzu wird die alte Arbeitsfläche abgeschliffen und mit dem Erstanstrich versehen. Anschließend werden die Platten mit Schleifpapier bearbeitet, erneut gestrichen und zum Schluss noch mit einem Schutzlack lackiert. Die Arbeitsplatte erscheint jetzt wieder in einem schönen neuen Grau.

Der Bereich der Schlosser ist sehr vielseitig. Von Schweißarbeiten, um die Stühle auf dem Rathaushof wieder in Stand zu setzten, über Reparaturen von Türen bis zum Bau von Geländern ist alles vertreten. Aber auch Kleinigkeiten stehen auf der Tagesordnung. Am heutigen Tag muss eine Fluchttür so repariert werden werden, dass die Funktion als Fluchttür nicht außer Kraft gesetzt werden kann. Dies wird von den Mitarbeitenden mit wenigen Handgriffen vorgenommen. Die nächste Anlaufstelle ist ein defekter Schließmechanismus in einer Brandschutztür. Bei diesen Türen muss gewährleistet sein, dass sie beim Aufkommen von Rauch in der richtigen Reihenfolge komplett schließen. Hier geht es nun mit Leiter und Werkzeugkoffer zur betroffenen Tür. Bei dieser Tür ist leider ein Teil so verbogen, dass es nicht wieder repariert werden kann. In diesem Fall muss der Mitarbeitende ein Ersatzteil bestellen.

Der nächste Auftrag für den heutigen Tag ist an einer Schule. Hier wurden neue Türen eingebaut. An einer der Türen wurde eine Stolpergefahr für die Kinder erkannt. Um die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten, haben die Schlosser nun ein Geländer hergestellt und montiert. Somit können sich die Kinder ohne Stolperfalle in der Schule bewegen. Weiter steht für die nächsten Tage eine Aufarbeitung von alten Zäunen und Geländern an. Bei diesen Arbeiten ist nicht nur ein gutes handwerkliches Geschick, sondern auch Kreativität gefragt.

Der Graffitientferner ist heute in einem Sonderprojekt unterwegs. Es gibt ein Projekt mit Schülerinnen und Schülern aus Ludwigsburg, die die Unterführungen und Mauern im Stadtgebiet neu gestalten. Hierzu müssen die illegalen Graffitis auf den Wänden entfernt und die Wände neu aufgearbeitet werden. Leider werden auch diese Arbeiten immer wieder gestört. Es kommt sehr oft vor, dass Arbeiten, die am Tag zuvor gesäubert wurden, am nächsten Tag wieder vollgeschmiert sind. Wenn neue Graffitis, zum Beispiel durch den Mängelmelder der Stadt Ludwigsburg, gemeldet werden, fährt der Mitarbeitende zum genannten Standort und dokumentiert die Graffitischmiererei mit Beweisbildern. Hierzu muss für eine Anzeige ein Polizeiprotokoll ausgefüllt werden.

Danach beginnt die eigentliche Arbeit. Die Stelle muss gesäubert werden. Zunächst muss der Schmutz wie Algen oder auch Feinstaub sowie die Graffitis entfernt werden. Hierfür wird entweder der Hochdruckreiniger mit 200 bis 500 bar oder im Falle von Glas eine Chemikalie verwendet. Grundsätzlich wird mit der mildesten Methode begonnen. Je nach Intensivität muss das Vorgehen gesteigert werden. Bei manchen Objekten genügt aber auch schon das reine Überstreichen mit Farbe.

Nachdem das Graffiti entfernt ist, wird, wenn nötig, neu gestrichen und dann die sogenannte Opferschicht aufgetragen. Hier ist der Name Programm. Diese Schicht ist wie eine zweite farblose Haut und „opfert“ sich für die zu schützende Wand. Aufgesprühte Graffitis können so entfernt werden, ohne dass der Untergrund angegriffen wird. Dieses Verfahren kommt besonders dann zum Einsatz, wenn die zu schützende Wand mit einer Malerei verziert worden ist. Ein wichtiger Hinweis: Illegale Graffitis sind Sachbeschädigungen, die zur Anzeige gebracht werden.

Ein weiterer Auftrag für die Woche ist die Säuberung der Schillerstatue im Stadtgebiet. Der Schriftzug ist nicht mehr erkennbar. Nach der vorsichtigen und gründlichen Bearbeitung der Statue wird der Schriftzug wieder vollständig lesbar sein.

Die Schreiner der Gebäudeunterhaltung waren in den letzten Monaten vor allem mit dem Umbau des Stadtbads zur Schulmensa beschäftigt. Sie haben zum einen Bänke, Küchen und Nischenschränke gebaut. Zum anderen wurden die Holztüren in Zusammenarbeit mit den Malern aufbereitet. Die Aufträge werden vom Hochbauamt, aber auch von anderen Ämtern, in Auftrag gegeben. Hier werden in einem Termin die Rahmenbedingungen besprochen und anschließend beginnt die Produktion des angegeben Auftrags. In der Werkstatt haben die Mitarbeitenden hierfür verschiedenste Maschinen und Geräte zur Verfügung. Hier werden aus großen Platten individuelle Einzelstücke gefertigt. Wenn die Beauftragung für eine Küche vorliegt, werden die einzelnen Elemente in der Schreinerei komplett und vollständig vorgefertigt. Somit finden vor Ort nur noch der Einbau und die Fertigmontage statt.

In der Schreinerei waren am heutigen Tag nicht nur die Arbeiten für eine Küche im vollen Gange, sondern es haben sich auch weitere Kollegen mit dem Bau von Ordnerwagen befasst. Diese werden bei städtischen Umzügen benötigt. Andere Mitarbeitende haben sich mit Reparaturen an Türschlössern beschäftigt, bei denen die Schließfunktion der Holztüren nicht gewährleistet war.

Der Auszubildende der Schreinerei ist zurzeit an seinem Gesellenstück zugange. Hierfür muss er eine Zeichnung davon anfertigen und dieses nach der Überprüfung innerhalb von zwei Wochen herstellen.

Außerdem ist der Jalousiebauer momentan in den Schulen im Stadtgebiet unterwegs. Hier demontiert er defekte Rollläden, repariert diese in der Werkstatt und befestigt sie anschließend wieder mit voller Funktionsfähigkeit am Ursprungsort.

 

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