Roadshow zur Zukunft der Mobilität

Informationszentrum zum automatisierten und vernetzten Fahren eröffnet

Bis zum 19. Mai ist das „Mobile Informationszentrum Mobilität“ (MIM) zu Gast in Ludwigsburg. Auf dem Platz vor der Kreissparkasse (Schillerplatz 6) bietet es Besucherinnen und Besuchern einen Einblick in die Welt der automatisierten, vernetzten und elektrischen Mobilität. Oberbürgermeister Werner Spec und weitere Projektpartner haben das Informationszentrum heute (3. Mai) eröffnet.

„Autonomes Fahren ermöglicht in der Zukunft nachhaltige Mobilität für Wohngebiete, in denen aufgrund der engen Straßenverhältnisse keine herkömmlichen Busse, dafür aber kleinere Busse, auch Shuttle genannt, oder automatisierte Autos fahren können“, so Oberbürgermeister Werner Spec. „ Außerdem kann eine Familie zumindest auf einen Teil der Autos verzichten, wenn solche Fahrzeuge bequem angefordert und kostengünstig fahren können. Das entlastet gleichzeitig die häufig durch geparkte Fahrzeuge überlasteten Wohngebiete und die Innenstadt.“ Die Stadt wolle mit ihrer aktiven Rolle einen Beitrag dafür leisten, dass diese Innovationen auch in der Automobilregion Stuttgart vorangebracht werden – nicht zuletzt, um die Arbeitsplätze vor Ort zu erhalten.
 
Das Mobile Informationszentrum ist Teil des Projekts „DiaMANT“ (Dialog für automatisierte, vernetzte und elektrische Mobilität: Anwendung – Nutzerinteressen – Technik). Das Projekt verfolgt im Hinblick auf das automatisierte, vernetzte und elektrische Fahren zwei wesentliche Ziele: Erstens soll der interessierten Bevölkerung der aktuelle Stand der Technik präsentiert und erläutert und so ein Dialog initiiert werden. Dazu dient die Roadshow mit dem „Mobilen Informationszentrum Mobilität“, bei der Besucherinnen und Besucher zum Beispiel das automatisierte Fahren interaktiv erleben können. In Ludwigsburg wird dieses Informationszentrum nun zum ersten Mal einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Als zweites Ziel von „DiaMANT“ soll die technische Entwicklung weiter vorangetrieben werden.
 
„DiaMant“ wird vom Verkehrsministerium Baden-Württemberg mit einer Million Euro gefördert. Die Projektleitung liegt bei der Stadt Ludwigsburg, weitere Projektpartner sind die Stadt Stuttgart, der Verband deutscher Verkehrsunternehmen, das IVK Institut für Verbrennungsmotoren und Kraftfahrwesen an der Universität Stuttgart, die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB), die Technische Akademie für berufliche Bildung Schwäbisch Gmünd e. V. (TA), das Karlsruher KIT-Institut für Verkehrswesen sowie e-mobil BW, die Landesagentur für neue Mobilitätslösungen und Automotive Baden-Württemberg.
 
Besucherinnen und Besucher können sich im MIM mit einer interaktiven Software über das automatisierte, elektrische und vernetzte Fahren informieren. Dabei wird nicht nur die technische Funktionsweise erklärt, sondern es sollen auch Diskussionen zu gesellschaftlichen Folgen angeregt werden. Für diesen Dialog steht das Betreuungspersonal im MIM gern zur Verfügung. Exponate wie ein Radarsensor sowie verschiedene Lidar-Sensoren (Lidar = „light detection and ranging“, ein optisches Messverfahren) veranschaulichen die Sensorik, die für das autonome Fahren benötigt wird.
 
Das Informationszentrum in Ludwigsburg ist noch bis zum 19. Mai an jedem Tag von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Nächste Station des MIM ist dann vom 31. Juli bis zum 11. August die Bundesgartenschau in Heilbronn.
 
Als zweiter Teil des Projekts „DiaMANT“ wird ab Sommer ein automatisierter Kleinbus mit Sicherheitsfahrer auf ausgewählten Strecken in Ludwigsburg pilothaft zum Einsatz kommen. Es ist bisher das einzige Fahrzeug dieser Art, das im manuellen Betrieb eine Straßenzulassung hat. Der Demonstrationsbetrieb, bei dem Fahrgäste kostenlos mitfahren dürfen, findet auf zwei Strecken statt: In der Weststadt sowie vom Schlossgut Harteneck nach Hoheneck. Das automatisierte Fahren des Busses passiert innerhalb eines nach links und rechts begrenzten Fahrwegs, des so genannten Fahrschlauchs. Im Fahrbetrieb erkennt die Sensorik des Fahrzeugs innerhalb des Fahrschlauchs Hindernisse wie parkende Autos oder Mülltonnen und kann diese selbstständig umfahren. Dabei fährt der Kleinbus im automatisierten Modus bis zu 25 Stundenkilometer schnell, im manuellen Betrieb bis zu 49 Stundenkilometer.
 
Die vorgesehenen Strecken wurden bereits digital vermessen. Das KIT-Institut für Verkehrswesen wird den Demonstrationsbetrieb im Rahmen einer Begleitforschung im Hinblick auf die Akzeptanz der Fahrgäste, zum Beispiel bezüglich Fahrkomfort und Sicherheitsgefühl, bewerten.

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