Integriertes Verkehrskonzept für Ludwigsburg

BRT-Schnellbusse und eine Stadtbahn

Bereits im Herbst 2020 könnten die ersten BRT-Schnellbusse in Ludwigsburg fahren, zumindest auf einem Teilabschnitt. Die erste, wichtige Hürde auf dem Weg dahin hat das Projekt jetzt genommen: Das Land Baden-Württemberg hat dem Antrag auf Programmaufnahme ins Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) zugestimmt.

Die Aufnahme durch das Land war die Voraussetzung, damit die von den Kommunen und dem Landkreis befürworteten leistungsstarken BRT-Busse in Kombination mit der späteren Stadtbahn finanziell gefördert werden können. Damit hat das Land grünes Licht für die vertiefte Planung gegeben und das Projekt hat den so genannten „Kandidatenstatus“. Ludwigsburg ist somit die erste Stadt in Deutschland, die Fördermittel für ein BRT-System beantragen kann.

Die Stadt und der Landkreis Ludwigsburg sind sich einig: Sie wollen den öffentlichen Nahverkehr verbessern und Fahrverbote vermeiden. Dazu setzen sie zeitnah auf das BRT-System („Bus Rapid Transit“, englisch für Schnellbus-System) und längerfristig auf die Einführung einer Niederflur-Stadtbahn. Die Arbeitsteilung sieht dabei wie folgt aus: Die Stadt Ludwigsburg kümmert sich um Planung und Realisierung von BRT-Bussen und separaten Busspuren. Für die Umsetzung des Projekts Niederflur-Stadtbahn ist der Landkreis Ludwigsburg verantwortlich.

Was bringt das BRT-System für Ludwigsburg? Der Filmclip liefert die Antworten:

Bürgerbeteiligung zu den Trassen

Mit der vertieften Planung hat auch die Bürgerbeteiligung begonnen. Das geschieht in Form von Bürgerspaziergängen entlang der geplanten BRT-Trassen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können dabei mit Vertretern der Stadtverwaltung ins Gespräch kommen und Fragen und Anregungen direkt vor Ort diskutieren.

Drei Bürgerspaziergänge zu Teilabschnitten haben bereits stattgefunden, am 5. April 2019 (Mitte/Ost), am 12. April 2019 (Ost/Oßweil) sowie am 20. Juli 2019 (Innenstadt/Weststadt). 

BRT-Trasse von Ost nach West

Das Konzept sieht zeitnahe Verbesserungen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) vor, in Kombination mit einem Ausbau der Rad-Infrastruktur. Zusammen ergibt sich ein „multimodales Mobilitätssystem“ – was bedeutet, dass den Verkehrsteilnehmenden für ihre konkreten Mobilitätsbedürfnisse mindestens zwei Verkehrsmittelalternativen zur Verfügung stehen.

Geplant ist ein elf Kilometer langes, integriertes Verkehrssystem, das auf einer Ost-West-Trasse Remseck-Neckargröningen mit der Ludwigsburger Weststadt verbindet. Es handelt sich dabei um die verkehrsstärkste Achse in Ludwigsburg: Im Osten der Stadt überwiegen die Wohngebiete, im Westen die Arbeitsplätze. Diese Trasse bildet das Rückgrat für den Aufbau eines integrierten BRT-/Bus-Netzes, welches zusätzlich schnelle Verbindungen in die Region ermöglichen soll.

Vorteile für BRT und den gesamten ÖPNV

Um am Stau vorbeizukommen, fahren BRT-Busse größtenteils auf eigenen Spuren. Barrierefrei und komfortabel sollen die Fahrgäste pünktlich ans Ziel kommen, denn die Busse werden an Ampeln konsequent bevorrechtigt. In Ludwigsburg sollen Fahrzeuge mit einem umweltschonenden Elektroantrieb, aber ohne Oberleitungen, zum Einsatz kommen.

Von den geplanten Verbesserungen – wie eigene Trassen und Bevorrechtigung an den Ampelanlagen – profitiert der gesamte Busverkehr. Außerdem wird für einen Großteil der Strecke auch eine neue Infrastruktur für Radfahrende entwickelt.

Barrierefreie Haltestellen als wesentlicher Punkt

Bei bereits bestehenden städtebaulichen Projekten in Ludwigsburg – wie „Transformation West“, ZIEL (Zentrale Innenstadtentwicklung Ludwigsburg), Fuchshof oder Sport-Kultur-Schul-Areal Oßweil – wird das BRT-System bereits mitgedacht. Ein anderer wesentlicher Punkt ist die Barrierefreiheit: Sowohl die Fahrzeuge als auch sämtliche Haltestellen sind durchweg barrierefrei zu gestalten – so dass auch Menschen mit Beeinträchtigungen sie ohne zusätzliche Hilfen nutzen können. Dazu zählt ihre konsequente Ausstattung mit digitalen Fahrgastinformations-Anzeigern, Text-to-Speech-Tastern (eine Funktion zur Sprachausgabe für Texte) und Leiteinrichtungen für Menschen mit Behinderungen.

Das BRT-System fungiert als Vorlauf- und Ergänzungssystem für die Stadtbahn. Konkret bedeutet das: Langfristig – bis im Jahr 2030 – soll in Ludwigsburg eine Niederflur-Stadtbahn fahren. Bis es soweit ist, sollen auf Trassen, auf denen später einmal die Stadtbahn fahren soll, BRT-Busse eingesetzt werden. Zusätzlich fahren BRT-Busse auf Trassen, auf denen sich ein Stadtbahn-System nicht rechnet.

Sofortprogramm "Saubere Luft 2017-2020"

Die Stadt Ludwigsburg will Schadstoffe senken und Fahrverbote vermeiden. Dazu hat sie ein Bündel an Maßnahmen geschnürt, die in einem "Green City Masterplan" bewertet werden.


 

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