Integriert durch Arbeit bei der Stadt

Aus Flüchtlingen werden jetzt Kollegen

Der Einstieg in den Arbeitsmarkt ist ein wichtiger Schritt in der Integration, das städtische Team Flüchtlingsarbeit hilft dabei. Bei der Stadt Ludwigsburg sind auch mehrere Flüchtlinge beschäftigt – drei von ihnen werden hier vorgestellt. Hinter jedem Flüchtling steht eine individuelle Biografie: Für den einen ist eine Berufsausbildung der beste Weg in die Zukunft, ein anderer muss schnell Geld verdienen oder braucht Hilfe für die Anerkennung des Diploms.

Hermon Membrathu arbeitet bei der Gebäudeunterhaltung

Der 28-jährige ist vor über zwei Jahren aus Eritrea nach Deutschland geflohen. Jetzt arbeitet er bei den Technischen Diensten der Stadt Ludwigsburg und ist ein sehr beliebter Kollege.


Mohammed Alsheikh ist jetzt beim Team Vermessung

Der Krieg in Syrien hat seine Berufspläne zunichte gemacht - doch jetzt arbeitet der Bauingenieur in Ludwigsburg beim Vermessungsamt und zeigt dort, was er kann. Unter anderem Schwäbisch.


Yazan Al-Rojouleh möchte Sozialarbeiter werden

Im Leben des 23-jährigen Syrers ist vieles anders geworden: Er hat in Damaskus Betriebswirtschaft studiert - jetzt arbeitet er bei der Stadt als Bufdi im Fachbereich Bürgerschaftliches Engagement und Soziales.


Für jeden Geflüchteten die passende Lösung zu finden, das ist die wichtigste Maxime für Tabea Bürkle. Sie ist Arbeitsmarktkoordinatorin im Team Flüchtlingsarbeit bei der Stadt Ludwigsburg. Eine von elf Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, die unbürokratisch und ideenreich dafür sorgen, dass Flüchtlinge in Ludwigsburg unter anderem Wohnung und Arbeit finden.

„Uns ist es wichtig, dass die geflüchteten Menschen, die bei uns in Ludwigsburg leben, sich so schnell als möglich in die Stadtgesellschaft integrieren und eine Perspektive bekommen. Dafür baut unser Team Flüchtlingsarbeit Strukturen auf und berät die Menschen in ihren oft ganz unterschiedlichen Fragen und Problemen“, sagt Erster Bürgermeister Konrad Seigfried dazu. Tabea Bürkle, die Arbeitsmarktmanagement studiert hat, führt Gespräche mit potentiellen Arbeitgebern in der Stadt, ist aber vor allem Ansprechpartnerin für Flüchtlinge, die bei der Stadt Ludwigsburg selbst arbeiten.

So hat die Stadt zum einen über 30 niederschwellige Beschäftigungsangebote geschaffen, bei denen Geflüchtete zum Beispiel in Kindertagesstätten, bei den Technischen Diensten oder in der Essensausgabe der Kantine 20 bis 30 Stunden in der Woche mitarbeiten und hierfür eine Aufwandsentschädigung von 80 Cent in der Stunde bekommen. Dazu kommen fünf sozialversicherungspflichtige Stellen, die von Flüchtlingen besetzt sind.

 

Ansprechpartnerinnen bei der Stadt

Stadt Ludwigsburg
Fachbereich Bürgerschaftliches Engagement, Soziales und Wohnen
Stabsstelle Flüchtlingsarbeit
Mandy Dietz
Telefon 07141 910-3693
m.dietz@ludwigsburg.de

Ansprechpartnerinnen Sachspenden

Stadt Ludwigsburg
Fachbereich Bürgerschaftliches 
Engagement, Soziales und Wohnen
Assistenz Abteilung Integration
Kathrin Schickedanz
Telefon 07141 910-4042
k.schickedanz@ludwigsburg.de

Happy End für Nour

Eine Mannheimer Studentin aus Syrien trifft ihre Mutter nach vier Jahren wieder.

"HelpTo Ludwigsburg"

Online-Portal zur Flüchtlingshilfe

HelpTo in allen Sprachen